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Formel 1: Trainingsanalyse GP Bahrain

Wie gut sind Mercedes, Ferrari und Co.?

Felipe Massa Foto: xpb 51 Bilder

Einen Tag bevor die erste Qualifikation Antwort auf alle Fragen gibt, rätselt das Formel 1-Volk: Wie gut sind die Autos der vier Top-Teams? Die Experten kamen auf einen gemeinsamen Nenner: Es wird eine ganz enge Kiste.

12.03.2010 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Unter den Top Ten des ersten Trainingstages lagen sieben der acht Top-Favoriten. Nur Mark Webber rangiert weit abgeschlagen auf Rang 17. Das hatte einen technischen Grund. Eine Antriebswelle verlor Fett. Webber blieb aus Sicherheitsgründen die meiste Zeit in der Box. Da auch Sebastian Vettel mit Bremsproblemen viel Zeit verlor, setzte sich die Serie der Defekte fort, die Red Bull schon bei den Testfahrten immer wieder aus dem Fahrplan brachten.

Mercedes GP noch nicht zufrieden

Am Nachmittag bestimmten die Mercedes GP das Tempo. Das neue Aerodynamikpaket brachte einen Fortschritt, doch laut Ross Brawn noch nicht den, den die Ingenieure prognostiziert hatten. "wir sind noch ein bisschen von seiner Marschtabelle weg." Der Trainingsschnellste Nico Rosberg dokumentierte, dass er Michael Schumacher das Leben schwer machen wird.
 
Schon bei den Testfahrten fühlte sich Rosberg im Auto wohler als sein berühmter Teamkollege. Der sieht sich selbst noch ein bisschen "eingerostet", wenn es darum geht, eine schnelle Runde auf Abruf zu drehen. Rosberg bezeichnete das neue Technikpaket als Fortschritt, "aber da muss schon noch etwas kommen." Der Deutsche war auf den beiden Reifentypen fast gleich schnell. Mit den harten Gummis kam er auf 1.55,555 Minuten, mit den weichen auf 1.55,409 Minuten.

Duell zwischen Hamilton und Button

McLaren-Chef Martin Whitmarsh sieht in der Bestzeit der Mercedes GP-Autos noch keinen Grund zur Sorge: "Unterschiedliche Teams haben zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Programme gefahren. Irgendwann musste jeder mal ausprobieren, wie die beiden Reifentypen mit 50 Kilogramm Sprit an Bord reagieren. Und wenn dann noch Zeit blieb, hat man mit weniger Sprit eine schnelle Runde probiert." Wichtig für Whitmarsh: "Unsere Jungs fühlten sich bei ihrem Longrun mit den weichen Reifen wohl. Das kann im Rennen ein Faktor sein."
 
Hamilton und Button lieferten sich ein enges Duell. Dabei lag der amtierende Weltmeister im Vergleich zu Hamilton immer innerhalb von zwei Zehntelsekunden. Auch Nick Heidfeld wunderte sich: "Jenson hat mich überrascht. Wenn er schon auf eine Runde so stark ist, wird er im Rennen für Lewis ein noch härterer Gegner sein."

In den Dauerläufen hat Ferrari die Nase vorn
 
Aus dem Ferrari-Lager hörte man, dass die Hinterreifen auch nach einer längeren Distanz noch gut in Schuss waren. Das konnte nicht jeder von sich sagen. Fernando Alonso und Felipe Massa verzichteten am Nachmittag komplett auf Runden mit wenig Sprit an Bord. Am Morgen hatte Alonso die zweitschnellste Runde hinter Adrian Sutil markiert. Die Dauerläufe sahen Ferrari klar in Front. Alonso und Massa fuhren im Schnitt um eine Sekunde pro Runde schneller als die direkte Konkurrenz. Red Bull lag trotz der technischen Probleme auf Platz zwei, McLaren und MercedesGP teilten sich Rang drei.
 
Alonso pflichtet Sebastian Vettel bei: "Von den ersten vier Teams kann jeder auf die Pole Position fahren. Und wenn es eine Überraschung von außen gibt, dann kommt sie von Force India. Dieses Auto scheint auch dieses Jahr auf diesem Typ Rennstrecke gut zu funktionieren."
 
Entscheidend für ein gutes Rennergebnis ist das Qualifying. Durch das Tankverbot vielleicht sogar noch mehr als früher. Die Sache wird allerdings dadurch erschwert, dass die ersten zehn Piloten mit den Qualifying-Reifen auch das Rennen starten müssen. Sportchef Norbert Haug hat schon die ideale Taktik zum Sieg. "Man fährt mit den schnelleren weichen Reifen auf die Pole Position. Im Rennen fährt man zunächst einen kürzeren ersten Stint als die Konkurrenten und wechselt dann auf die harten Reifen." Um als Erster die Ziellinie zu kreuzen, muss man beim Stopp nur darauf achten, nicht zu weit ins Feld zu fallen. Es bleibt also spannend.

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