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Formel 1: Fahrerwertung GP Spanien 2010

Schumacher schneller als sein Auto

Michael Schumacher Foto: xpb 30 Bilder

Von eins bis zehn ist in unserer Fahrerbewertung zum GP Spanien alles dabei. Mark Webber heimste für ein Traumwochenende die Traumnote ein. Michael Schumacher zeigte sich ebenfalls gut in Form. Unter den 24 Piloten gab es allerdings auch Ausreißer nach unten.

10.05.2010 Tobias Grüner

Mark Webber: Note 10/10

Mark Webber erwischte wirklich ein Traumwochenende. Nach der Pole Position gab es auch den überlegenen Start-Ziel-Sieg. Teamkollege Sebastian Vettel war stets im Griff. Da konnte es sich Webber leisten, früh Gas rauszunehmen und die schnellste Rennrunde abzuschenken.

Fernando Alonso: Note 9/10

Mit einem nicht optimalen Auto hat Fernando Alonso noch das Maximum rausgeholt. Dass am Ende sogar Platz zwei heraussprang war sicher etwas glücklich, aber im Vergleich zum Teamkollegen hatte der Lokalmatador deutlich mehr zu bieten. Fast auf Webber-Niveau bedeutet in unserer Wertung neun von zehn Punkten.

Sebastian Vettel: Note 9/10

Auch Sebastian Vettel war fast auf Webber-Niveau - aber nur fast. Im Qualifying fehlte ein Zehntel, im Rennen ein paar Meter am Start. Am Ende rettete Vettel aber noch Rang drei, als er nicht auf seine Box hörte und aufgab. Wie er ohne Bremsen die Ziellinie sah, war Weltklasse.

Michael Schumacher: Note 8/10

Bei Mercedes hatte man immer das Gefühl, dass das Team noch nicht das ganze Potenzial des neuen Autos ausschöpfen konnte. An Michael Schumacher lag das wohl nicht. Im Rennen kämpfte er sich verbissen gegen Jenson Button durch und erntete mit Platz vier das beste Resultat der Saison. Mehr war mit dem Auto einfach nicht drin. Teamkollege Nico Rosberg hatte in Spanien keine Chance gegen Schumi. Die beiden Tickets wegen der Geschwindigkeitsübertretung im Training gehen übrigens nicht in die Wertung.

Jenson Button: Note 5/10

Jenson Button fuhr in einem klar schnelleren Auto als Schumi, verhielt sich aber im Zweikampf zu vorsichtig. Im letzten Jahr wurde der Engländer mit der Punktehamster-Taktik Weltmeister, weshalb man ihm keinen Vorwurf machen kann. Dass er im Training langsamer als Teamkollege Lewis Hamilton war, geht schon deutlicher in die Wertung ein.

Felipe Massa: Note 6/10

Auch Felipe Massa verlor das Teamduell gegen Alonso deutlich. Eine knappe halbe Sekunde fehlte im Training. Im Rennen konnte er sein Kämpferherz zeigen, als er mit einem defekten Frontflügel kaum langsamer als Schumacher und Button unterwegs war.

Adrian Sutil: Note 7/10

Der Titel "Best of the Rest" ging in Barcelona an Adrian Sutil. Das einzige Manko des Force India-Piloten war der erstmals verpasste Einzug in die Qualifying-Top Ten. Das bügelte der Gräfelfinger allerdings durch einen sehr guten Start wieder aus. Mit einer fehlerfreien Fahrt konnte er sich anschließend Robert Kubica vom Leib halten.

Robert Kubica: Note 7/10

Im Gegensatz zu Sutil konnte Robert Kubica in der Qualifikation voll überzeugen, als er einen Ferrari und einen Mercedes hinter sich ließ. Im Rennen erwischte er nicht den besten Start. Auch die Pace war nicht so überragend, wie man es von dem Polen in dieser Saison bereits gesehen hat.

Rubens Barrichello: Note 7/10

Obwohl Rubens Barrichello bereits in der ersten Qualifikationsrunde scheiterte, können wir ihm sieben Punkte geben. Für das frühe Ausscheiden konnte er nichts. Hamilton hatte vor dem Brasilianer Steine aufgewirbelt, die den Williams wie einen Schweizer Käse durchlöcherten. Ein besseres Ergebnis war kaum möglich. Was in der Kombination Williams-Barrichello steckt, zeigte er im Rennen. Am Ende sicherte er zwei Punkte, als er mit Reifenproblemen auf einen Boxenstopp verzichtete.

Jaime Alguersuari: Note 7/10

Auch Jaime Alguersuari bot ein beherztes Rennen und wurde am Ende mit Rang zehn belohnt. Nach einem Mega-Blitzstart wurde er durch ein Boxenproblem unverschuldet wieder zurückgeworfen. Der Crash mit Karun Chandhok und die Strafe gehen dagegen auf seine Kappe. Wie sich der Lokalmatador trotzdem noch in die Punkte kämpfte ist bemerkenswert.

Vitaly Petrov: Note 5/10

Das Rennwochenende von Vitaly Petrov war wenig inspirierend. Zum ersten Mal in diesem Jahr musste er eine Rennstrecke nicht lernen. Dennoch verlor er das Duell mit Kubica erneut deutlich. Im Training verursachte er einen unnötigen Crash. Einziger Pluspunkt ist der engagierte Kampf gegen Kamui Kobayashi.

Kamui Kobayashi: Note 6/10

Für Kamui Kobayashi gab es erstmals in dieser Saison eine Zielankunft zu feiern. Wenn man auf Rang zehn losfährt, will man natürlich auch in den Punkten ankommen. Doch der schwache Start zerstörte diese Hoffnungen bereits früh. Im Training konnte er immerhin Teamkollege Pedro de la Rosa schlagen.

Nico Rosberg: Note 4/10

Nico Rosberg sprach selbst von einem Katastrophenwochenende. Er brauchte einfach viel zu lange, um ein passendes Setup zu finden. Dass er im Qualifying nur ein Zehntel hinter Michael Schumacher lag, muss man da fast schon positiv werten. Der schlechte Start, als er nach dem Kubica-Manöver auf die Wiese ausweichen musste und der verpatzte Boxenstopp gehen nicht auf sein Konto.

Lewis Hamilton: Note 9/10

Trotz Rang 14 war Lewis Hamilton nahe an der Bestnote dran. Nachdem McLaren im Training deutlich hinter den Red Bull lag, konnte der Weltmeister von 2008 im Rennen jederzeit die Vettel-Zeiten mitgehen. Locker verteidigte er Platz zwei, bis ihn der Reifenschaden in die Bande zwang.

Vitantonio Liuzzi: Note 2/10

Im Qualifying musste Vitantonio Liuzzi mit dem letzten Platz im Q2 leben. Im Rennen fuhr der Italiener im Nirgendwo herum. Seine einzig auffällige Szene war der harte Einsatz gegen Sebastien Buemi, die am Ende zu einer Strafe für den Schweizer führte. Kurz vor Schluss musste Liuzzi seinen Force India dann mit Elektrikproblemen abstellen.

Nico Hülkenberg: Note 5/10

Das Highlight von Nico Hülkenberg kam bereits im Qualifying, als er mit harten Reifen Rang 13 und somit die erhoffte Startposition in Punktenähe erreichte. Doch nach einem passablen Start konnte er sich schnell WM-Zähler abschminken. Ein Ausflug neben die Strecke beschädigte seinen Williams nachhaltig. Mehr als Platz 16 war nicht drin.

Jarno Trulli: Note 6/10

Der Titel "Bester Neuling" geht in Barcelona an Lotus-Pilot Jarno Trulli. Im Training konnte er bereits Teamkollege Heikki Kovalainen schlagen und blieb im Q1 nur 3,2 Sekunden hinter der Spitze. Im Rennen konnte er die Angriffe von Timo Glock mit einer fehlerfreien Fahrt abwehren.

Timo Glock: Note 5/10

Glücklich konnte Timo Glock mit seinem Spanien-Wochenende nicht sein. Die Trainings liefen durchwachsen. Im Rennen war es OK. Von den Zeiten her, konnte der Virgin-Pilot mit dem Trulli-Lotus mithalten. An Vorbeikommen war allerdings nicht zu denken.

Lucas di Grassi: Note 4/10

Trotz des alten Autos war Lucas di Grassi am ganzen Wochenende nicht allzuweit weg von Teamkollege Timo Glock. Obwohl sein Virgin noch mit dem kleinen Tank unterwegs war, rettete sich der Brasilianer ins Ziel.

Sebastien Buemi: Note 3/10

Das Trainingsduell konnte Sebastien Buemi noch knapp gewinnen, doch der Druck von Jaime Alguersuari wird immer größer. Im Rennen ließ er sich erneut in eine frühe Kollision verwickeln, was langsam kein Zufall mehr sein kann. Die Strafe nach dem Duell gegen Tonio Liuzzi war zu hart. Nach dem Hydraulik-Ausfall machte das am Ergebnis aber keinen Unterschied.

Karun Chandhok: Note 4/10

In der Qualifikation konnte sich Karun Chandhok gegen die einzige Messlatte im Feld durchsetzen, als er knapp vier Zehntel schneller als Bruno Senna war. Für den Crash mit Jaime Alguersuari konnte er nichts. Für die Kollision mit Massa bekommt er dagegen mindestens eine Mitschuld. Da hat er einfach gepennt.

Pedro de la Rosa: Note 4/10

Pedro de la Rosa erwischte kein glückliches Wochenende. Ausgerechnet auf seiner Hausstrecke in Barcelona wurde der Routinier von Rookie-Teamkollege Kamui Kobayashi in den Schatten gestellt. Im Rennen konnte er seinen Speed nicht zeigen, weil ihm schon früh bei einer Kollision der Reifen aufgeschlitzt wurde. Kurz danach war der Heim-Grand Prix auch schon beendet.

Bruno Senna: Note 1/10

Im freien Training wurde er von Neu-Ersatzfahrer Christian Klien geschlagen, im Qualifying von Teamkollege Karun Chandhok. Im Rennen war dann in der ersten Runde schon die Kurve vier etwas zu viel verlangt. Obwohl das einzige Ziel "Ankommen" hieß, krachte Senna nach wenigen Metern in die Bande. Der sympathische Brasilianer würde sich dafür selbst wohl auch nicht mehr als einen von zehn möglichen Punkten geben.

Heikki Kovalainen: Note 3/10

Im Training blieb Heikki Kovalainen zwar vor den Virgins, aber hinter seinem Teamkollegen Jarno Trulli. Im Rennen konnte er leider nicht zeigen, was er konnte, weil ein Mechaniker einen Fehler beim Starten des Lotus machte und das Getriebe dabei zerstörte.

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