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Formel 1 Reisetagebuch - GP Deutschland

Teil 10: Zu Gast in der grünen Hölle

Tobis Formel1 Tagebuch 2009 GP Germany Foto: Tobias Grüner 18 Bilder

auto motor und sport-Redakteur Tobias Grüner wurde in diesem Jahr erstmals auf die Formel 1 losgelassen. In seinem Grand Prix-Tagebuch erzählt der Neuling von seinen persönlichen Eindrücken aus den Fahrerlagern dieser Welt - dieses Mal aus Deutschland.

02.12.2009 Tobias Grüner

Mit dem Rennen auf dem Nürburgring stand endlich Mal eine Strecke auf dem Programm, auf der ich mich nicht erst neu zurechtfinden musste. Mit dem Auto ging es am Donnerstagmorgen Richtung Eifel, wo mich ein großer Stau, viele Bagger und die Eröffnungsfeier der neuen Ring-Attraktionen begrüßten. Mit großem Brimborium wurden Feriendorf, Event-Halle und das neue Motorsport-Wunderland für Nürburgring-Touristen eingeweiht. 250 Millionen Euro wurden insgesamt am traditionsreichen Ring verbuddelt.

Sogar Schumi war da

Sogar Michael Schumacher kam vorbei und drehte mit der neuen Achterbahn eine Runde. Wenn er gewusst hätte, dass ein paar Wochen später ein Defekt zu einer kleinen Explosion am Ring Racer führen sollte, hätte er es vielleicht bleiben lassen. So lief alles glatt und die Prominenz konnte quasi direkt von der Eröffnungsfeier zum groß angekündigten Boxkampf in die Ring Arena wechseln.
 
Das war allerdings nicht das einzige, das vom sportlichen Geschehen auf der Rennstrecke ablenken sollte. Nach der Rettung der Formel 1 gab es pünktlich zum Deutschland GP den nächsten Eklat. Bernie Ecclestone sorgte mit unüberlegten Äußerungen zu Adolf Hitler für Wirbel. Während die englischen Kollegen die Aufregung nicht so recht nachvollziehen konnten, war die Empörung unter den deutschen Kollegen groß. Ecclestone entschuldigte sich später und überstand die kurze Affäre ohne Imageschaden.

Force India obachlos

Beim Spaziergang durchs Fahrerlager fiel mir eine ungewöhnlich große Menschenmenge vor dem Motorhome von Force India auf. Zunächst hielten sich die Verantwortlichen bedeckt, aber schnell machte das Gerücht die Runde, dass Teamboss Vijay Mallya seine Rechnungen nicht bezahlt hat und der indische Tempel nun geschlossen wird. Erst durch eine kurzfristige Rettungsaktion Ecclestones kam die Sutil-Mannschaft wieder in seine vier Wände.
 
Auf der Piste machte zunächst Lewis Hamilton von sich Reden. Entgegen früher Ankündigungen brachte McLaren ein großes Aerodynamik-Paket mit an den Ring, allerdings nur für den Weltmeister. Heikki Kovalainen ging leer aus. Am Start sah es kurz nach einem großen Triumphzug des Champions aus, doch Mark Webber schlitzte dem nach vorne stürmenden Engländer den Reifen auf.

Ein Surfbrett bei Red Bull
 
Der Australier konnte unbeirrt weiterfahren und war auch von einer Durchfahrtsstrafe für sein rüpelhaftes Verhalten am Start nicht aus der Ruhe zu bringen. Im 131 Rennen gelang endlich der erste Sieg. Da Webber uns erst wenige Tage zuvor ein ausführliches Interview gegeben hatte, passte der Premierenerfolg gut ins Konzept. Aber eigentlich freute sich jeder für den Teamkollegen von Sebastian Vettel. Das ganze Fahrerlager gratulierte. Bei Red Bull holte man ein Surfbrett aus dem Schrank - keine Ahnung wo das plötzlich herkam - und feierte den Sieg ausgelassen mit Champagner.
 
Die große Geschichte aus deutscher Sicht war Adrian Sutil, der sich wieder einmal mit Kimi Räikkönen anlegte und dadurch einen sicheren Punkteplatz aufgeben musste. Zuvor war Sutil bis auf Rang zwei vorgefahren. Auch Rubens Barrichello sorgte mit der Kritik an seinem Team für Schlagzeilen nach dem Rennen, weil er sich nach einer Tankpanne nur auf Rang sechs ankam und in der WM-Wertung auf Position vier zurückfiel.

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