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Formel 1-Politik

Ecclestones letzter Coup

Bernie Ecclestone 2014 Foto: xpb 41 Bilder

Diese Woche (26.6.2014) trifft sich der FIA-Weltrat in München um über das abzustimmen, was die Formel 1-Kommission am 18. Juni beschlossen hat. Viel ist es nicht, denn das Gremium lehnte fast alle Sparvorschläge ab. Doch dahinter steckt ein Plan. Bernie Ecclestone säht Chaos, damit er die Formel 1 danach retten kann.

25.06.2014 Michael Schmidt

Die Formel 1 wollte sparen, aber sie kann es nicht. Praktisch alle Vorschläge, wie man in Zukunft die Kosten reduzieren könne, wurden von der Formel 1-Kommission abgelehnt. Zum Glück auch der unsinnige Vorschlag, das GP-Wochenende um einen Tag zu verkürzen. Die Veranstalter protestierten. Und auch die meisten Teams rückten wieder von dem Schnellschuss ab. Dabei war es Bernie Ecclestone, der die Idee hatte, das Programm erst am Freitagnachmittag beginnen zu lassen.

Da die Veranstalter nichts ohne ihren Paten tun, muss man davon ausgehen, dass Ecclestone sie zu dem Veto angestiftet hat. Das macht auf den ersten Blick wenig Sinn. Auf den zweiten schon. Ecclestone steht unter Druck. Es gibt Gerüchte, dass ihn einige Heckenschützen bei den Rechteinhabern loswerden wollen, und zwar auch dann, wenn der Prozess in München gut ausgeht für den Chefbroker der Formel 1.

Erst Chaos, dann Rettung

Also muss Ecclestone seinen Dienstherren zeigen, dass er unentbehrlich ist. Er tut das schon, indem er Länder wie Mexiko und Aserbaidschan auf seinen Spielplan bringt. Es sind die letzten Veranstalter, die noch bereit sind, jenseits von 30 Millionen Dollar für einen Grand Prix zu bezahlen. Überall sonst bröckelt es.

Auch in Deutschland. So muss man auch Ecclestones aggressives Marketing zu einem möglichen Vertrag mit dem Nürburgring sehen. In den letzten Jahren hat Bernie in Deutschland auf viel Geld verzichtet, um das Rennen im Kalender zu halten. Jetzt will er dort wieder Geld verdienen. Die Nürburgring-Story soll auch Hockenheim aus der Reserve locken. Und Bernie will CVC zeigen, was er wert ist.

Ecclestone will Kontrolle behalten

Die gleiche Politik steckt hinter der Absage der Formel 1-Kommission an die Sparvorschläge der Teams. Da packt Bernie Ecclestone offenbar wieder seine alte Taktik aus. Er produziert maximales Chaos, um dann als Retter der Formel 1 dazustehen.

Wetten, dass er nach Prozessende in München mit einem Sparplan und einer gerechteren Geldverteilung um die Ecke kommt, und alle Teams und Veranstalter glücklich macht. Das wäre der Wink an CVC, dass es nur einen gibt, der die Teams unter Kontrolle hat. Und der heißt Ecclestone.

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