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Formel 1: Vettel, Rosberg und Co.: Die Deutschen in Bahrain

Glock glaubt nicht an Zielankunft

Timo Glock Foto: xpb.cc 51 Bilder

Fünf der sechs deutschen Formel 1-Piloten sind am ersten Trainingstag von Bahrain gut in die Saison gestartet. Nur bei Timo Glock war die Stimmung nach erneuten Reparaturpausen auf dem Nullpunkt. "Ich habe nicht das Gefühl, dass wir das Rennen durchhalten."

12.03.2010 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Timo Glock:
 
Timo Glock war der Frust nach dem ersten Trainingstag anzusehen. "Das war nicht der Start, den wir uns erhofft haben", ächzte der Virgin-Pilot. Am Morgen kam der Deutsche wegen Problemen mit der Kupplung nur auf acht Runden. Am Nachmittag blieb der Kilometerzähler nach drei Umläufen stehen. "Wir hatten ein Ölleck im Getriebe", erklärte der Deutsche den Grund für die erneute Reparaturpause. Schon beim Testen ließ die Zuverlässigkeit des Virgin zu wünschen übrig.
 
Für den Sonntag hat Glock dementsprechend wenig Hoffnungen: "Wenn ich ehrlich bin, habe ich momentan nicht das Gefühl, dass wir das Rennen durchhalten. Wir müssen mal abwarten, wie es am Samstag läuft, aber momentan sieht es nicht so gut aus. Wir müssen einfach Kilometer sammeln."
 
Über die Reifen oder das Setup macht sich der Odenwälder wenig Gedanken. "Wenn du sechs Sekunden hinterherfährst, dann ist das egal. Ich sehe das ganze Wochenende als einen Test an." Lustig wird das Rennen für Glock nicht." Ich muss wohl die ganze Zeit in den Rückspiegel schauen."

Nico Rosberg:

Für Nico Rosberg lief der Start schon deutlich besser. Der Mercedes-Neuzugang fuhr am Nachmittag die schnellste Runde aller Piloten. "Wir haben das Auto im Laufe des Tages verbessert, aber zu Beginn hat es gar nicht gut angefangen auf der neuen Strecke, mit wenig Abtrieb und den sehr sandigen Bedingungen. Da hatten wir auch ein paar Probleme mit der Balance an denen wir arbeiten mussten, aber am Nachmittag hat es ganz gut gepasst."

Die Konkurrenz spekulierte, dass die Silberpfeile wohl mit leichtem Auto unterwegs waren. Dazu passte auch, dass Rosberg trotz Bestzeit nicht ganz zufrieden war. "Es gibt immer noch Bereiche, in denen wir uns verbessern können. Aber wir haben einen guten Vergleich der Reifen hinbekommen und gute Longruns. Insgesamt haben wir viel gelernt, deshalb war es ein positiver Start ins Wochenende."
 
Sebastian Vettel:
 
Sebastian Vettels erster Trainingstag verlief nicht nach Wunsch. Ein Problem mit der Bremse links vorne kostete den Red Bull-Piloten am Nachmittag eine halbe Stunde. Trotz eines Ausrutschers in der Zielkurve kam Vettel noch auf Platz fünf. "Hat mich eine halbe Sekunde gekostet." Damit wäre immer noch eine halbe Sekunde hinter dem Trainingsschnellsten Nico Rosberg gelegen.
 
Der Vize-Weltmeister des Vorjahres wird aus dem ersten Trainingstag trotzdem nicht schlau: "Mercedes scheint mit weniger Sprit gefahren zu sein, Ferrari mit mehr. Die Mercedes machen ihre Zeit hauptsächlich in den langsamen Kurven, haben dafür aber in den mittelschnellen Ecken ein Problem. Ich glaube, dass von den Top 4-Teams jeder in der Lage ist, morgen auf die Pole Position zu fahren. Wir sind auch vorne mit dabei."
 
Ratlos ist Vettel, mit welchen Reifen er in der Qualifikation fahren soll. Die besten Zehn müssen auf den Reifen starten, auf denen sie die schnellste Runde zurücklegen. "Alles hängt davon ab, wie sich der weiche Reifen im Rennen verhalten wird."
 
Nico Hülkenberg:
 
Für Nico Hülkenberg war der erste Trainingstag der Saison ein Tag des Kennenlernens. "Ich musste mich mit den Reifen, dem Auto und der Strecke erst mal anfreunden. Bis jetzt lief alles nach Plan." Platz sechs misst er keine große Bedeutung bei. "Nicht alle sind das gleiche Programm gefahren." Trotzdem bleibt der 22-jährige Williams-Pilot in seinen Ansprüchen forsch: "Ich will hier ein paar Punkte holen."
 
So wenig wie Teamkollege Rubens Barrichello den Lehrer für den Debütanten Hülkenberg spielen will, sieht sich der Neuling auch nicht als Schüler. "Ich lerne von Rubens, indem ich zuschaue, was er macht. Das reicht mir." Barrichello wirft ein: "Es wird Momente geben, wo ich von Nico etwas lerne. Es wäre dumm zu glauben, dass ich nichts mehr dazu lernen kann."
 
Adrian Sutil:
 
Mit der ersten Trainingsbestzeit der Saison sorgte Adrian Sutil für die Überraschung am Morgen. Über die Spritmenge wollte der Deutsche keine Aussage treffen. Sein Grinsen verriet allerdings, dass der Force India relativ leicht unterwegs war. Damit war er sogar knapp zwei Zehntel vor Fernando Alonso. "Ich bin richtig zufrieden. Es lief wirklich gut heute. Auch technisch gab es überhaupt keine Probleme. Vor allem im Qualifying sehe ich unsere Stärken, aber auch auf Longruns sieht es nicht schlecht aus."
 
Am Nachmittag relativierte sich die Leistung des Vormittags. Sutil fuhr eine knappe Sekunde langsamer und landete nur auf Rang zwölf im Klassement. "Da waren wir wirklich schwer, teilweise sehr schwer unterwegs", klagte Sutil. Das Ziel des Wochenendes bleibt trotzdem bestehen. "Ein Platz im dritten Qualifying und Punkte sind drin." Die Taktik für das Wochenende steht auch. "Wir müssen versuchen, mit einem Stopp durchzukommen. Es sieht ganz gut aus. Auch der superweiche Reifen hält ganz ordentlich."

Was Michael Schumacher am ersten Tag in Bahrain getrieben hat, erfahren sie hier:

>> Das war der Tag von Michael Schumacher: "Noch etwas rostig auf einer Runde"

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