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Formel 1: McLaren

McLaren ist Geheimfavorit für den Sieg

Lewis Hamilton Foto: xpb.cc 26 Bilder

Red Bull muss aufpassen. McLaren-Mercedes fordert das schnellste Auto im Feld heraus. Lewis Hamilton und Jenson Button sind die Geheimfavoriten auf den Sieg in Istanbul. Die Gefahr für Red Bull liegt in der ersten Runde.

29.05.2010 Michael Schmidt

Lewis Hamilton hat sich die erste Runde des Grand Prix der Türkei in seinem Kopf bereits zurechtgelegt. "Plan A ist, dass ich beim Start an Webber vorbeigehe." Das wird schwierig, denn der Weltmeister von 2008 startet von der schmutzigen Spur. "Kein Beinbruch", findet Hamilton, "Ich habe in den zurückliegenden Jahren schon einmal bewiesen, dass man vom zweiten Startplatz seine Position zumindest halten kann."

Hamilton will sich Webber in Kurve acht zurechtlegen

Wenn der Sturmlauf auf Webber in der ersten Kurve nicht funktioniert, dann klammert sich Hamilton an Plan B. "Sollte ich es schaffen, bis zur Kurve acht an Webber dranzubleiben, dann packe ich ihn mir auf den langen Geraden danach. Mit vollen Tanks sollte es möglich sein, in Kurve 8 den Red Bull zu folgen. Da fährt keiner die Kurve voll. Besonders nicht in der ersten Runde, wenn du erstmal ein Gefühl dafür kriegen musst, wie das schwere Auto auf den Bodenwellen reagiert."

Die McLaren sind mit einem Topspeed-Vorteil von sechs km/h gegenüber den Red Bull eine echte Gefahr. "Auf den Geraden müssen wir aufpassen. Wenn die einmal vorbei sind, wird es unheimlich schwer für uns", gibt Pole-Mann Mark Webber zu. Hamilton baut auf einen guten Dauerlauf am Freitag. "Wir sind im Rennen noch stärker", droht er seinen Gegnern. Die Rennsimultion war deutlich besser als die von Webber. "Dafür gibt es technische Gründe", führt der Red Bull-Pilot an, "die haben wir im Griff."

Hamilton lässt sich nicht beirren: "Es ist nicht unmöglich, dass wir hier gewinnen." Kurve 8 ist für den Engländer kein Schreckgespenst mehr. 2008 platzte ihm der rechte Vorderreifen, im letzten Jahr gab ihm Bridgestone eine Begrenzung der Rundenzahl pro Reifensatz mit auf den Weg. Keiner fährt aggressiver durch diesen 260 km/h schnellen Linksbogen als Hamilton. "Ich habe aus den Vorfällen der Vergangenheit gelernt", winkt der McLaren-Star ab. "Heute fahre ich die Kurve etwas anders an, und wir haben auch beim Setup Vorkehrungen getroffen. In diesem Jahr ist die Kurve kein Problem für mich. Ich kann im Rennen frei fahren."

Jenson Button überrascht vom großen Fortschritt

Auch Jenson Button sieht nach seinem Ausfall in Monte Carlo wieder Land in Sicht: "In Barcelona fehlte uns eine Sekunde auf die Red Bull. Jetzt sind wir praktisch dran. Damit hätte ich nie gerechnet. Ich bin echt überrascht, wie gut die Modifikationen am Auto funktionieren." Button spricht den neuen Front- und Heckflügel an. Teamchef Martin Whitmarsh erklärt den großen Topspeed-Vorteil vor allem mit dem Heckflügel, der eigentlich erst in Kanada debütieren sollte. "Wir haben ihn ein Rennen vorgezogen. Er ist effizienter und hat uns hier in Istanbul einen großen Vorteil verschafft." Effizienz heißt übersetzt: Gleicher Abtrieb bei weniger Luftwiderstand.

Auch die Streckencharakteristik kommt den McLaren entgegen. Wenn Monte Carlo überhaupt nicht ins Anforderungsprofil der Autos aus Woking passte, dann ist in Istanbul mit seinem Mix aus mittelschnellen und schnellen Kurven das Gegenteil der Fall. Hamilton und Button bestätigten: "So gut ging unser McLaren noch nie."
 

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