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Formel 1: Ferrari Qualifying GP Türkei

Keine Feierstimmung zum 800. Grand Prix

Fernando Alonso Foto: xpb.cc 26 Bilder

Das hatte sich Ferrari zum Jubiläum anders vorgestellt. Das Training zum 800. GP-Einsatz der roten Autos endete mit einer Enttäuschung. Platz acht und zwölf für Felipe Massa und Fernando Alonso sind ein herber Rückschlag für ein Team, das Weltmeister werden will.

29.05.2010 Michael Schmidt

Die große Party steigt um 19.30 Uhr am Bosporus. Doch bei Ferrari ist keinem zum Feiern zumute. Die roten Autos trugen eine unübersehbare "800" auf der Motorabdeckung. Es könnte einer der schlechteren Grand Prix in der langen Formel 1-Historie der Scuderia werden. Felipe Massa startet von Platz acht, Fernando Alonso von Rang 12. So schlecht wie nie in dieser Saison. "Von einem Platz in der zweiten Startreihe hatten wir geträumt", gab Rennleiter Stefano Domenicali zu.

Max Mosley tritt noch nach

Dazu kommen noch die Seitenhiebe von Ex-FIA Präsident Max Mosley, der in einer Art Retourkutsche aus dem Nähkästchen plauderte und Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo vorwarf, dass er den Verband letztes Jahr in der Diffusorfrage auf Ferrari-Kurs bringen wollte. "Luca rief mehrmals an, um sicherzustellen, dass unser Berufungsgericht im Streit um den Doppeldiffusor zu seinen Gunsten entscheidet", kartet Mosley jetzt nach.

Auf die Nebengeräusche hätte Ferrari am Tag des Jubläums verzichten können. Auf die Ohrfeige im Abschlusstraining auch. Auch Alonso zog ein langes Gesicht. Nach seinem Fehler in Monte Carlo, der ihn zu einem Start aus der Boxengasse verdammte, ist der zwölfte Trainingsrang ein weiterer Tiefschlag. "Das ist nicht das Resultat, das wir erwartet haben. Wir müssen dringend besser werden. Hier in Istanbul sind wir nur die fünfte Kraft."

Ferrari profitierte nicht so stark von den weichen Reifen

Der Spanier meinte jedoch, unter Wert geschlagen worden zu sein: "Wir sind besser als Platz zwölf. Aber mehr als die Platzierungen in der ersten K.O.-Runde waren nicht drin. Da waren wir Achter und Neunter." Alonso hofft jetzt auf die goldene Regel, dass die Ferrari im Renntrim meistens stärker sind als im Training. Das Manko der Ferrari war, dass sie von den weichen Reifen weniger profitierten als die Konkurrenz.

Auch Felipe Massa zeigte sich ratlos. Da war er wieder mal schneller als sein Teamkollege, und dann drückte das Ergebnis aufs Gemüt. "Platz acht ist nicht akzeptabel auf einer Strecke, auf der ich normalerweise stark bin." Massa hat den GP Türkei schon drei Mal gewonnen. Und der Brasilianer wusste nicht einmal, wo er die Zeit verloren hat: "Ich kann nicht sagen, ob die Streckencharakteristik nicht zu unserem Auto passt, oder ob die harten Reifenmischungen, die wir in Istanbul einsetzen, an dem schlechten Abschneiden schuld sind. Uns fehlt einfach Grip. Die Balance des Autos war ganz okay. Auch der Topspeed stimmte, wenn man mal von den überirdischen McLaren absieht."

Fernando Alonso will trotz der Pleite den WM-Titel nicht abschreiben: "Das nächste Rennen in Montreal passt besser zu unserem Auto. Und beim übernächsten in Valencia kommt unsere große Ausbaustufe. noch bin ich nur drei Punkte von den WM-Spitzenreitern weg. Hier in Istanbul kann es für uns nur ein Ziel geben, und das heißt: Schadensbegrenzung."

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