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Formel 1 ohne FIA

Foto: dpa

Bernie Ecclestone hat den ersten Zug im Schachspiel um die Macht in der Formel 1 gemacht. In einem dreistündigen Treffen versuchte er die Teamchefs auf ein gemeinsames Misstrauensvotum gegen FIA-Präsident MaxMosley einzuschwören.

07.06.2008 Michael Schmidt

Sollte der Engländer sich weiterhin weigern, sein Amt niederzulegen, macht Ecclestone den Teams eine Formel 1-WM ohne die FIA schmackhaft. Ob er mit einer Piratenserie Erfolg hat, muss bezweifelt werden. Red Bull und ToroRosso unterstützen eher die FIA. Ferrari stellt sich aus Prinzip nicht gegen den Weltverband. Daran wird sich auch nach den zunächst kritischen Aussagen von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo an Mosley nichts ändern.

Montezemolo ruderte nur 24 Stunden später zurück, indem er Mosley als guten Präsidenten lobte. Offenbar hat Max Mosley den Ferrari-Chef über die Hintergründe der Kampagne gegen seine Person in Kenntnis gesetzt. Es ist mittlerweile durchgesickert, dass die Personen enttarnt sind, die ihn observieren ließen und das Skandalvideo in Auftrag gegeben haben.

Die FIA will diese Trumpfkarte jedoch offenbar erst spielen, wenn es unbedingt nötig ist. Wenn dem so ist, dann müssen die versuchte Ablösung von Mosley und der Plan der Rechteinhaber, notfalls eine eigene Serie zu starten, direkt etwas miteinander zu tun haben.

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