Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Formel 1: McLaren Mercedes

Der McLaren-Flügel-Trick ist legal

F1 Aerodynamik 2010 Foto: xpb 30 Bilder

Die Gegner von McLaren haben umsonst Wind gemacht. Der Trick, der es McLaren erlaubt, auf der Geraden am neuen MP4-25 die Strömung am Heckflügel abreißen zu lassen, ist bei der technischen Abnahme durch die FIA als legal eingestuft worden.

11.03.2010 Michael Schmidt

McLaren kann aufatmen. Der neue MP4-25 stand zwei Wochen lang im Kreuzfeuer der Kritik. Zwei Teams hatten die FIA-Kommissare mit Fragen gelöchert, ob das System, das McLaren benutzt, um bei Topspeed am Heckflügel die Strömung abreißen zu lassen, legal sei. Die Anfragen hatten hauptsächlich eine Zweck. Herauszufinden, was McLaren wirklich macht.

Legalitäts-Frage auf den F1-Saisonstart in Bahrain verlegt

Um Brisanz aus der Diskussion zu nehmen, hatte McLaren eigens FIA-Rennleiter Charlie Whiting nach Woking eingeladen, um sich von der Legalität des Systems zu überzeugen. Doch der Besuch fiel ins Wasser. Whiting kam einen Tag später als geplant von einer Rennstreckeninspektion aus Brasilien nach Europa zurück.
 
So wurde die Frage, ob der neue McLaren regelkonform ist oder nicht auf die technische Abnahme vor dem Saisonstart in Bahrain vertagt. Am Nachmittag hoben die FIA-Kommissare den Daumen. Der Trick, den McLaren ausgeheckt hat, entspricht den Regeln. Gegen eine Störung der Strömung am Flügel ist prinzipiell nichts einzuwenden. Die Diskussionen drehten sich hauptsächlich darum, wie das Auto weiß, ob es sich auf einer Geraden befindet oder in einer Kurve. Jeder Automatismus, der irgendein Teil am Auto verändert, um aerodynamisch Einfluss zu nehmen, ist nicht erlaubt. Zum Beispiel ein Druck belastetes Ventil. Damit ist klar: Das Kommando kann nur vom Fahrer kommen.

Wie der Trick genau funktioniert, bleibt ein Geheimnis
 
Jetzt bleibt es der Phantasie der anderen Teams überlassen, welches Körperteil Lewis Hamilton und Jenson Button benutzen, um den Luftkanal zu öffnen oder zu schließen, der vor dem Cockpit mit einem kleinen Schnorchel beginnt und von dort bis zum Ende der Airbox reicht, das mit dem oberen Flügelelement verbunden ist. Die meisten glauben: Es ist das Knie. Aus Reihen der Kommissare ist nur soviel zu hören: "Ein simpler, aber genialer Trick."

Ganz ungeschoren kam McLaren dennoch nicht davon. Am letzten Testtag in Barcelona war man mit einem Diffusor aufgetaucht, der in einem Bereich zu weit ausgeschnitten war, nämlich dort wo der externe Anlasser angedockt wird. Das ist verboten. McLaren muss in diesem Bereich auf den alten Stand zurückbauen.

Umfrage
Ist McLaren ein WM-Kandidat?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden