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Formel 1: Grand Prix China 2010 - Ergebnis Rennen

Button und Hamilton holen Doppelsieg

GP China 2010 Foto: xp 51 Bilder

++ Neue Fotos ++ Jenson Button hat am Sonntag (18.4.) den chaotischen Grand Prix von China vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton gewonnen und damit den Doppelsieg für McLaren perfekt gemacht. Nico Rosberg komplettierte das silberne Podium auf Rang drei. Vettel wurde Sechster, Schumacher Zehnter.

18.04.2010 Bianca Leppert

Wer am Anfang der Saison befürchtet hat, die Formel 1 Saison 2010 würde langweilig, wurde spätestens beim Grand Prix von China eines Besseren belehrt. Ständig wieder einsetzender Regen machten das Rennen zur Reifenlotterie und zum wohl spannendsten Grand Prix der bisherigen Saison.

Strategie war entscheidend

Die beste Strategie hatte am Sonntag eindeutig McLaren. Jenson Button feierte nach Australien bereits den zweiten Sieg in dieser Saison. Der Weltmeister legte den Grundstein  bereits am Start, als er nicht wie viele andere auf Intermediates wechselte und sich damit einen Boxenstopp sparen konnte. "Dieser Sieg ist etwas Besonderes für mich", sagte Button nach dem Rennen. "Es ging nicht nur darum schnell zu sein, sondern mit den Bedingungen klarzukommen. Wir hatten nicht einfach nur Glück."
 
Lewis Hamilton stoppte insgesamt vier Mal, schaffte es aber dank schneller Rundenzeiten und des überlegenen McLaren-Topspeeds auf der Geraden trotzdem auf den zweiten Rang. In der Schlussphase machte er noch einmal Druck auf Button, konnte ihn wegen zu stark abgefahrener Reifen aber nicht mehr attackieren. Am Ende trennten die Teamkollegen nur 1,5 Sekunden bei der Zieldurchfahrt.

Rosberg bester Deutscher

Nico Rosberg wurde wie schon in Malaysia Dritter und machte damit das silberne Podium mit Mercedes-Autos perfekt. Mit der gleichen Strategie wie Button durfte der Deutsche sogar lange Zeit Siegesluft schnuppern, musste sich am Ende aber doch noch den beiden Engländern geschlagen geben. Das Duell gegen Button verlor er durch einen Ausrutscher. Hamilton profitierte beim letzten Wechsel auf Intermediates davon, dass ihn McLaren sehr früh in die Box holte und er somit Zeit gewinnen konnte. "Es war schön mal wieder ein Rennen anzuführen und ich bin sehr happy darüber", sagte Rosberg. "Es war ein Schritt in die richtige Richtung."
 
Wieder mal eine starke Vorstellung lieferte auch Ferrari-Pilot Alonso mit dem vierten Rang. Der Spanier ging nach dem Start in Führung, musste aber kurze Zeit später wegen eines Frühstarts eine Durchfahrtsstrafe absolvieren. Trotz seiner fünf Boxenstopps - nur Hülkenberg und Alguersuari hatten mehr - kämpfte sich der Spanier kontinuierlich nach vorne. Dabei half ihm vor allem die Safetycar-Phase in Runde 22 und ein beherztes Überholmanöver, bei dem er sich frech an Teamkollege Felipe Massa in der Boxeneinfahrt vorbeiquetschte.

Red Bull verkalkulierte sich mit der Reifenstrategie

Platz fünf ging an Robert Kubica im Renault, der wie Button und Rosberg zu der Gruppe gehörte, die am Anfang des Rennens auf Slicks draußen blieben und sich so einen Stopp sparten. Dahinter kam Sebastian Vettel im Red Bull ins Ziel. Der Deutsche erwischte nicht nur einen mäßigen Start, sondern verwachste auch mit der Reifenstrategie. Die Herzen der deutschen Fans schlugen wohl in Runde 18 am schnellsten, als er sich in einem spannenden Duell mit Michael Schumacher durchsetzen konnte.
 
Renault-Pilot Vitaly Petrov wurde Siebter und landete damit bei seiner ersten Zielankunft direkt in den Punkten. Mark Webber und Felipe Massa mussten sich ihren Teamkollegen geschlagen geben und fuhren die Plätze acht und neun ein.

Michael Schumacher wurde Zehnter und stockte sein Punktekonto damit nur um einen Zähler auf. Seinem Ruf als Regengott konnte er in diesem Rennen nicht gerecht werden, fielen doch die Rundenzeiten merklich langsamer als die von Rosberg aus. Stattdessen unterhielt sich Schumacher während des Rennens mit zahlreichen Duellen wie zum Beispiel mit Adrian Sutil. "Das war kein gutes Wochenende für mich und auch nicht von mir", klagte der Rekordchampion säuerlich. "Man muss es als Erfahrung abhaken und beim nächsten Mal besser machen."

Sutil auf Position elf, Hülkenberg 15.

Während es für Schumi auf Rang zehn noch einen WM-Punkt gab, ging Sutil einen Platz dahinter leer aus. Der Force India-Pilot fuhr im Rennen lange in den Top Ten, fiel jedoch am Schluss zurück. Auch Jaime Alguersuari machte zwischenzeitlich auf sich aufmerksam, wurde aber durch eine Kollision mit Bruno Senna mit anschließendem Reparaturstopp zurückgeworfen. Nico Hülkenberg wurde vor den HRT-Piloten 15. und besuchte die Box insgesamt sechs Mal.
 
Auch über Virgin Racing und Sauber scheint ein Fluch zu liegen. Wieder einmal konnten beide Teams kein Auto ins Ziel bringen. Für Timo Glock war das Rennen vorbei, bevor es überhaupt richtig angefangen hatte. Der Wersauer blieb mit Motorenproblemen stehen, als er sich auf den Weg in die Formationsrunde machen wollte. Auch sein Teamkollege Lucas di Grassi sah die Zielflagge nicht. Die Sauber-Piloten starteten zwar beide ins Rennen, doch Kamui Kobayashi wurde kurz nach dem Start mal wieder in einen Crash verwickelt und Pedro de la Rosa fiel auf aussichtsreicher vierter Position liegend in Runde acht mit einem technischen Defekt aus.

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