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Force India-Wunder

Dritte Ausbaustufe erfolgreich gezündet

Adrian Sutil Force India Foto: Force India 34 Bilder

Das Schlusslicht der Formel 1 macht mobil. Auch die dritte Ausbaustufe des Force India VJM002 brachte einen echten Fortschritt. Adrian Sutil qualifizierte sich locker für Startplatz 12. Der Fortschritt von Force India blamiert manch großes Team.

23.08.2009 Michael Schmidt

Drei Mal hat Force India sein Auto modifiziert. Und alle drei Mal hielten die Rundenzeiten auf der Rennstrecke das, was die Daten versprachen. Sechs, sieben und fünf Zehntel hat die Truppe um Technikchef James Key jeweils gefunden. Von solchen Sprüngen können BMW, Renault und Ferrari nur träumen. Außer McLaren hat sich kein anderes Auto im Feld so gesteigert wie der VJM002.

"Gemessen an unserem Budget ist das ein Wahnsinn", stellt Geschäftsführer Ian Phillips fest. Force India gibt höchstens ein Viertel dessen aus, was die Top-Teams veranschlagen. Giancarlo Fisichella lobte den jüngsten Fortschritt: "Das Auto liegt wesentlich stabiler beim Bremsen." Sutil fügt hinzu: "Wir haben deutlich mehr Abtrieb. In Spa wird man den Effekt noch deutlicher sehen."

Schneller Adaption des Doppeldiffusors

In Valencia gab es Seitenkästen, die oben höher sind und unten einen stärkeren Einzug aufweisen, einen neuen Frontflügel und eine weitere Version des Diffusors. James Key erklärt, warum sein kleines Team den Doppeldiffusor früher verstanden hat als die Werksteams mit all ihrem Geld und Personal. "Wir hatten die Idee mit dem Doppeldecker bereits 2008, haben sie aber verworfen, weil wir Angst hatten, das wäre nicht legal. Als wir die ersten Diffusoren dieser Art gesehen haben, legten wir los. Wir hatten also schon ein Grundverständnis von dem, was wir da machten."

Die 280 Mitarbeiter starke Truppe ist so gut eingespielt, dass der neue Boden nach dem Abnicken des Designs in nur drei Wochen produziert wurde. Mit 280 Angestellten liegt man bereits heute auf einem Niveau, das die anderen bis Ende 2011 erreichen müssen. Auch die Zusammenarbeit mit McLaren-Mercedes trägt Früchte. "Sie liefern neben dem Motor auch das Getriebe und die Hydraulik. Das sind Komponenten, die leicht kaputtgehen können, wenn man sie selbst macht. Unsere gute Standfestigkeitsrate kommt nicht von ungefähr", lobt Key die Kooperation.

Neustart gut für kleine Teams

Auch Sutil lobt die Zusammenarbeit mit dem silbernen Technologie-Partner: "McLaren liefert uns die Antriebskomponenten, so dass wir uns ganz auf die Aerodynamik konzentrieren können. Wir sind jetzt nicht mehr so abgelenkt. Außerdem herrscht jetzt wieder kreatives Denken bei uns. Jeder kann seine Ideen einbringen."

Die neuen Regeln halfen mehr den kleinen Teams als den großen. Der Start vom weißen Blatt Papier erforderte Intuition und Erfahrung. Vielleicht waren die technikverliebten Top-Teams zu Computer-hörig. Key: "Wenn nur noch im Detail verbessert wird, sind die im Vorteil, die Geld und entsprechende Werkzeuge haben. Diesmal ging es um komplett neue Denkansätze. Da zählten gute Ideen und die Erfahrung." Force India gibt sich mit dem Erreichten nicht zufrieden. In Singapur folgt die dritte Ausbaustufe. Ian Phillips warnt. "Bis dahin wird unser Auto um 3,2 Sekunden schneller sein als zu Saisonbeginn."

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