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Formel 1: Deutsche F1-Piloten in der Türkei

Lange Gesichter bei Team Deutschland

Sebastian Vettel Foto: xpb.cc 26 Bilder

Egal welchem deutschen Fahrer man am Samstag nach dem Qualifying im Fahrerlager begegnete, alle hatten sie eher ein gequältes Lächeln auf den Lippen. Weder bei Sebastian Vettel noch bei den anderen lief es richtig rund.

29.05.2010

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel wurde schon wieder ein Opfer der Technik. Im Top Ten-Finale brach im Heck seines Red Bull der Stabilisator. Folge: Beim Bremsen blockierte in Linkskurven das kurveninnere Rad. "Die ersten zwei K.O.-Runden hatte ich keinerlei Probleme", blickt Vettel zurück. "Das Auto hat nach dem Chassiswechsel wieder so funktioniert, wie ich es gewohnt bin. Dann passiert es gleich im ersten Versuch. Nach zwei Sektoren hatte ich meine bis dahin beste Zeit schon um fünf Zehntel unterboten, als beim Anbremsen von Kurve 12 links vorne das Rad blockierte. Normalerweise kein Problem. Aber das Rad bekam erst wieder Bodenkontakt als ich um die Kurve rum war und in die nächste einlenkte. Das gleiche Spiel in Kurve 14. Trotz der Probleme hat es noch zu einer ganz guten Zeit gereicht."
 

Noch hatte Vettel einen allerletzten Versuch. Nur um in der ersten Kurve das gleiche zu erleben, was ihm schon bekannt vor kam. "Das Auto wollte einfach nicht langsamer werden und fuhr einfach geradeaus." Vettel brach den Versuch ab und musste sich mit Startplatz drei zufrieden geben. Am Ende war er sogar noch froh, dass er nicht noch weiter abrutschte: "Button kam ziemlich nah an mich heran. Zum Glück steht er hinter mir, und zum Glück startet er von der schmutzigen Spur." Da liegt die Hoffnung für den Rennstart. Auch der zweite McLaren mit Lewis Hamilton im Cockpit muss von der schmutzigen Spur aus beschleunigen. So könnte der Deutsche einen Platz gewinnen. "Im Rennen wird es sonst sehr schwer", bedauert er mit einem Blick in die Topspeed-Liste. Die McLaren sind sechs km/h schneller als die Red Bull.

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg geht beim GP Türkei von Startplatz 17 aus ins Rennen. Der Williams-Pilot gab sich fatalistisch: "Wir sind überall zu langsam. Mehr ist mit diesem Auto auf diesem Typ Strecke eben nicht drin." Das Williams nach dem Monaco-Crashfestival wieder mit den alten Frontflügeln antreten musste, ist laut Hülkenberg kein Grund für das enttäuschende Trainingsergebnis: "Mit dem neuen Frontflügel wären wir vielleicht ein, zwei Zehntel schneller gewesen." Und wie kann Williams dieses Problem lösen: "Wir brauchen mehr Aerodynamik und mehr Power." Der große Gegner der Williams sind die ToroRosso. "Ich fürchte, die werden im Rennen stärker als wir sein", unkt Hülkenberg. "Diese Saison hat gezeigt, dass wir im Rennen im Vergleich zur Qualifikation meistens schwächer dastehen."

Timo Glock:

In Qualifying-Abschnitt 1 war für Timo Glock Schluss. Daran hat er sich mittlerweile wohl schon gewöhnt. "Heute hätte vielleicht die Möglichkeit bestanden, das Lotus-Duo zu splitten, aber ich habe einen kleinen Fehler mit dem letzten Reifensatz gemacht und sie im Verkehr nicht auf Temperatur gebracht."
 
Gestern sah es noch gar nicht danach aus, als könne Glock den Lotus-Jungs gefährlich werden. Virgin fuhr gnadenlos hinterher. "Über Nacht haben wir nun das Set up überarbeitet", erklärt Glock. Daraufhin kam er besser zurecht. Für das Rennen steht zunächst mal die Zieldurchfahrt auf dem Aufgabenzettel. Schließlich sah Glock dieses Jahr erst einmal die schwarz-weiß karierte Flagge.

Nico Rosberg:

Nico Rosberg machte kein glückliches Gesicht. Zum zweiten Mal steht Teamkollege Michael Schumacher vor ihm in der Startaufstellung. "Ich habe keine Klagen. Das Auto lief gut, ich habe eine gute Balance gefunden, aber Michael hat einfach einen besseren Job gemacht. Deshalb kann ich nicht zufrieden sein." Verdächtigungen, dass der MercedesGP mit dem langen Radstand nicht zu seinem Fahrstil passt, weist Rosberg von sich: "Wir haben die Rennen von Barcelona und Monte Carlo analysiert. In einem sind wir mit dem langen, im anderen mit dem kurzen Auto gefahren. Es gibt keinen Grund, warum mir das lange schlechter liegen sollte."

Adrian Sutil:

Bei Force India Pilot Adrian Sutil hat man sich mittlerweile schon daran gewöhnt, dass er sich für die Top Ten qualifiziert. Nur in Spanien und Monaco gelang ihm dieses Kunststück nicht. Bei den vier Rennen zuvor war das gar kein Problem. Deshalb verwunderte es ein wenig, dass Sutil in der Türkei Q3 aus der Box verfolgen musste. Es hat nur zu Platz elf gereicht.

"Es ist leider sehr knapp gewesen", sagte Adrian Sutil. "Wir hatten heute Morgen ein Hydraulikleck, deshalb kam ich nicht viel zum Fahren. Zum Glück hatten wir schon ein gutes Set-up." Trotzdem war nicht mehr drin. Mit Platz elf erreichte der Wahlschweizer heute das maximal mögliche. Übrigens ohne den F-Schacht. Den ließ Sutil wieder ausbauen. "Wir haben uns heute Morgen dazu entschieden", erklärt der 27-Jährige. Während Teamkollege Liuzzi gut mit dem neuen System zurecht kam, konnte Sutil keinen Nutzen daraus ziehen.

"Morgen können wir vielleicht noch ein wenig herausholen", hofft er. "Ich habe den kleinen Vorteil auf der sauberen Seite zu stehen und mit neuen Reifen ins Rennen gehen zu können."

Michael Schumacher:

Was Michael Schumacher am Samstag erlebt hat, lesen Sie hier:

>> Schumacher: "Wir haben uns klar verbessert"

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