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Formel 1-Krieg

Am Mittwoch fällt die Entscheidung

Bernie Ecclestone Foto: dpa 32 Bilder

Kehrt endlich Friede ein in der Königsklasse? Formel 1-Chef Bernie Ecclestone ist davon überzeugt: "Schon nächste Woche könnte es soweit sein." Der entscheidende Tag im Formel 1-Krieg soll der Mittwoch werden.

11.07.2009 Michael Schmidt

Der Formel 1-Friede besteht aus drei Elementen: Dem Concorde Abkommen zwischen den Teams, der FIA und den Inhabern der kommerziellen Rechte (CVC). Dem sportlichen und technischen Reglement. Und einem Vertrag unter den 13 Teams, in dem sie sich gegenseitig zum Sparen verpflichten.

Vertrag zwischen den F1-Teams

Die FIA ist zwar nicht Teil dieses Vertrages, sie besteht aber darauf, dass die Teams untereinander einen Ehrenkodex und Regeln definieren, wie und wo genau gespart werden soll. Quasi als Schutz für die kleinen Teams. Summen bleiben geheim. So wollten es die acht FOTA-Teams.

Die Verhandlungen zu diesem Finanzvertrag finden kommenden Mittwoch (15.7.) in London statt. Wird er unterzeichnet, will die FIA auch das Concorde Abkommen abschließen. Die Prüfung des 350 Seiten starken Dokuments ist abgeschlossen. Aus Paris kommen Signale, dass man mit dem von den Teams und CVC abgenickten Abkommen bis 2012 einverstanden ist.

Ball liegt bei den Teams

Damit steht der Unterschrift des Verbandes nur noch das Gelingen der Gespräche am kommenden Mittwoch im Wege. "Wir haben unseren Teil beigetragen", heißt es aus FIA-Kreisen. "Jetzt liegt der Ball bei den Teams, dass sie sich auf ein Finanzgesetz einigen. Wir haben da keine Stimme."

Die Einigung über das Reglement ist dann nur noch Formsache. "Es geht um ein paar Details, die schnell gelöst werden können", sagt FIA-Rennleiter Charlie Whiting. Ein strittiger Punkt ist, ob 2010 wie in dieser Saison acht Motoren pro Fahrer oder nur fünf eingesetzt werden. Die Cosworth-Teams Manor, Campos und USF1 plädieren für acht, weil sie fürchten, dass das vier Jahre alte Motorenkonzept Probleme hat, Distanzen von bis zu 2.000 Kilometer zu bewältigen. 2011 könne man dann auf fünf Motoren pro Fahrer zurückrüsten.

Gewicht geht nach oben

Dann hätte man ein Jahr Zeit, die Motoren dahin zu entwickeln. Das Drehzahllimit liegt für alle gleich bei 18.000/min. Die Sonderbehandlung für Cosworth ist vom Tisch. Beim Mindestgewicht sind sich nach FIA-Aussagen alle einig, dass es auf 620 Kilogramm angehoben werden soll. Auch dann, wenn alle auf KERS verzichten. Da der Sparplan der FOTA unter anderem Einschränkungen bei der Wahl der Materialien beinhaltet, kommt auch den FOTA-Teams ein höheres Mindestgewicht entgegen. Weniger exotische Werkstoffe treiben das Gewicht automatisch nach oben.

Bei den Radabdeckungen enthält sich die FIA der Meinung. "Das überlassen wir völlig den Teams. Wenn sie der Meinung sind, dass man sie verbieten soll, dann werden sie eben verboten." Wann hat man schon einmal soviel Kompromissbereitschaft aus Paris gehört? Bernie Ecclestone jedenfalls ist überzeugt: "Nächste Woche haben wir Friede in der Formel 1. Wir werden uns alle einigen und es wird auch nur eine Serie geben."

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