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Formel 1-Countdown - Renault

Vom Werksteam zum Semi-Privatteam

Robert Kubica Foto: xpb.cc 19 Bilder

Renault startet 2010 nach der Krise neu durch, allerdings in neuer Konstellation. 75 Prozent des ehemaligen Werksteams gehören nun der Investmentfirma Genii Capitals. Wir sagen Ihnen, auf welchem Stand die Franzosen im Vergleich zur Konkurrenz stehen.

03.03.2010

Trotz der Wandlung vom Werksteam zum Privatteam ist dem Mehrheitsaktionär Gérard Lopez von Genii Capitals wichtig, das Niveau weiterhin hoch zu halten. "Bei uns arbeiten 480 Leute. Das zeigt, dass wir es ernst meinen", sagt Lopez, der sich mit seiner Sportmanagement-Firma Gravity auch für Nachwuchsrennfahrer engagiert. Neuer Teamchef ist Eric Boullier, ein Vertrauter von Lopez, der Bob Bell ablöst. Der Engländer, der nach dem Abtritt von Flavio Briatore das Team leitete, bleibt dem Rennstall als Geschäftsführer erhalten.

Renault R30 nicht schöner als sein Vorgänger

Zwar lässt Renault mit neuem Personal die Crashgate-Affäre hinter sich, allerdings hat die Beteiligung von Lopez nicht nur positive Auswirkungen. Das Budget wurde im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent gekürzt. Und noch fehlen große Sponsorennamen auf dem schwarz-gelb lackierten Renault, der an die glorreiche Turbo-Zeit der späten siebziger Jahre erinnern soll.

Einen Schönheitspreis gewinnt er ohnehin nicht. Der Renault R30 weicht stark von der Philosophie der anderen Autos ab. Er ist das kürzeste Auto im Feld. Der Tank ist dank des sparsamen Renault V8 kleiner als bei der Konkurrenz. Renault baut in die Breite statt in die Länge. Vor allem die Frontpartie des R30 wirkt pummelig und hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht bemerkenswert verändert. Ob das neue Design des Heckflügels, der nur an einer einzigen massiven Strebe gehalten wird und in ein Wellenprofil übergeht, der Clou ist, bleibt abzuwarten. Den echten R30 soll es sowieso erst beim GP Kanada im Juni geben. Die Renault-Konstrukteure haben das Auto so flexibel wie möglich konzipiert, um reagieren zu können.

In Barcelona war Renault bei den Testfahrten abgeschlagen

Das müssen sie auch. Denn bei den letzten Testfahrten vor Saisonbeginn in Barcelona war Renault nicht bei der Musik. Während es in Jerez noch einigermaßen gut lief und Robert Kubica am letzten Testtag sogar auf Platz zwei in der Zeitenliste zu finden war, verloren die Franzosen beim Finale in Barcelona wieder den Anschluss. Auf die Bestzeit von McLaren fehlten immerhin zwei Sekunden über alle Testtage hinweg gesehen.
 
Da hilft selbst die Erfahrung eines Robert Kubicas nichts. Zumal nicht der Pole die schnellste Zeit in Barcelona aufs Parkett legte, sondern sein russischer Teamkollege Vitaly Petrov am dritten Testtag. "Ich konzentriere mich auf mich selbst. Die ersten Testfahrten sagen gar nichts. Du machst dich nur verrückt, wenn du die Zeiten der anderen vergleichst", meint Kubica.

Formel-1-Neuling Petrov wird im Vergleich zu Kubica von vielen als Finanzier gesehen, zahlt doch sein Vater für das Formel-1-Engagement. Vor allem soll der Russe dem französischen Autobauer einen neuen Markt eröffnen. Komplett talentfrei ist er nebenbei auch nicht, immerhin schloss er die GP2 Serie 2009 als Zweiter in der Meisterschaft ab.
 
Prognose: "Renault kommt im Vergleich zu den anderen Top-Teams von der schlechtesten Position", weiß auch Kubica. "Deshalb müssen wir zwei Schritte machen, wenn die anderen einen tun." Damit sieht der Pole die Situation realistisch. Renault kann als einstiges Top-Team zwar sicher für Highlights sorgen, aber in Bahrain wird das noch nicht der Fall sein. Interessant bleibt, wie schnell die neuformierte Renault-Mannschaft in der Saison reagieren kann und welche Entwicklungsstufen noch in der Hinterhand sind.

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