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Formel 1-Concept zum Cockpitschutz

Ist halboffene Kanzel die Lösung?

Ferrari - Semi Closed Canopy - Cockpit-Protection - Concept - Wekoworks - F1 - 2015 Foto: WEKOWORKS 22 Bilder

Wie sieht die ideale Lösung für einen verbesserten Cockpit-Schutz aus? Das slowakische Designstudio Wekoworks hat sich eigene Gedanken gemacht. Wir zeigen Ihnen die ersten Bilder des Semi Closed Canopy Concept 2030 im Ferrari-Design.

11.11.2015 Tobias Grüner

Bei der FIA machen sich die Spezialisten schon seit einigen Jahren Gedanken, wie man Formel 1-Piloten in offenen Rennwagen besser gegen herumfliegende Objekte schützen kann. Die Kanzel-Lösung - wie bei einem Düsenjäger - wurde zuletzt komplett verworfen. Tests haben zwar gezeigt, dass sie bei einem Aufprall guten Schutz bietet, im Falle eines Feuers oder eines Überschlags haben die FIA-Ingenieure aber Bedenken wegen der komplizierten Bergung des Piloten.

Halboffene Kanzel für besseren Cockpitschutz in der Formel 1

Deshalb werden aktuell Lösungen mit Rohrrahmen-Konstruktionen favorisiert. Bei den verschiedenen Varianten, die aktuell in den FIA-Labors getestet werden, ragen die Verstrebungen teilweise über das Cockpit hinaus bis zur Airbox. Teilweise sind die Schutzvorrichtungen nur vor dem Helm des Piloten aufgebaut. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Sie beeinträchtigen die Sicht nach vorne.

Das wollte Matus Prochaczka unbedingt vermeiden. Mit seinem Concept einer halboffenen Cockpitkanzel hat er eine Kompromisslösung gefunden, die das Beste aus den zwei Welten verbinden soll. "90 Prozent der fliegenden Objekte kommen von vorne. Deshalb muss man auch nur diesen Bereich schützen", erklärt der Slowakische Designer den Hintergedanken seiner Idee.

Er hat einem Formel 1-Auto ein transparentes Schutzschild aus Polycarbonat mit einem Metall-verstärkten Rahmen verpasst, durch das der Pilot ungehindert nach vorne schauen kann. "Bei einem Überschlag oder Crash in einen Zaun kann der Fahrer immer noch selbst aussteigen. Außerdem gehört das offene Cockpit zur DNA eines Formel-1-Autos", betont Prochaczka.

Design geht vor Funktion

Die genaue Form und die Materialstärke der Kanzel müssen natürlich noch getestet und angepasst werden, erklärt der Künstler vom Designstudio >> Wekoworks. Der Rest des Autos ist sogar noch weiter von der Realität entfernt. Passend zur halboffenen Kuppel wirken die kantigen Formen futuristisch und aggressiv. Mit einem F1-Renner des Jahrgangs 2015 hat die Studie kaum noch etwas zu tun.

Auf aerodyamische Funktionen habe er bei der Gestaltung keine große Rücksicht genommen, gibt Prochaczka zu. Es sei ihm vor allem darum gegangen, einen neuen Look zu kreieren. "Das Concept wurde nicht aus Sicht eines Ingenieurs entworfen, es ist vielmehr der Traum eines Designers. Das Auto soll von der Form her einfach etwas schöner sein als die aktuellen Modelle."

In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen das "Semi Closed Canopy Concept 2030" im Ferrari-Design - mit Sebastian Vettel am Steuer - aus allen Perspektiven.

Was halten Sie von dem Entwurf? Welche Elemente könnte die Formel 1 übernehmen? Was ist nicht so gelungen? Und vor allem: Ist die halboffene Cockpit-Kanzel wirklich eine gute Lösung?

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