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F1-Pilot von Polizei gestoppt

Jean Alesi 60 km/h zu schnell erwischt

Jean Alesi Foto: xpb 29 Bilder

Die Polizei hat Ex-Formel 1-Pilot Jean Alesi mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Autobahn erwischt. Die Behörden hielten den Namen des Temposünders zunächst geheim. Mittlerweile hat Alesi den Verstoß zugegegeben und erklärt, wie es dazu kam.

16.07.2015 Tobias Grüner

Der Nürburgring wirkt auf Rennfahrer bekanntlich eine magische Anziehungskraft aus. Am Dienstagnachmittag (14.7.2015) konnte es ein Pilot offenbar gar nicht erwarten. Nach Informationen der Polizei wurde eine Videoüberwachungsstreife auf ein Auto aufmerksam, das zunächst auf der A64 und dann auf der B52 bei Trier mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war.

Jean Alesi mit 140 km/h auf der Bundestraße gestoppt

Das Provida-Fahrzeug nahm die Verfolgung auf. Trotz PS-Nachteils konnten die Polizisten den Temposünder irgendwann stoppen. Während der anschließenden Kontrolle staunten die Beamten nicht schlecht: Beim Fahrzeugführer handelte sich um einen ehemaligen Formel 1-Piloten, der mit rund 140 km/h gemessen wurde, wo eigentlich nur 80 km/h erlaubt sind. Außerdem sei er zu dicht aufgefahren.

Über den Namen schwieg sich die Polizei zunächst aus. Bekannt wurde nur, dass er zwischen 1989 und 2003 in der Formel 1 aktiv war. Schon da war klar, dass es sich eigentlich nur um Jean Alesi handeln konnte. Gegenüber dem Schweizer "Blick" bestätigte der Franzose das Vergehen schließlich 2 Tage später.

Alesi auf dem Weg zu Testfahrten des Sohnes

"Ich saß schon einige Stunden in meinem Mercedes. Ich wollte von Avignon so schnell wie möglich auf den Nürburgring, wo mein Sohn Giuliano für nächste Saison ein Formel Renault-Auto testen durfte!", verteigte sich der 51-Jährige. Doch die Ausrede schützte nicht vor einer Strafe.

"Die Polizisten waren sehr nett, wir diskutierten über den Rennsport. Aber sie wollten dann trotzdem über 1.000 Euro von mir als Sicherheitsleistung. Zudem werde ich wohl ein zweimonatiges Fahrverbot für Deutschland erhalten", verriet Alesi. Nach der Bezahlung der Geldbuße vor Ort durfte der Ex-Pilot seine Fahrt zum Nürburgring immerhin fortsetzen.

Der in Genf lebende Franzose war 2003 schon einmal mit einem ähnlichen Delikt aufgefallen. Auf der französischen Autobahn erwischte die Polizei ihn damals mit 181 km/h statt der erlaubten 130 km/h. Das Bußgeld betrug damals allerdings nur 750 Euro.

In unserer Galerie blicken wir noch einmal zurück auf die Highlights aus der erfolgreichen Karriere von Jean Alesi.

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