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Formel 1: Analyse Bahrain Training 1

Was ist die Sutil-Zeit wirklich wert?

Adrian Sutil Foto: xpb.cc 51 Bilder

Adrian Sutil holte sich die erste Bestzeit des Jahres. Doch was ist sie wert? Das Fahrerlager rätselt noch. Mercedes GP und Red Bull klagten nach den ersten 90 Minuten Training noch über Probleme. Und die Fahrer kritisierten den neuen Streckenteil.

12.03.2010 Michael Schmidt

Das erste Training in Bahrain ließ alle Fragen offen, die sich nach den Testfahrten noch stellten. Adrian Sutils Bestzeit ist zwar noch kein Fingerzeig dafür, dass sich eine Sensation anbahnt, doch die Force India sind in Bahrain schnell unterwegs. Sutil gelangen drei 1.56er Rundenzeiten am Stück. Force India-Vitantonio Liuzzi drehte insgesamt fünf Runden von 1.57 Minuten. "Selbst, wenn sie 20 Kilogramm Sprit an Bord hatten, sind das gute Rundenzeiten", lobte Red Bull-Berater Helmut Marko.

Formel 1: Probleme bei den Top-Teams

Red Bull war nach dem ersten Training noch nicht zufrieden. Sebastian Vettel zog sich früh einen Bremsplatten zu, der ihn den Rest des Trainings behinderte. Platz 13 für den Vize-Weltmeister. Mark Webber kam noch gar nicht zum Feintuning seines Setups. Der Australier landete auf Platz neun.
 
Lange Gesichter auch bei Mercedes. Die Fahrer klagten über Untersteuern. Ein Problem, das sie auch schon bei den Testfahrten verfolgte. Noch hat sich das neue Aerodynamikpaket nicht ausgezahlt. Es beinhaltet einen neuen Diffusor, neue Leitbleche vor den Seitenkästen und Vorhänge an der Unterseite der Nase, so wie sie auch Renault hat. Nico Rosberg und Michael Schumacher belegten die Plätze acht und zehn.

Die Reifen werden in Bahrain besonders beansprucht
 
Trotz der langen Winterpause nahmen die Fahrer nur zögerlich das Training auf. Der Grund lag im hohen Reifenverschleiß. Die Hinterreifen leiden in Bahrain besonders stark, weil gleich sechs Mal aus niedriger Geschwindigkeit beschleunigt wird. "Viel mehr Runden hätten wir nicht fahren können", erklärte Teamchef Franz Tost. "Die Hinterreifen waren am Ende. Die grüne Strecke hat ihnen das Leben nicht gerade leichter gemacht."
 
Während die Top Ten mit moderaten Spritmengen unterwegs waren, begann Sauber sein Programm mit vollen Tanks. Pedro de la Rosa und Kamui Kobayashi knackten nicht einmal die Zweiminutenmarke. Die Lotus-Fahrer und Timo Glock im Virgin lagen über sieben Sekunden hinter der Bestzeit. Während Glock wegen eines Kupplungsschadens erst zum Schluss zum Fahren kam, drehten Jarno Trulli und Heikki Kovalainen brav 36 Runden. Technikchef Mike Gascoyne zeigte sich dennoch zufrieden: "Wir waren mit ordentlich Sprit unterwegs und haben neue Aerodynamikteile ausprobiert, die über Nacht gekommen sind."

Die ersten Meter für Hispania Racing
 
Die beste Nachricht bei den Neulingen kam aber von Hispania Racing. 20 Minuten vor dem Ende des Trainings konnte Bruno Senna die ersten Kilometer im neuen Auto zurücklegen. Der Brasilianer brachte zusammen mit Teamkollege Karun Chandhok immerhin drei Runden zustande.
 
Kritik erntete der neue Streckenteil. "Langweilig, sehr wellig", klagte Rosberg. "Die erste schnelle Rechtskurve geht ja noch, aber der Rest ist wie Einparken", spottet Vettel. Trotzdem beeinflussen die 887 Meter extra Strecke die Abstimmung des Autos. Die Flügel werden eine Stufe steiler gestellt als auf dem alten Kurs.

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