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Formel 1-Piloten aus Australien

Nur drei von 13 F1-Aussies mit GP-Siegen

Mark Webber Foto: Red Bull 15 Bilder

Australier haben Seltenheitswert in der Formel 1. Seit 1950 traten nur 13 Piloten aus Down Under zu einem Grand Prix-Rennen an. Nürburgring-Sieger Mark Webber ist nur einer von drei Piloten, die einen Sieg in ihrer Statistik vorweisen können.

20.07.2009 Michael Schmidt

Mark Webber war sich der historischen Stunde am Nürburgring bewusst. "Es gibt nicht so viele Australier, die einen Grand Prix gewonnen haben." Sein Sieg war der 27. Triumph eines Formel 1-Piloten aus Australien. Aber nur drei Fahrer teilen sich die Sternstunden.

Jack Brabham gewann 14, Alan Jones zwölf Grand Prix-Rennen. Und Mark Webber hat nun einen auf dem Konto. Nach 28 Jahren Pause. Der letzte Australier stand am 17. Oktober 1981 in Las Vegas auf dem Siegerpodest. Alan Jones erklärte mit diesem Sieg seinen Rücktritt. Der Weltmeister von 1980 hielt sich allerdings nicht an sein Versprechen. Er kehrte 1983 für ein Rennen im Arrows und 1985 und 1986 für 19 Einsätze bei Haas-Lola zurück.

Brabham als Webbers Idol

Auch Jack Brabham wurde Weltmeister. Der 126-fache GP-Teilnehmer gewann gleich drei Mal den Titel. 1959 und 1960 auf Cooper-Climax, 1966 im eigenen Auto mit dem australischen Repco-Motor. Brabham ist Webbers Idol. "Jack hat mir am Tag nach dem Sieg ein Glückwunsch-Mail geschickt. Er ist schuld, dass ich Rennfahrer wurde. Mein Vater verehrte ihn. So kam der Rennsportvirus in unsere Familie."
 
Die meisten der insgesamt 13 Australier in der Formel 1 sind nur Spezialisten bekannt. Außer Brabham, Jones und Webber holte nur noch Tim Schenken WM-Punkte. Der spätere Rennleiter des GP Australien sammelte Anfang der 70er Jahre auf Brabham und Surtees bei 34 Starts sieben Zähler.

Austalier im Hafenbecken Monacos

Auch zwei Söhne von Jack Brabham versuchten sich in der Königsklasse. David Brabham kam auf 24 Einsätze. Sein Bruder Gary konnte sich nie qualifizieren. Unter den restlichen Piloten aus Down Under waren noch ein paar bunte Hunde. Von Frank Gardner stammte der berühmte Spruch: "Zum Rennfahren muss man nicht verrückt sein, aber es hilft."
 
Paul Hawkins war neben Alberto Ascari der zweite Fahrer, der mit seinem Auto ins Hafenbecken von Monte Carlo flog. Der spektakuläre Crash 1965 diente dem Film "Grand Prix" als Vorlage für eine Filmszene. Der Bruchpilot konnte sich retten. Hawkins starb 1969 bei einem Sportwagenrennen im Oulton Park.

Australische Punktewertung

Mark Webber hat sich mit seinem Sieg am Nürburgring zu einem Titelkandidaten aufgeschwungen. Er muss allerdings noch ein paar WM-Punkte sammeln, wenn er seine Landsleute in der ewigen Punktetabelle überholen will. Spitzenreiter ist natürlich Jack Brabham mit 261 Zählern. Alan Jones kam auf 206 Punkte. Webber ist bei 145,5 Zählern angelangt. Er wird wohl noch bis 2010 warten müssen, um auf Platz zwei der Landeswertung vorzustoßen.

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