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Formel 1: Interview mit Rubens Barrichello

"Die Zeit der alten Herren ist gekommen"

Fahrstil Barrichello Foto: Daniel Reinhard, Wolfgang Wilhelm 48 Bilder

Rubens Barrichello geht in seine 18. Formel 1-Saison. Der Rekordteilnehmer sprüht immer noch vor Ehrgeiz. Nach Jahren des Jugendwahns sieht er die Zeit der alten Herren zurückkommen, sagte er im Gespräch mit auto-motor-und-sport.de.

02.02.2010 Michael Schmidt

Sie haben viele unterschiedliche Autos und Reglements in Ihrer langen Karriere kennengelernt. Wie gefällt Ihnen die jüngste Formel 1-Generation?
Barrichello: "Nach dem ersten Testtag lässt sich noch nichts Schlüssiges über die neuen Autos sagen. Generell macht es keinem Fahrer Spaß, mit 160 Kilogramm Benzin im Auto herumzufahren. Das macht dich vier Sekunden langsamer, und Rennfahrer wollen ja immer schneller werden. Besser finde ich, dass die Qualifikation wieder mit minimaler Spritmenge stattfindet. Das ist Rennsport pur."

Sie kennen Rennen ohne Tankstopps von 1993. Ein Vorteil?
Barrichello: "Das lässt sich nicht vergleichen. Das waren damals andere Autos, andere Reifen, eine andere Aerodynamik. Auch für mich ist hier alles neu."
 
Sie reden wie einer, der mit der Formel 1 gerade anfängt.
Barrichello: "Meine beide Söhne haben die Schule gewechselt, und sie hatten exakt heute ihren ersten Tag dort. Genauso fühle ich mich jetzt. Es wie ein Neustart meiner Karriere, wenn ich in einem neuen Auto sitze. Und ich fahre endlich für Williams. Davon habe ich immer geträumt."
 
Gab es für Sie Alternativen?
Barrichello: "McLaren wollte zwei Mal mit mir sprechen, aber es hörte sich nicht nach etwas Ernsthaftem an. Ich hatte mich früh auf Williams festgelegt."
 
Wie verlief der erste Testtag?
Barrichello: "Natürlich wäre ich gerne die Rundenzeiten von Massa gefahren, der zwei Sekunden schneller war als wir. Doch keiner weiß, wer mit wieviel Sprit gefahren ist. Zehn Kilogramm sind drei Zehntel. Wir sind auch noch nicht die volle Power des Cosworth-Motors gefahren. Wir hatten Probleme mit der Balance mit der Spritmenge, die wir probiert haben. Das Auto hat stark untersteuert. Daran arbeiten wir jetzt. Wir werden wahrscheinlich erst am Samstag in Bahrain wissen, wo wir stehen."
 
Was sagen Sie zu dem Comeback von Michael Schumacher?
Barrichello: "Es ist gut, ihn wieder zu sehen. Er ist ja nicht der einzige ältere Fahrer, der zurückkehrt. Auch Pedro de la Rosa ist zurück. Vielleicht bin ich ein bisschen mit schuld, dass die alten Herren wieder einsteigen. Sie haben an meiner letzten Saison gesehen, dass Alter kein Hindernis sein muss. Im Gegenteil: Ich glaube, der Trend nur immer auf junge Fahrer zu setzen, ist gestoppt. Die Zeit der alten Herren ist gekommen. Erfahrung zählt wieder etwas, vor allem bei den wenigen Testfahrten, die uns noch geblieben sind."

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