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Formel 1 Fahrer-Karussell 2010: Kimi Räikkönen zu McLaren-Mercedes

Kimi Räikkönen

Es verdichten sich Hinweise, dass Kimi Räikkönen zu McLaren-Mercedes zurückkehrt. Der Finne hatte die Silberpfeile Ende 2006 verlassen, um bei Ferrari den Platz von Michael Schumacher einzunehmen. 2010 könnte er mit Lewis Hamilton ein Dreamteam bilden.

Kimi Räikkönen fährt derzeit in Hochform. Hätte die Weltmeisterschaft in Budapest begonnen, würde der Ferrari-Pilot jetzt führen. Der Champion von 2007 kam in den letzten vier Grand Prix vier Mal auf dem Podium an. Trotzdem soll Räikkönen bei Ferrari seinen Platz frei machen für Fernando Alonso. Dass der Spanier bereits im nächsten Jahr in einem Ferrari sitzt, wird nicht einmal mehr dementiert.

Da der Plan, ein drittes Auto einzusetzen, nicht durchführbar ist, hat Ferrari ein Fahrerproblem. Bei der Frage, wer das zweite Cockpit bekommt, bringt es Ferrari offenbar nicht übers Herz, den verletzten Felipe Massa auszubooten. Die Gerüchtebörse weiß: Räikkönen soll ausbezahlt werden und darf in einem anderen Team fahren.

Williams plant ohne Kimi Räikkönen

Ursprünglich hat Räikkönen mit Williams geliebäugelt. Der 18-fache GP-Sieger ist es leid, außerhalb des Cockpits für Autokonzerne den Strahlemann zu spielen. Nach Aussage seiner Freunde, wolle Kimi noch zwei Jahre in der Formel 1 richtig Spaß haben. Wenn man ihn in Ruhe lässt, bringt er seine besten Leistungen. Williams wäre da der ideale Platz. Es fanden auch Gespräche mit dem Team aus Grove statt, doch sie sollen jüngsten Informationen zufolge in einer Sackgasse geendet haben.

Frank Williams wollte nicht so lange warten, bis sich Ferrari in der Fahrerwahl entscheidet. Offenbar hat sich der Rollstuhlgeneral bereits anderweitig festgelegt. Die Spekulationen reichen von Robert Kubica bis Rubens Barrichello, sollte der Brasilianer bei Brawn GP Platz für Nico Rosberg machen müssen. Das zweite Auto bekommt GP2-Champion Nico Hülkenberg.

Whitmarsh: "Kimi das größte Talent überhaupt"

So kommt jetzt McLaren ins Spiel. Teamchef Martin Whitmarsh hatte auto motor und sport bereits in Valencia anvertraut: "Kimi ist für jedes Team ein interessanter Fahrer. Er ist vielleicht das größte Talent überhaupt, wenn er gewillt ist sich hundertprozentig auf den Job zu konzentrieren." Ein großes Lob für einen, der von McLaren nicht im Frieden gegangen ist.

Räikkönen war die Bevormundungen durch den damaligen Teamchef Ron Dennis leid. Der hatte ihm Anfang 2005 eine Abmahnung für seine Eskapaden im Londoner Nachtleben geschickt. Frustriert darüber, wie ein Kind behandelt zu werden, unterschrieb Räikkönen im Früjahr 2005, also 18 Monate vor Ablauf seines Vertrages, für die Saison 2007 für Ferrari.

Dreamteam Räikkönen / Hamilton

Rennfahrer vergessen schnell. Offenbar ist Räikkönen der Meinung, dass McLaren heute ein anderes Team geworden ist. Offener, relaxter, ehrlicher. Mit Lewis Hamilton würde der Finne im kommenden Jahr ein Dreamteam bilden. Die aktuelle Nummer zwei Heikki Kovalainen wurde bei Toyota ins Spiel gebracht. Ein riskantes Manöver, denn keiner weiß, ob Toyota im nächsten Jahr am Start steht.

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Michael Schmidt

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