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Force India gegen Sauber

"Wir haben die besseren Fahrer"

Perez vs. Hülkenberg GP Indien 2012 Foto: xpb 25 Bilder

Sauber muss zittern. Der Abstand zu Force India ist wieder um vier Punkte geschrumpft. Die Eidgenossen brauchen jetzt dringend ein gutes Resultat, um den Angriff von Force India abzuwehren. Sportdirektor Otmar Szafnauer setzt im Duell mit Sauber voll auf seine Fahrer.

29.10.2012 Michael Schmidt

Die Nummer ist noch nicht durch. Sauber hat zum zweiten Mal in Folge null Punkte geschrieben. Force India holt im Kampf um Platz sechs weiter auf. Diesmal allerdings nur um vier Zähler. Der Rückstand drei Rennen vor Schluss verkürzte sich auf 23 Punkte. Force India-Sportdirektor Otmar Szafnauer ist trotzdem optimistisch, dass sein Team den sechsten Platz aus dem Vorjahr verteidigen kann.

"Ich sehe die Chancen, dass wir Sauber noch überholen bei 60 zu 40. Wir werden bei den kommenden drei Rennen stark sein. Um vorbei zu gehen, brauchen wir noch ein Rennen, in dem wir zweistellig Punkte abräumen." Szafnauer weiß aber auch. "Wenn Sauber nur noch einmal so ein Resultat wie in Japan gelingt, sind sie durch."

Force India kommt langsam in Form

Force India hat nach der Sommerpause 47 Punkte eingefahren. Sauber nur 36. Force India hat in sechs Rennen sechs Mal gepunktet. Sauber nur drei Mal. Davon aber zwei Mal auf dem Podest. Trotzdem scheint der Rennstall von Vijay Mallya die zweite Luft bekommen zu haben. Die in den indischen Landesfarben lackierten Autos sind konstant bei der Musik.

"Eine gute oder schlechte Strecke gibt es für uns nicht mehr. Wir können überall unter die Top Ten fahren und quetschen zurzeit alles aus dem Ding heraus" sagt Nico Hülkenberg, der in Indien wieder ein makelloses Rennen gefahren ist. Sein Sportdirektor will nicht wahrhaben, dass Hülkenberg zu Sauber geht: "Mein Stand ist, dass Nico und Paul di Resta nächstes Jahr für uns fahren. Nico hat mir noch nicht gesagt, dass er nächstes Jahr woanders unterschrieben hat."

Für Force India hat sich der Entwicklungsstopp gelohnt. "Wir sind viel sicherer geworden, die Reifentemperaturen zu kontrollieren", lobt Hülkenberg. "Man glaubt gar nicht, wie viel sich durch Feintuning und das richtige Setup rausholen lässt." Bei Sauber scheint man sich dagegen im Kreis zu drehen. Nach den freien Trainingssitzungen glaubte bei den Schweizern keiner an ein Top Ten-Resultat in der Qualifikation.

Reifen sorgen bei Sauber für Probleme

Beide Fahrer klagten über massive Balanceprobleme. Beide bauten immer wieder das Setup um. Deshalb war man im Team angenehm überrascht, dass Sergio Perez den Sauber ohne großes Nervenflattern auf Startplatz acht stellte. "Mit einer Superrunde von mir", versuchte sich der Mexikaner ins rechte Licht zu rücken.

Rätselraten dann wieder im Rennen. Ausgerechnet Perez, der große Reifenflüsterer, auf dem Sauber, dem Reifenschonendsten Auto kam als erster zum Reifenwechsel an die Box. Der linke Vorderreifen hatte großflächige Blasen geworfen. Die Sauber-Techniker waren verwirrt. "Das hatten wir so noch nie."

Ein paar Stunden nach dem Rennen waren sie schlauer. Jenson Button hatte das gleiche Problem, und er erzählte die gleiche Vorgeschichte. Button und Perez gingen auf Uralt-Reifen ins Rennen. Weil der weiche Gummi nicht sofort auf Temperatur kommen wollte, nahmen die beiden Filigrantechniker am Lenkrad im Q3 lange Anlauf. Buttons Reifensatz hatte am Start sieben Runden auf der Lauffläche, der von Perez fünf.

Perez hatte ohnehin schon Böses geahnt: "Der Kurs in Indien geht hauptsächlich auf die Vorderreifen. Da können wir unsere Stärke nicht ausspielen. Wir sind gut, wenn die Hinterreifen am Limit sind."

Nachdem der künftige McLaren-Pilot unfreiwillig auf einen Zweistoppstrategie umdisponieren musste, wurde er ungeduldig. Im Zweikampf mit Daniel Ricciardo fing er sich einen Platten hinten rechts ein. Auf der Runde mit drei Rädern nahm das Differential Schaden.

Force India: "Wir haben die besseren Fahrer"

Für Force India-Mann Szafnauer ist ganz klar, warum sein Team den Rivalen aus der Schweiz noch überholen wird. "Wir haben im Augenblick das schnellere Auto. Hülkenberg hat Perez auf der Strecke überholt. Und wir haben die besseren Fahrer." Nur ein Ziel werden Sauber und Force India vermutlich gemeinsam verfehlen. Platz fünf rückt in immer größere Ferne.

Dabei lädt Mercedes seine Verfolger gerade zu ein. Die dritte Nullrunde der Silberpfeile in Folge verstrich aus Sicht von Sauber wieder ungenutzt. Und Force India machte zu wenige Punkte gut. Die Inder müssten in drei Rennen schon 43 Zähler aufholen. Da versagt selbst der Optimismus von Szafnauer. "Das wird schwer. Wir konzentrieren uns auf Sauber."

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