Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

GP Türkei 2010 - Ergebnis Rennen

McLaren-Doppelsieg nach Red Bull-Crash

Formula 1 Grand Prix, Turkey, Sunday Podium Foto: xpb 29 Bilder

McLaren feierte in der Türkei einen Doppelsieg mit Lewis Hamilton und Jenson Button. Für die eigentliche Sensation sorgten Sebastian Vettel und Mark Webber, die ihren sicher geglaubten Doppelsieg durch eine Kollision wegschmissen.

30.05.2010 Bianca Leppert

Lewis Hamilton feierte in Istanbul seinen ersten Sieg der Saison 2010. Der Brite wehrte sich noch bis zum Schluss erfolgreich gegen die Attacken seines Teamkollegen Jenson Button und sicherte sich damit den Triumph. "Es war ein sehr interessantes Rennen", sagte Hamilton. "Ich wusste, dass wir eine gute Rennpace haben. Die Red Bull waren aber in Kurve 8 schneller. Es war ein guter Kampf mit Jenson und es war fair. Ein tolles Ergebnis für uns."
 

Red Bull machte sich das Rennen selbst kaputt

McLaren und Red Bull fuhren in der Türkei ihr eigenes Rennen weit vor den anderen Teams. Hamilton lag lange auf Platz zwei hinter Mark Webber, fiel nach seinem Boxenstopp aber hinter Sebastian Vettel zurück. Doch Red Bull stellte sich in Istanbul selbst ein Bein. Lange Zeit sah es nach einem Doppelsieg für die roten Bullen aus, dann gerieten Sebastian Vettel und Mark Webber bei einem Überholmanöver von Vettel in Runde 40 von 58 aneinander.

Der Deutsche beschleunigte den Australier vor Kurve 12 aus, doch dann kollidierten die beiden Teamkollegen. Vettel musste daraufhin die Segel streichen, Webber konnte weiterfahren und trotz zweitem Boxenstopp noch den dritten Platz retten. Der Zoff zwischen den Teamkollegen dürfte allerdings programmiert sein.

"Offensichtlich bin ich heute nicht der Glücklichste", kommentierte Vettel die Situation kurz nach dem Rennen. "Die Situation war eindeutig. Ich war schon in den Runden zuvor klar schneller. Ich habe mir die Situation genau angeschaut und dann zum Überholen angesetzt. Ich war innen und habe mich schon auf den Bremspunkt konzentriert. Dann habe ich das Auto verloren. Zwischen Teamkollegen ist das immer blöd, aber man sollte auch immer genügend Platz lassen."

Mark Webber schilderte die Situation lediglich und sparte sich eine Wertung. "Er ist ziemlich schnell reingezogen und dann haben wir uns berührt", meinte der Australier. "Das ist natürlich schade für das Team, aber es kann manchmal passieren."

Nico Rosberg kämpfte mit Robert Kubica

Dahinter spielte der Rest des Feldes eher eine Nebenrolle. Michael Schumachers Rennen verlief recht unspektakulär, konnte er sich doch von Teamkollege Nico Rosberg die meiste Zeit absetzen und hatte auch nach vorne keine Chance mehr. Rosberg hatte dagegen mit Robert Kubica zu kämpfen. Der Renault-Pilot machte ordentlich Druck, fuhr auch die schnelleren Rundenzeiten, kam aber nicht mehr vorbei und wurde schließlich Sechster.

"Ich hing das ganze Rennen hinter Michael fest und musste noch auf Kubica aufpassen und mich nach hinten orientieren. Ich habe extra langsam gemacht, um Abstand zu Michael zu lassen, damit ich bei einem Pitstop wegen des Regens keine Position verliere." Das leichte Tröpfeln stellte am Ende allerdings kein großes Problem dar.

Ferrari war chancenlos

Die Ferrari sahen in Istanbul extrem blass aus. Nach dem Desaster im Training waren die Italiener auch im Rennen nicht schlagkräftig. Felipe Massa betrieb mit Platz sieben noch Schadensbegrenzung, direkt dahinter sah Fernando Alonso als Achter die Zielflagge. Dem Spanier gelang es erst vier Runden vor Schluss den vor ihm herfahrenden Vitaly Petrov zu knacken. Der musste kurz darauf mit einem Reifenschaden das Rennen abhaken, wurde aber noch 15. So erbten Adrian Sutil und Kamui Kobayashi noch die Plätze neun und zehn. Für Sauber der erste Punkt überhaupt in diesem Jahr.

Nico Hülkenberg hatte bereits zu Beginn des Rennens Probleme und steuerte die Box an. Er beendete den Grand Prix auf dem 17. Platz. Direkt dahinter lief Timo Glock ins Ziel ein. Die Lotus-Boliden mussten beide mit technischen Defekten aufgeben.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden