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Formel 1 aktuell: Ergebnis F1-Test Barcelona (26.2.)

Hülkenberg klaut Alonso die Tagesbestzeit

Formel 1 Test Barcelona 2010 Foto: xpb 34 Bilder

Fernando Alonso schien mit seiner frühen Bestzeit die Prognosen zu bestätigen. Doch dann brachten Sauber und Force India das Weltbild der Formel 1 mit kaum langsameren Zeiten ins Wanken. Am Ende peitschte Nico Hülkenberg seinen Williams aus dem Nichts auf Platz eins.

26.02.2010 Michael Schmidt

Die Bestzeit kam aus dem Nichts. Als Nico Hülkenberg in seiner zweiten fliegenden Runde die Zeit von 1.20,614 Minuten drehte, da war das Barometer auf 18 Grad gestiegen und auf dem Asphalt wurden 31 Grad gemessen. Keine optimalen Bedingungen für eine Superrunde. Trotzdem war Hülkenberg um 0,023 Sekunden schneller als Fernando Alonso, der seine Zeit am kühleren Vormittag gefahren war.

Technikpapst Patrick Head, der zwei Stunden zuvor im Fahrerlager von Barcelona eintraf, wird es mit Genugtuung registriert haben. Nach den schnellen Runden der vermeintlichen Außenseiter Williams, Sauber und Force India muss man sein Bild von der Formel 1-Saison 2010 vielleicht doch etwas korrigieren. Es könnte wieder so eng zugehen wie im letzten Jahr. Überraschungen nicht ausgeschlossen.

Alonso setzt ersten Richtwert

Zunächst hatte Fernando Alonso mit 1.20,637 Minuten einen Richtwert gesetzt. Zum ersten Mal hatte Ferrari Attacke gemacht. Doch zwei Stunden später war die vermeintliche Traumzeit schon wieder relativiert. Pedro de la Rosa hatte sie im Sauber nur um 0,3 Sekunden verfehlt. Sauber machte keinen Hehl daraus, dass man auf eine schnelle Runde aus war. "Pedro muss sich nach drei Jahren Rennpause wieder daran gewöhnen, auf Kommando eine schnelle Runde zu fahren", erklärte Technikchef Willy Rampf.
 
Vitantonio Liuzzi zeigte mit 1.21,066 Minuten, dass Force India seine ansteigende Form über den Winter konserviert hat. Lange Gesichter dagegen bei Red Bull. Sebastian Vettel war nicht unter 1.21,258 Minuten gekommen. "Die Fahrer sind zufrieden mit dem Auto", schwächte Teamchef Christian Horner ab. Dafür kann man sich nichts kaufen.

Vettel ohne Grip

Red Bull-Berater Helmut Marko verriet: "Sebastian war nicht so happy mit dem Grip in der Runde. Irgendwie war das Setup nicht optimal." Um 15.30 Uhr kam es zu einer interessanten Begegnung auf der Rennstrecke. Sebastian Vettel und Fernando Alonso fuhren drei Runden lang im Schlepptau. Beide waren auf einem Dauerlauf mit 1.25er Zeiten unterwegs. Alonso hielt sich dicht im Windschatten, kam aber nicht vorbei. Einmal ließ er sogar die Schikane aus, um für die Zielgerade mehr Anlauf zu nehmen, doch es reichte nicht. Danach ließ sich der Spanier entnervt acht Sekunden zurückfallen, um freie Bahn zu haben.
 
Im direkten Vergleich war der Ferrari im Schnitt zwei bis vier Zehntel pro Runde schneller. Auch kein Ruhekissen für Red Bull. In der Nacht zum Samstag kommt der erste Teil des letzten Aero-Pakets, darunter ein neuer Unterboden. "Bis Bahrain schieben wir noch etwas nach", beruhigt Horner verbunden mit der bangen Frage: "Weißt du, was die anderen noch bringen?"

Um 16.24 war Vettels Rennsimulation beendet. Sein Red Bull strandete vor der Schikane. Vettels Stopp war eine Vorsichtsmaßnahme. Die Daten hatten alarmierende Werte gezeigt. Den Schlusspunkt setzte Alonso. Der Spanier sorgte fünf Minuten vor Torschluss für die letzte rote Flagge.

De la Rosa auf Hamilton-Niveau

Verkehrte Welt auch beim direkten Vergleich eines Dauerlaufs zwischen De la Rosa und McLaren-Star Lewis Hamilton . Hier schnitt der Mann im Sauber besser ab. Den Rundenzeiten nach zu urteilen, waren ähnliche Spritmerngen an Bord. Startzeiten hoch im 1.26er Bereich sprechen für mindestens 150 Kilogramm Sprit an Bord.

Michael Schumacher leistete mit 86 Runden im Vergleich zu Alonso (133 Runden) und Vettel (125) ein eher bescheidenes Programm. Sein Mercedes GP stand wegen Umbauarbeiten oft in der Garage. Die Zeit von 1.21,689 Minuten bedeutete ein Platz im Mittelfeld.

Glock langsamer als Trulli

Timo Glock erlebte ein völlig neues Gefühl. Seine 52 Runden oder 242 Kilometer sind persönlicher Rekord, seit er im Virgin VR01 sitzt. Wegen einer längeren Reparatur begann der Hesse erst eine Stunde vor der Mittagspause mit der Fahrerei. Trotzdem verlor er das Duell um den vorletzten Platz gegen Lotus-Pilot Jarno Trulli um vier Zehntel. Mit 1.25,524 Minuten fehlten Trulli auf Hülkenberg fünf Sekunden. Lotus-Technikchef Mike Gascoyne relativiert: "Wir sind nie mit weniger als 50 Kilogramm Sprit im Tank gefahren." Das erklärt einen Unterschied von knapp zwei Sekunden.

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