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Formel 1: Ferrari mit Motorschaden im Freien Training

Daumenschrauben ziehen sich weiter zu

Fernando Alonso Foto: dpa 34 Bilder

Wieder ein Motorschaden bei Fernando Alonso. Der Spanier gerät immer weiter in die Zwickmühle. Eigentlich war geplant gewesen, die Freitagsmotoren länger einzusetzen als geplant, um den Motorenplan wieder ins Lot zu bringen.

16.04.2010 Michael Schmidt

Am Donnerstag hatte Fernando Alonso noch über seine Motorensituation geplaudert. Nach dem Motorplatzer von Malaysia und dem unplanmäßigen Motorentausch am Sonntagvormittag in Bahrain war der Spanier mit dem Einsatzplan seiner Triebwerke bereits im Minus.

Alonso sieht Rennmotoren-Situation gelassen

Alonso beschwichtigte: "Für meine Rennmotoren ändert sich gar nichts. Da liegen wir weiter in unserem Schema. Nur bei den Trainingsmotoren müssen wir den Plan umstellen. Ich muss sie am Freitag wesentlich länger fahren als ursprünglich vorgesehen." Das Vorhaben ging in der ersten Trainingssitzung am Freitag gründlich schief. Nach sechs Runden parkte Alonso seinen feuerroten F10 in einer dezenten Rauchwolke am Streckenrand. Der Motor hatte rund 1.200 Kilometer auf der Kurbelwelle. 2.000 hätten es wenigstens sein sollen.

Es handelte sich um jenen Motor, der am Sonntag in Bahrain vor dem Rennen ausgebaut werden musste, weil ihm bei den unerwartet hohen Temperaturen im Training zuviel zugemutet worden war. Das leicht angeschlagene Triebwerk wurde danach zum Freitagsdienst eingeteilt und kam in Australien und Malaysia zum Einsatz. Es sollte auch noch in Shanghai und Barcelona seinen Dienst verrichten.

Rennmotor aus Bahrain wird im zweiten Training eingesetzt

Ferrari hat den Defekt befürchtet und will nicht ausschließen, dass es bald auch Felipe Massa erwischt. Beide Triebwerke waren in Bahrain vor dem Rennen aus dem Verkehr gezogen worden, weil wegen der großen Hitze die Ventilpneumatik zuviel Luft konsumiert hatte. Die öffnet und schließt de Ventile. Ein Ferrari-Sprecher meinte: "Irgendwie haben wir nach dem, was in Bahrain dem Motor zugefügt wurde, mit einem Exitus gerechnet."

Jetzt ist Ferrari gezwungen, im zweiten Training eines seiner Renntriebwerke einzusetzen. Zur Auswahl standen: Der Siegermotor von Bahrain, der ohnehin für Qualifikation und Rennen in China vorgesehen war. Oder ein frischer Achtzylinder. Das wäre dann bereits Motor Nummer vier von insgesamt acht. Das wollte man sich ersparen. Deshalb kommt der Rennmotor ein Training früher ins Auto. Für Alonso ziehen sich die Daumenschrauben immer enger zu. Sollte er mehr als acht Motoren in dieser Saison brauchen, muss er bei jedem neu eingesetzten Triebwerk zehn Startplätze zurück.

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