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Wenig Regeländerungen für 2016

Bis zur zweiten Runde keine Punkte

F1 Tagebuch - GP Singapur 2015 Foto: Red Bull 31 Bilder

Das Formel 1-Reglement bleibt erfreulich stabil. Für 2016 sind nur wenige Änderungen im Gespräch. Die Autos bleiben wie sie sind. Die Motoren bekommen mehr Entwicklungsfreiheit. Und bei den Reifen gibt es eine dritte Mischung im Angebot an den Rennwochenenden.

21.12.2015 Michael Schmidt

Bei der letzten Sitzung der Formel 1-Kommission bekamen die Teamvertreter ein 84-seitiges Dokument überreicht. Inhalt: Die neue Regeln für 2016 und die Vorstellung des 2017er Autos. auto motor und sport hat schon einmal einen Blick in das Papier geworfen. Wir können die Fans beruhigen. Im nächsten Jahr müssen sie nur wenige neue Regeln lernen.

Am Auto ändert sich praktisch nichts. Außer dass die Fläche der Kopfstütze im Cockpit auf mindestens 35.750 mm² festgelegt wird. Und alle leer stehenden Flächen zur Cockpitwand mit dem gleichen Schaummaterial aufgefüllt werden müssen, das in der Kopfstütze zum Einsatz kommt.

FIA macht MGU-H Schlupfloch zu

Die größten Änderungen gibt es beim Motor und den Reifen. In Appendix 4 des Motorenreglements werden die 66 möglichen Entwicklungs-Token über die kommenden Jahre neu verteilt. 32 im Winter 2015/16, 25 im darauffolgenden Jahr, dann 20, 15 und 3 in den letzten beiden Jahren des bestehenden Motorenreglements. Genau das ist aber der Punkt. 2018 soll es neue, einfachere und billigere Motoren geben.

Neu ist auch, dass die Ingenieure auf alle 42 erlaubten Entwicklungsbereiche zugreifen dürfen. Eine interessante Änderung findet sich in Artikel 5.1.6. des technischen Reglements. Da heißt es: Die Turboladerwelle darf nur mit der Turbine, dem Verdichter und der MGU-H verbunden sein. So will die FIA verhindern, dass die MGU-H an die Kurbelwelle gehängt wird. Offenbar gab es eine Anfrage in diese Richtung, und die FIA will so ein Schlupfloch zubetonieren.

Motorenhersteller dürfen auch alte Motoren anbieten

Pirelli bietet im nächsten Jahr drei Reifenmischungen an. Wie das genau funktioniert haben wir bereits beschrieben (--> siehe Story). Die Motorenhersteller können in Zukunft auch Triebwerke anbieten, die ein Jahr alt sind. In Artikel 23.5. heißt es: Nur Antriebseinheiten, die identisch sind mit einer homologierten Antriebseinheit gemäß den Regeln in Appendix 4, dürfen bis 2020 eingesetzt werden.

Im Sportgesetz gibt es außer den Reifen und der Motorenverteilung noch weitere Anpassungen. In Artikel 6.5. wird der Wortlaut geändert, weil es da eine Gesetzeslücke gab. Bislang hieß es: Wird das Rennen vor Ablauf der zweiten Runde abgebrochen und nicht wieder gestartet, gibt es keine Punkte. Bei mehr als zwei Runden bis 75 Prozent der Renndistanz werden halbe Punkte vergeben.

Bis jemand draufkam: Was passiert eigentlich bei exakt zwei Runden? Jetzt heißt es im Text: Wenn der Führende zwei Runden oder weniger bis zum Abbruch zurückgelegt hat, gibt es keine Punkte. So passiert beim letzten GP2-Rennen des Jahres in Abu Dhabi. Da wurden nach einem Crash in der zweiten Kurve die Tecpro-Barrieren so stark beschädigt, dass ein Re-Start in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht mehr möglich war.

Sofort DRS nach einer VSC-Phase

Auf Bernie Ecclestones Wunsch wird auch der Ausbau auf 21 Rennen in Artikel 5.4. des sportlichen Reglements verankert. Für eine Weltmeisterschaft müssen mindestens 8 und dürfen maximal 21 Grand Prix stattfinden.

Das virtuelle Safety Car kommt in Zukunft auch in den Trainingssitzungen zum Einsatz. So muss das Training nicht mehr unterbrochen werden, wenn ein havariertes Auto am Streckenrand abgeschleppt wird. Im Rennen ist am Ende einer VSC-Phase sofort wieder DRS erlaubt. Bislang musste man wie nach einem echten Safety Car zwei Runden lang warten, bis der Heckflügel wieder flachgestellt werden durfte.

In Appendix 8 wird auf die Kritik einiger Teams reagiert, dass neue Teams einen zu großen Vorteil bei der Aerodynamikentwicklung ihres Auto haben. In Zukunft muss jedes neue Team bis spätestens 7 Tage nach seiner Einschreibung einen Windkanal nominieren und das entsprechende Windkanalmodell spezifizieren. Das gleiche gilt für den Einsatz von CFD.

In Artikel 3 sind schließlich 12 zusätzliche Testtage während der Saison zugelassen. Die Sitzungen über sechs Mal zwei Tage sind ausschließlich für Tests mit den breiteren Reifen für 2017 reserviert.

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