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Formel 1-Ausstieg

Toyota-Ausstieg Ende der Woche?

Toyota Foto: dpa 25 Bilder

Um 10 Uhr gab BMW am Mittwoch (29.7.) offiziell seinen Rücktritt aus der Formel 1 bekannt. Der nächste Aussteiger soll Toyota sein. Experten rechnen mit einer Bekanntgabe noch vor Ende der Woche.

29.07.2009 Michael Schmidt

Zwei Teams konnten oder wollten am vergangenen Wochenende das Concorde-Abkommen nicht unterschreiben. BMW und Toyota richteten Bernie Ecclestone aus, dass sie erst Mitte der Woche dazu bereit wären. 

Bei Toyota tagt in dieser Woche der Vorstand

Bei BMW weiß man jetzt, warum die Unterschrift hinausgezögert wurde. Obwohl Sportchef Mario Theissen nicht wissen konnte, was der Vorstand in München bei seiner gestrigen Sitzung entscheiden würde, so wusste er doch, dass es eine Sitzung geben würde, und das er erst das Ergebnis abwarten musste, um grünes Licht für das Concorde-Abkommen geben zu können. Vorstandschef Norbert Reithofer und seine Kollegen stellten die Ampel jedoch auf Rot.

Wenn wir kein Rennen gewinnen, haben wir keine Zukunft

 
Auch bei Toyota tagt diese Woche der Vorstand, und auch da soll der Motorsport auf den Prüfstand kommen. Über den Ausstieg der Japaner wird bereits seit einem Jahr spekuliert. Es geht die Geschichte um, dass Toyota sich bereits Ende letzten Jahres zurückziehen wollte, davon aber abließ, weil ihnen Mitbewerber Honda zuvorgekommen war. Die Teamchef John Howett und Tadashi Yamashina bekamen jedoch von Tokio den Auftrag, in dieser Saison den ersten GP-Sieg abzuliefern. Bei realistischer Einschätzung der Dinge wird Toyota das in diesem Jahr nicht mehr gelingen. John Howett hatte beim ersten Auftritt des neuen TF1.09 in Portimao erklärt: "Wenn wir dieses Jahr kein Rennen gewinnen, haben wir keine Zukunft."

Nachfolger für Toyota gibt es nicht

 
Wie bei BMW werden auch bei Toyota die schlechten sportlichen Ergebnisse der Auslöser sein. Begründet wird der Schritt da wie dort mit politischen Halbwahrheiten. Der Konzern wolle sich neu ausrichten, nachhaltig positionieren, in Umwelttechnologien und Serientechnik investieren. Wir haben die gleichen Sprüche noch von Honda im Ohr. Während bei BMW die Möglichkeit besteht, das Team an Peter Sauber zurückzugeben, ist es bei Toyota schwieriger einen Nachfolger zu finden. Es gibt nämlich keinen Vorgänger. Und für einen Außenstehenden sind weder der Standort Köln noch die deutschen Arbeitsgesetze sonderlich attraktiv.

Auch Renault könnte seinen Ausstieg bekannt geben

 
Der Automobilweltverbabd fürchtet nach dem Rückzug von BMW eine Lawine. Mit BMW ist vielleicht nur der erste Dominostein gefallen. Toyota soll der nächste, Renault möglicherweise der übernächste sein. Damit bekommt FIA-Präsident Max Mosley nachträglich Recht, wenn er stereotyp warnte: "Hersteller kommen und gehen, wann es ihnen passt. Wir können uns nicht auf sie verlassen. Deshalb müssen wir die Formel  so aufstellen, dass sie für Privatteams finanzierbar bleibt." Es ist im Zuge der jüngsten Ereignisse gut vorstellbar, dass die FIA ihre Zustimmung zu dem Sparplan der FOTA-Teams noch einmal überdenkt und vielleicht doch auf ihr Budgetlimit von 40 Millionen Pfund (45 Millionen Euro) pocht. Ein Peter Sauber würde es dem Verband danken. Flavio Briatore von Renault auch, wenn er den Rennstall übernehmen will. Mosleys größter Gegner, die Teamvereinigung FOTA, ist nach dem Rückzug von BMW nicht nur bloßgestellt, sondern auch entscheidend geschwächt. Sollte auch Toyota den Stecker ziehen, ist die FOTA beerdigt. FOTA-Vizepräsident John Howett wird dann einige unangenehme Fragen beantworten müssen. Zum Beispiel die, wie er den anderen Teams vorgaukeln konnte, dass sich die Hersteller bis 2012 für die Formel 1 verpflichten.

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