Die Saison 2009 hat wieder einmal bewiesen, wie sicher moderne Formel 1-Autos heute sind. Egal mit welcher Geschwindigkeit, in welchem Winkel und gegen welche Art von Hindernis - die Autos haben noch jede Belastungsprobe bestanden. Dabei wurde in diesem Jahr nicht nur das Carbon-Monocoque im Selbstversuch auf seine Belastungsgrenzen geprüft.
Der gefährlichste Crash: Felipe Massa - GP Ungarn
Als Felipe Massa in Budapest von einer 800 Gramm schweren Feder über dem linken Auge getroffen wurde, hatte er zum Glück seinen Helm und seinen Schutzengel dabei. Massa war zum Zeitpunkt der Kollision mit dem Flugobjekt 240 km/h schnell. Bewusstlos schlug der Ferrari-Pilot anschließend mit 100 km/h in die Reifenstapel.
Nach dreitägigem Koma wachte der Brasilianer in der Klinik auf und hatte "nur" Knochenabsplitterungen und eine schwere Schädelprellung zu beklagen. Wäre die Feder aus dem Auto von Rubens Barrichello nur wenige Zentimeter tiefer eingeschlagen, wären die Konsequenzen umso schlimmer ausgefallen.
Die meisten Crashs: GP Japan
In Suzuka konnten die Fans eine wahre Crashparade bewundern. Den Abflug mit den schlimmsten Konsequenzen legte Timo Glock hin, als er in der Zielkurve in die Reifenstapel abbog. Mit einem gestauchten Wirbel musste der Toyota-Pilot die letzten zwei Rennen aussetzen. Neben Glock crashten im Laufe des Wochenende auch Mark Webber, Heikki Kovalainen, Sebastien Buemi (2x) und Jaime Alguersuari (2x). Vor allem die Degner-Kurven wurden den Toro Rosso-Youngstern zum Verhängnis.
Der spektakulärste Crash: GP Spanien
Beim Start zum Grand Prix von Spanien entwickelte sich eine spektakuläre Massenkollision. Jarno Trulli kam in der zweiten Kurve außen auf den Randstein und torpedierte Adrian Sutil. Mit Sebastien Buemi und Sebastien Bourdais wurden auch die beiden Toro Rosso in den Crash mit hereingezogen und mussten nach nur wenigen Metern aufgeben.
Der lustigste Crash: Romain Grosjean - GP Singapur
Als Romain Grosjean im ersten Training zum Grand Prix innen in die Mauer abbog, konnten sich die Beobachter ein Schmunzeln nicht verhindern. Der Franzose legte dabei eine fast perfekte Kopie des inszenierten Unfalls von Nelson Piquet hin. Sogar die Kurve war identisch mit dem Skandalcrash, der zwölf Monate zuvor die Safety-Car-Phase auslöste, die dann Fernando Alonso zum Sieg verhalf.
Der schnellste Crash: Jaime Alguersuari - GP Japan
Nach seinem Crash im Training zerstörte Jaime Alguersuari auch im Rennen von Suzuka seinen Toro Rosso. Bei knapp 300 km/h verlor der Spanier in der schnellen 130R-Kurve die Kontrolle über sein Auto, durchschlug eine Styropor-Tafel und schlug in die Reifen ein. Der Youngster wurde zur Vorsicht mit dem Krankenwagen ins Medical Center gefahren, konnte nach einem kurzen Check aber wieder zurück ins Fahrerlager.





