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Formel 1-Elefantentreffen in Abu Dhabi

Großer Krisengipfel mit den Auto-Bossen

Lauda & Zetsche - GP Spanien 2014 Foto: xpb

Die schlechten Nachrichten aus der Formel 1 und das Interesse der EU-Kommission an den Missständen zeigen Wirkung. Am Tag des WM-Finales in Abu Dhabi kommt es zum Elefantentreffen. Bernie Ecclestone und CVC-Chef Donald Mackenzie treffen sich mit Mercedes-Vorstandschef Dieter Zetsche und Fiat-Boss Sergio Marchionne.

22.11.2014 Michael Schmidt

Es geht ums Ganze. Die jüngsten Diskussionen um die Krise der Formel 1, den Ausverkauf der Teams, die ungerechte Geldverteilung, die viel zu hohen Kosten und den Motorenstreit haben auch die Chefs der Automobilkonzerne aufgeweckt. Die Zukunft der Königsklasse steht auf dem Spiel. Auch die EU-Kommission hat Wind von den Missständen in der Formel 1 bekommen. Damit stehen alle Verträge zwischen CVC, den Teams und der FIA auf dem Prüfstand.

Autobosse bereit über Kostenbremse und Geldverteilung zu reden

Am letzten Renntag des Jahres kommt es in Abu Dhabi deshalb zu einer Elefantenrunde. Bernie Ecclestone, CVC-Chef Donald Mackenzie treffen die Chefs von Mercedes und Fiat. Angeblich sind Dieter Zetsche und Sergio Marchionne bereit, über eine Kostendeckelung, eine Ressourcenbeschränkung und eine bessere Verteilung der Einnahmen zu reden. CVC wird nächstes Jahr in Summe 900 Millionen Dollar an die Teams ausschütten. Doch im Moment geht noch deutlich mehr als die Hälfte an die großen Vier.

Auch der Streit um die Motorenentwicklung und die hohen Kosten für die Kundenteams wird zur Sprache kommen. Gesucht ist der goldene Schlüssel, wie man Ferrari und Renault die Chance gibt, den Rückstand auf Mercedes aufzuholen, ohne dass dabei die Kosten aus dem Ruder laufen. Und wie man die Privatteams absichert, dass der Preis für die Motoren sinkt.

Auch ein neues Motorenformat, wie von Red Bull vorgeschlagen, wird diskutiert werden. Es gibt in den Kreisen von Motoringenieuren allerdings bereits Zweifel, ob das Geld sparen würde. Renault-Technikchef Rob White teilt da die Meinung seines Mercedes-Kollegen Andy Cowell: "Eine V6-Biturbo-Entwicklung kann genauso teuer sein wie die der aktuellen Hybridmotoren."

Lotus, Sauber und Force India arbeiten zusammen

Schon am Samstag haben sich die Vertreter der 3 kleinen Teams Force India, Sauber und Lotus mit Chefvermarkter Bernie Ecclestone und CVC-Chef Donald MacKenzie getroffen. "Wir haben klar gemacht, dass etwas passieren muss und wir keine Bettler sind", erklärte Lotus-Besitzer Gerard Lopez anschließend auf einer eigens anberaumten Pressekonferenz mit Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn und Force India-Chef Vijay Mallya.

Die 3 Teambosse äußerten die Hoffnung, dass ihr Anliegen nach einer gerechteren Geldverteilung nun endlich in den Führungsetagen der Formel 1 angekommen ist. Die Situation, wie sie ist, sei nicht akzeptabel. "Das ist so, als würde die englische Premiere-League das ganze Geld an Manchester United, Chelsea und Manchester City ausschütten. Die dürften auch noch alle Entscheidungen treffen. Und sie würden die anderen zwingen einen Superstar zu kaufen."

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