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Formel 1: Horror-Unfall von Sebastien Buemi

Buemis kuriose Schrecksekunde

Formel 1 China Freies Training Foto: xpb.cc 54 Bilder

Es passierte bei rund 250 km/h. Sebastien Buemi stieg am Ende der langen Geraden von Shanghai in die Bremse, als wie im Comic rechts und links beide Vorderräder wegklappten. Der Radträger rechts vorne führte zu dem Horrorunfall.

16.04.2010 Michael Schmidt

Sebastien Buemi war nur noch Passagier. Als er im ersten Training zum GP China aus 310 km/h am Ende der langen Geraden die Haarnadelkurve anbremsen, flogen ihm beide Vorderräder um die Ohren. Zu dem Zeitpunkt hatte sein ToroRosso noch rund 250 km/h auf der Uhr. Seiner Vorderräder beraubt, schlug das Auto im spitzen Winkel links in die Leitplanke war. Buemi versuchte zwar noch zu lenken, doch da gab es nichts mehr am Auto, was die Richtung hätte ändern können.

Der Schweizer blieb cool: "Alles halb so wild. Ich versuchte noch zu lenken, als ich merkte: Da fehlen ja beide Vorderräder."

Radträger ist die Ursache gewesen

Die Beinahe-Katastrophe löste eine Fraktur des rechten vorderen Radträgers aus. Das Teil brach in der oberen Hälfte, dort wo die Radseile angebracht sind. Der untere Teil samt Rad flog davon. Die einseitige Torsionselastung bei der Vollbremsung brachte in der gleichen Zehntelsekunde auch den gegenüberliegenden Radträger zum Kollabieren. Über die Ursache des Defekts wird noch gerätselt. "Wir vermuten ein Materialproblem", erzählte Teamchef Franz Tost. "Beide Radträger waren brandneu. Sie wurden vor dem Training eingebaut."

Toro Rosso wechselt wieder auf das alte Material

Seit diesem Jahr schreibt das Reglement ein neues Material für Radträger vor. Faserverstärkte Metalle sind aus Kostengründen verboten. Deshalb hatte ToroRosso auf Aluminium gewechselt.
In Shanghai war auf eine neue Sorte von Aluminium gewechselt worden. Steifer, leichter, aber auch spröder. Um eine Wiederholung des Vorfalls auszuschließen, ging ToroRosso auf den früheren Aluminiumtyp zurück, der bei den ersten drei Rennen klaglos seinen Dienst verrichtet hat.

Wäre die Unfallursache im Dunklen geblieben, hätte der Rennstall aus Faenza möglicherweise ein Problem bekommen. Die FIA hätte dann überlegen lassen, ob man ToroRosso am Rest des Wochenendes hätte starten lassen. Ein ungeklärter Fall hätte nicht nur die Piloten einer Gefahr ausgesetzt. Auch die Zuschauer standen in der Schusslinie. Der Kameramann in Kurve 14 konnte in letzter Sekunde vor dem heranfliegenden Rad abtauchen.

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