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Formel 1: Deutsche F1-Piloten in der Türkei

Deutsche Piloten bauen auf Neuerungen

Timo Glock Foto: xpb.cc 17 Bilder

Der Monaco GP ist abgehakt und die deutschen Formel 1-Piloten konzentrieren sich nur noch auf den Grand Prix in Istanbul. Sebastian Vettel wechselt das Chassis, Sutil freut sich auf das neue F-Schacht-System und auch die anderen haben Neuerungen an Bord.

27.05.2010 Bianca Leppert

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel sitzt in einem neuen Chassis. Neu ist vielleicht der falsche Ausdruck. Es ist ein anderes. Chassis Nummer zwei war beim Testen schon einmal im Einsatz. Das Chassis, in dem Vettel bislang seine Rennen bestritten hat, blieb in der Fabrik. Bei einer Untersuchung nach dem GP Monaco wurde im Bereich der Vorderradaufhängung ein Riss festgestellt. Wieviel Zeit ihn das Handikap bei den letzten beiden Grand Prix gekostet hat, vermag der WM-Zweite nicht zu sagen: "Ich habe bei den letzten beiden Rennen gespürt, dass mit dem Auto irgendetwas nicht stimmt. Bei den Re-Starts nach den Safety Car-Phasen habe ich einfach zuviel Zeit auf Webber verloren. Deshalb haben das Team und ich noch am Sonntagabend nach dem Rennen entschieden, das Chassis zu tauschen. Unabhängig davon, ob etwas kaputt ist oder nicht. Das wurde erst später im Werk festgestellt."

Laut Vettel treten Chassisbeschädigungen wie in seinem Fall schleichend auf. "Es ist nicht so, dass das Auto von jetzt auf gleich schlechter wird. Irgendwann spürt man sein Auto nicht mehr, es fehlt das Vertrauen und du lässt es nicht mehr so fliegen." Dass die letzten zwei Niederlagen auf das Gemüt drückten, will Vettel nicht abstreiten: "Keiner verliert gerne. Auch Michael Schumacher sieht man an, wenn es nicht so läuft, wie er es sich vorgestellt hat. Aber für mich ist das kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken."

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg hat den GP Monaco abgehakt. Er brachte eine weitere unliebsame Überraschung. Ein 250 km/h-Crash im Tunnel ist kein Zuckerlecken. Trotzdem winkt der Williams-Pilot ab: "Der Unfall war schon am Montag danach vergessen. Von außen sieht es immer schlimmer aus als im Auto. Ich hatte nicht mal blaue Flecken. Das geht alles so schnell. Es macht bumm, und schon klebst du in der Mauer. Du denkst nur: Shit, schon wieder ein Rennen so früh zu Ende."
 
Deshalb hat der Blondschopf vom Niederrhein nur einen Wunsch: "Ich will endlich mal wieder ein problemfreies Wochenende. Bis jetzt hatte ich nur eines. Immer kam irgendetwas dazwischen. Der Lenkradwechsel in Malaysia, der Unterboden in Barcelona, die Kupplung in Monte Carlo." Hülkenberg lässt sich nicht unterkriegen: "Ich kämpfe weiter. Die Strecke in Istanbul mag ich. Hier bin ich letztes Jahr in der GP2-Serie auf der Pole Position gestanden."

Timo Glock:

Timo Glock blickt mit vorsichtigem Optimismus in den GP Türkei. Aerodynamikmodifikationen am Unterboden und an den Bremshutzen sollten den Abtrieb verbessern, die Streckencharakteristik müsste dem VirginF1 entgegenkommen. "Das alles zusammen sollte ein paar Zehntel bringen." Der erklärte Gegner von VirginF1 heißt Lotus. "Das ist unser interner WM-Gegner. Der Abstand ist nicht zu groß. Wenn sie sich frühzeitig auf die nächste Saison konzentrieren, und wir noch den einen oder anderen Schritt bringen, dann sollten wir sie schlagen kommen." Für Istanbul hat der ewige Kämpfer Glock ein fixes Ziel. "Bis jetzt stehe ich noch auf dem allerletzten Platz in der WM. Da muss ich weg, und dazu brauche ich eine Zielankunft."

Nico Rosberg:

Beim Grand Prix der Türkei wird Mercedes GP wieder wie in Barcelona auf den langen Radstand setzen. Doch in Barcelona, als die neue Version des Mercedes GP zum ersten Mal zum Einsatz kam, lief es für Nico Rosberg mit Platz 13 nicht so gut. Deshalb macht er sich in der Türkei nun aber keine Gedanken. "So schlecht war es in Barcelona gar nicht", verteidigt er sich. "Ich habe die Gründe gefunden, warum ich im Vergleich zu Michael nicht so stark war."
 
"Und hier haben wir ja unseren Super-Heckflügel dabei, da kann nichts schief gehen", lacht der Deutsche. Wieviel der neue Heckflügel bringen wird, will Rosberg nicht verraten. Aber er ist sich sicher, dass er Mercedes GP helfen wird. Daneben ist der Deutsche auch ein großer Fan der Strecke. "Mir gefällt die Strecke hier sehr", sagt er. "Es geht hoch und runter und es ist gut zu überholen."

Daneben hat er wohl mit die kürzeste Anreise. Um dem Verkehrschaos zu entgehen, hat er sich sein Motorhome an die Strecke bringen lassen und wohnt darin über das ganze Wochenende.

Adrian Sutil:

Force India wird in Istanbul das erste Mal das F-Schacht-System zum Einsatz bringen. "Wir haben es in der Simulation getestet", sagt Adrian Sutil. "Es sollte uns einen guten Sprung nach vorne bringen." Wie Ferrari wird das System mit der Hand bedient. Für Sutil keine leichte Aufgabe, hat er doch recht lange Arme, die schon jetzt mit Schürfungen an den Ellenbogen übersät sind. "Es war nicht leicht, aber wir haben eine gute Stelle gefunden", erklärt er.
 
Zwar erhofft sich der Gräfelfinger einiges von dem neuen System, aber Renault wird man damit nicht schlagen können. "Sie sind schon ein bisschen voraus. Wer weiß, wie es aussieht, wenn das neue Teil funktioniert. Aber über die ganze Saison gesehen, wird es schwierig aufzuholen."

Michael Schumacher:

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