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Force India zu leicht

Di Resta muss von hinten starten

Paul di Resta - Formel 1 - GP England - 28. Juni 2013 Foto: xpb 48 Bilder

Die Pechsträhne von Paul di Resta reißt nicht ab. In Monte Carlo und Montreal warf ihn falsches Timing seiner Strategen in die letzte Startgruppe zurück. Beim GP England wird der Schotte von ganz hinten starten müssen. Sein Force India war 1,5 Kilogramm zu leicht. Damit müssen alle Rundenzeiten gestrichen werden.

29.06.2013 Michael Schmidt

Paul di Resta galt auf seinem fünften Startplatz als der Geheimfavorit für den GP England. Doch die Freude währte nur drei Stunden und zehn Minuten. Dann flatterte Dokument Nr. 29 des Technischen Delegierten Jo Bauer bei Force India auf den Tisch. Das Auto mit der Startnummer 14 wurde nach der dritten Qualifikationsrunde inklusive Restbenzin im Tank mit 641,5 Kilogramm gewogen. Damit war das Mindestgewicht von 642 Kilogramm um 500 Gramm unterschritten. Nach der ersten Messung pumpten die FIA-Kommissare den kompletten Sprit aus dem Tank. Der zweite Gang auf die Waage ergab nur noch 640 Kilogramm.

Die Sportkommissare haben keinen Spielraum

Daraufhin wurde die Waage neu kalibriert. Dabei wurde ein Fehler von einem halben Kilogramm zugunsten von Force India festgestellt. Somit lag der Force India nach Abzug aller Störfaktoren 1,5 Kilogramm unter dem Mindestgewicht. Jo Bauer reichte den Regelverstoß gegen Paragraf 4.1. des Technischen Reglements an die Rennkommissare weiter.

Die haben nicht viel Spielraum bei ihrer Entscheidung. Wer in Q3 illegal war, steht automatisch im Verdacht, es auch in Q2 und Q1 gewesen zu sein. Die Regeln verlangen, dass das Auto zu jeder Zeit des Trainings über dem Mindestgewicht liegt. Demzufolge müssen di Resta alle Zeiten aberkannt werden. Er rückt damit ans Ende des Feldes. Sebastian Vettels Gegner wird das freuen. Fernando Alonso und Kimi Räikkönen gewinnen je einen Startplatz.

Force India kritisiert Messfehler

Force India brachte zu seiner Verteidigung hervor, dass den Kommissaren bei der Wiegeprozedur ein Fehler unterlaufen war. Paul di Resta wurde nicht zusammen mit dem Auto, sondern separat gewogen. Da die Waage bereits beim Wiegen des Autos einen Fehler von 0,5 Kilogramm zeigte, liegt der Verdacht nahe, dass auch di Resta falsch gewogen wurde.

"Wie wollen sie nachweisen, dass Paul so schwer ist, wie sie ihn gewogen haben. Wenn die Waage beim Auto den falschen Wert anzeigte, müsste sie es beim Fahrer auch getan haben", erklärte Teammanager Andy Stevenson. Gibt es da noch Hoffnung, dass die Schiedsrichter Gnade vor Recht ergehen lassen? Stevenson winkt ab: "Wenig. Wir sind nicht Red Bull. Vettel fährt im zweiten freien Training mit Regenreifen raus, obwohl das Training nicht als Regentraining deklariert war. Das ist ein klarer Regelverstoß, aber nichts ist passiert."

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