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Formel 1: Crashgate-Affäre

Briatore und Symonds einigen sich mit FIA

Symonds & Briatore Foto: Renault F1 56 Bilder

Nachdem ein Pariser Zivilgericht die lebenslange Sperre für Flavio Briatore für unzulässig erklärt hatte, wollte die FIA eigentlich in Berufung gehen. Nun hat man das Kriegsbeil begraben. Briatore und Symonds dürfen ab 2013 wieder in der Formel 1 mitmischen.

12.04.2010

Flavio Briatore hat an seinem 60. Geburtstag den Streit mit dem Automobil-Weltverband FIA beigelegt und darf im Jahr 2013 in die Formel 1 zurückkehren. Die FIA hob am Montag (12.4.) die unbefristete Sperre gegen den früheren Renault-Teamchef wegen dessen Beteiligung am Unfall-Skandal von Singapur auf. Der Verband hatte den Italiener verurteilt, weil er 2008 den damaligen Renault-Piloten Nelson Piquet jr. zu einem absichtlichen Crash angestiftet haben soll.

Briatore und Symonds dürfen ab 2013 wieder in der Formel 1 mitmischen

Ein französisches Gericht hatte den lebenslangen Bann jedoch zu Jahresbeginn für ungültig befunden. Im Zuge der Einigung mit Briatore und dem früheren Renault-Chefingenieur Pat Symonds verzichtet die FIA auch auf die angekündigte Berufung. Beide hätten Verantwortung für den fingierten Unfall übernommen, ihre Rolle bedauert und um Entschuldigung gebeten, teilte der Verband mit.

Briatore und Symonds dürfen nun bis Ende 2012 keine verantwortliche Position in der Königsklasse übernehmen. Bis Ende kommenden Jahres bleiben sie auch von allen anderen Rennserien der FIA ausgeschlossen. Ihre Anwälte hatten der FIA den Deal vorgeschlagen. Das Duo will nun auch alle rechtlichen Bemühungen um Schadenersatz einstellen. "Damit beenden wir diese Affäre", erklärte der Weltverband.

Briatore erklärte in einem eigenen Statement, dass die Einigung keineswegs ein Schuldeingeständnis sei. Er akzeptiere lediglich, dass er als Teamchef von Renault einen Teil der Verantwortung für die Ereignisse beim Singapur Grand Prix tragen muss. Eine persönliche Schuld sieht Briatore noch immer nicht ein, weshalb er auch die Urteilsbegründung durch die FIA nicht nachvollziehen kann.

FIA kündigt Strukturreformen an

Nach seinem Rauswurf bei Renault im Juli 2009 hatte Rennfahrer Piquet Jr. der FIA den absichtlichen Crash gestanden. Beim ersten Nachtrennen der Formel-1-Geschichte war der Brasilianer in eine Mauer gefahren und hatte so eine Safety-Car-Phase provoziert, die seinem damaligen Teamgefährten Fernando Alonso zum Sieg verhalf.

Briatore wies die Vorwürfe lange Zeit zurück, wurde jedoch von der FIA als Drahtzieher verurteilt. Ein Pariser Gericht monierte allerdings Formfehler, zumal der frühere FIA-Chef Max Mosley zugleich als Kläger und Richter aufgetreten sei. Dies zeige ein "ungenügendes Verständnis der sportrechtlichen Verfahrensweise des Welt-Motorsportrats", rügte die FIA nun in ihrer Mitteilung. Dennoch kündigte der Verband eine Strukturreform an, um bei künftigen Verfahren "Missverständnisse zu vermeiden".

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