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Formel 1 Reifen 2011

Pirelli kurz vor der Unterschrift

Rallye Schweden 2010 Foto: xpb 17 Bilder

Im Rennen um den Reifenvertrag für die Formel 1 steht Pirelli kurz vor der Unterschrift. Michelin wollte die Bedingungen der Teams nicht akzeptieren. Nachdem es bei der Frage Pirelli oder Michelin zunächst eine Pattstellung gab, sind jetzt zehn der zwölf Teams für Pirelli.

28.05.2010 Michael Schmidt

Es soll noch an diesem Wochenende bekannt gegeben werden. Die Teams wollen Klarheit darüber, wer ihnen ab 2011 für die nächsten drei Jahre die Reifen liefert. Obwohl es noch keine Unterschrift gibt, steht die Entscheidung praktisch fest. Pirelli wird nach 20 Jahren Formel 1-Pause in das Geschäft zurückkehren

Ursprünglich stand es bei der Frage Pirelli oder Michelin unentschieden

Michelin wollte die Bedingungen der Teams nicht akzeptieren. Die drängten bei einem Treffen in Monte Carlo vor allem auf zwei Kauseln. Keine Spezialverträge mit den Automobilherstellern und keinen Wettbewerb. Michelin wollte sich vor allem den Wettbewerbsausschluss nicht diktieren lassen. Für die Franzosen ist die Formel 1 langfristig nur interessant, wenn es einen Mitbewerber gibt.

Ursprünglich stand es bei der Frage Pirelli oder Michelin unentschieden. Sechs Teams waren für die Italiener, sechs für Michelin. Ferrari, Renault und Mercedes plädierten für den Konzern aus Clermont-Ferrand. Am Ende waren es Mercedes und McLaren, die die Pattstellung aufgelöst haben. Gäbe es heute eine Umfrage, wären nur noch Ferrari und Renault für Michelin.

Pirelli liefert für das gleiche Geld mehr Reifen

Bei den Privatteams ging nicht nur die Sorge um, mit dem Comeback von Michelin könnte auch ein Reifenkrieg zurückkehren, der im Endeffekt mehr kostet als die 1,5 Millionen Euro, die jedes Team im nächsten Jahr für den Reifenservice bezahlen muss. 120 Reifensätze pro Auto waren ihnen zu wenig. Pirelli bietet fürs gleiche Geld 300 Reifensätze an, womit es pro Auto und GP-Wochenende bei 44 Reifen bleibt.

Das Michelin-Modell hatte jedoch durchaus seinen Reiz, wie McLaren-Chef Martin Whitmarsh erklärt: "Es wäre an den Teams selbst gelegen, wann und wo sie mit neuen und mit gebrauchten Reifensätzen antreten. Das hätte je nach Einsatzzyklus von Rennen zu Rennen vielleicht eine andere Hackordnung gegeben. Wer sich für ein bestimmtes Rennen frische Reifensätze aufgehoben hätte, wäre gegenüber denen im Vorteil gewesen, die dort ihre gebrauchten Reifen eingesetzt hätten."

Auch bei Pirelli gibt es Bedenken. Wer sich an die letzte Formel 1-Phase der Italiener im Jahr 1991 noch erinnert, der führt ins Feld, dass die italienischen Reifen von Satz zu Satz große Qualitätsschwankungen aufgewiesen haben. Daran soll sich bis heute bei den Rennserien, die Pirelli beliefert, nicht viel geändert haben. Das würde für nächstes Jahr bedeuten, dass die Teams vom Losglück abhängig sind. Die FIA verteilt die elf Reifensätze pro Auto nach dem Zufallsprinzip.

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