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Formel 1 Ferrari

Ferrari muss weiterhin zittern

Fernando Alonso Foto: dpa 63 Bilder

Ferrari wird in Shanghai ein bisschen angespannter als sonst den Grand Prix verfolgen. Der Motorschaden von Fernando Alonso in Malaysia ist nicht hundertprozentig geklärt. War es ein Materialfehler oder ein Folgeschaden des defekten Getriebes. Alonso hatte mit seinem Ausfall noch Glück im Unglück.

15.04.2010 Michael Schmidt

Die Werkzeuge in der Formel 1 werden immer besser, die Datenflut immer größer, doch ein Rest Ungewissheit bleibt trotzdem. Der Motorschaden von Fernando Alonso beim GP Malaysia ist nicht restlos geklärt. Ferrari spricht von einem Komponentenfehler, will aber nicht ins Detail gehen.

Bruch des Pleuels oder der Kurbelwelle?

Die große Rauchwolke deutet auf den Bruch eines Pleuels oder der Kurbelwelle hin. Viel interessanter aber wäre es, warum der Ferrari V8 sich nach 54 von 56 Runden in Rauch aufgelöst hat. Da rätseln die Ingenieure in Maranello noch. War es eine faule Serie von Teilen?

Dagegen spricht, dass das Triebwerk zum Zeitpunkt des Exitus bereits knapp 1.000 Kilometer abgespult hatte. Mehr spricht dafür, dass die malade Kraftübertragung im Ferrari mit der Nummer acht dem Motor den Garaus gemacht hat. Alonso fuhr 54 Runden lang mit einem Getriebe, das beim Runterschalten die Gänge nur mit Verzögerung und mit roher Gewalt eingelegt hat. Das führte immer wieder zu Drehzahlspitzen. Die Ungewissheit wird Ferrari das Wochenende in China begleiten. Wenn die Ursache nicht fststeht, ist es schwer, Gegenmaßnahmen zu treffen.

Kein Startplatzverlust mit neuem Getriebe

Der Motorplatzer raubte Alonso zwei WM-Punkte. Am Ende muss der Spanier fast noch froh sein, dass er kurz vor Schluss stehengeblieben ist. So darf in seinem Auto ohne Strafe ein neues Getriebe eingebaut werden. Hätte Alonso den GP Malaysia mit dem waidwunden Getriebe beendet, hätte man in Shanghai neue Teile einbauen müssen, um eine Wiederholung der Schwierigkeiten auszuschließen. Da ein Getriebe vier Rennen lang halten muss, hätte der Ex-Weltmeister fünf Startplätze verloren.

Fest steht, welcher Motor zum Einsatz kommt. Es ist das Triebwerk, mit dem Alonso den Saisonauftakt in Bahrain gewonnen hat. Nach dem GP China wird entschieden, ob das gleiche Aggregat auch beim nächsten Rennen in Barcelona eingebaut wird. Der Spanier ist mit dem Einsatzplan für seine acht Triebwerke bereits im Rückstand. Am Freitag muss weiterhin jener Ferrari V8 herhalten, der in Bahrain am Sonntagmorgen ausgebaut worden war, weil er im Training mit den Temperaturen am Limit war.


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