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Formel 1 ab 2014 in Russland

Welche Rennen fliegen aus dem Kalender?

Foto: dpa 26 Bilder

Der GP Russland soll ab 2014 für sieben Jahre auf dem neuen Stadtkurs von Sotschi ausgetragen werden. Da der Grand Prix-Kalender aber nicht über 20 Rennen wachsen darf, muss F1-Boss Bernie Ecclestone andere Rennen streichen. Wir sagen, welche Strecken bedroht sind.

15.10.2010 Tobias Grüner

Die Formel 1 zieht nach Russland. Ab 2014 werden in Sotschi am Schwarzen Meer die Motoren brüllen. Wie die russische Regierung mitgeteilt hat, konnte man sich mit F1-Boss Bernie Ecclestone auf einen Vertrag über sieben Jahre einigen. Damit wird der Expansionskurs der Königsklasse weitergeführt.

GP Singapur, GP Abu Dhabi, GP Korea, GP Indien...

In den vergangenen Jahren kamen immer wieder neue Rennen dazu, die zumeist weit vom europäischen "Kerngebiet" ausgetragen werden. 2008 wurde erstmals in Singapur gefahren, 2009 kam Abu Dhabi auf die Formel 1-Landkarte. In diesem Jahr spielt Südkorea die Rolle des Neulings.

In diesem Tempo geht es auch in Zukunft weiter. 2011 steht Indien das erste Mal auf dem Programm, 2012 soll die USA mit der geplanten Strecke im texanischen Austin in den Rennkalender aufgenommen werden. Wurden 2009 noch 17 Rennen ausgetragen, soll das Grand Prix-Jahr nun dauerhaft auf 20 Veranstaltungen ausgedehnt werden.

Mehr als 20 Rennen sind aber  weder von den Teams noch vorn Bernie Ecclestone erwünscht. Da die magische Zahl aber schon im kommenden Jahr erreicht ist und mit Austin und Sotschi bis 2014 noch zwei Rennen dazukommen, müssen andere Kandidaten um ihren Platz im Kalender zittern.

Türkei als erster Streichkandidat

Die Türkei ist wohl der erste Kandidat auf der Streichliste. Jahr für Jahr dreht die Formel 1 hier vor halbleeren Rängen ihre Runden. Wegen des dichten Verkehrs in Istanbul und der verhältnismäßig weiten Anreise ist das Rennen auch bei den Teams nicht besonders beliebt. Eine großen traditionellen Wert kann die Veranstaltung ebenfalls nicht vorweisen. Außerdem läuft der Vertrag mit Istanbul nach der Saison 2010 aus.

Für den GP China gilt das gleiche wie für das Rennen in der Türkei: keine Zuschauer und keine Tradition. Nur einem großen Scheck der Veranstalter an Bernie Ecclestone ist es zu verdanken, dass das Rennen bislang im Kalender blieb. Der Vertrag wurde zuletzt sogar noch einmal verlängert. Die Weltmacht China will auf ihr Formel 1-Rennen nicht verzichten. Auch die anderen Rennen in fernen und nahen Osten stehen dank großzügiger Subventionen nicht auf der Streichliste.

Europas Traditionsrennen auf der Kippe

Ecclestone bleibt wohl nichts anderes übrig, als die Traditionsrennen in Europa anzugehen. Am ehesten steht dabei der GP Belgien auf der Kippe. Trotz großer Historie und der spektakulären Strecke in Spa ist das Rennen für die Formel 1-Vermarkter nicht besonders lukrativ. Auch die Veranstalter sind nicht glücklich. Obwohl die Belgier nur einen Bruchteil von dem bezahlen, was Russland, Abu Dhabi und Singapur auf den Tisch legen, stand in dieser Saison unter dem Strich sogar ein leichter Verlust.

Auch der Grand Prix von Deutschland ist für Bernie Ecclestone kein großes Geschäft mehr. Nur durch große Zugeständnisse des Formel 1-Vermarkters konnten die jährlich abwechselnden Rennen in Hockenheim und am Nürburgring  im Kalender gehalten werden. Allerdings ist Deutschland nach Russland der zweitgrößte Automarkt Europas und für die Hersteller sehr wichtig.

GP Ungarn bedroht? Oder Barcelona auf der Streichliste?

Ebenfalls von der Absage bedroht ist das Rennen in Ungarn, das finanziell auch nicht mit der neuen Konkurrenz aus Fernost konkurrieren kann. Nachdem mit Russland nun ein zweites ehemaliges Ostblockland auf die Formel 1-Landkarte kommt, könnte Ecclestone nun eher auf das Rennen in Budapest verzichten. Allerdings war der F1-Zampano immer schon ein Fan des Ungarn-Rennens, das in diesem Jahr bereits zum 25. Mal ausgetragen wurde.

In Japan kam zuletzt ein neues Gerücht auf. Danach soll Barcelona auf der Kippe stehen. Mit Valencia und Barcelona ist Spanien aktuell das einzige Land, das gleich zwei GP-Rennen pro Jahr austragen darf. Schon ab 2011 könnte damit Schluss sein, wenn man dem Fahrerlager-Funk glauben darf.

GP-Anwärter stehen bei Ecclestone auf der Matte

Bis 2014 muss Ecclestone auf jeden Fall zunächst zwei Rennen streichen, um Platz für Austin und Sotschi zu schaffen. Vielleicht reicht das aber noch nicht. Neben Monza würden die Italiener gerne noch ein Stadtrennen in Rom austragen. Vor den Toren von Sofia plant Bulgarien eine eigene Formel 1-Strecke. Und auch aus Südafrika hört man Bemühungen, die Königsklasse anzulocken.

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