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Formel 1 Reisetagebuch - GP Spanien

Teil 6: Entspanntes Wochenende in Spanien

Tobis Formel 1 Tagebuch Spanien Foto: Wolfgang Wilhelm 16 Bilder

auto motor und sport Redakteur Tobias Grüner wurde in diesem Jahr erstmals auf die Formel 1 losgelassen. In seinem Grand Prix-Tagebuch erzählt der Neuling von seinen persönlichen Eindrücken aus den Fahererlagern dieser Welt - dieses Mal aus Spanien.

28.11.2009 Tobias Grüner

Nach den ersten vier Überseerennen begann in Barcelona endlich die Europa-Saison. Ich freute mich wie ein kleines Kind auf die großen Motorhomes, die ich bislang nur aus dem Fernsehen kannte. Und ich wurde nicht enttäuscht. An den Prachtbauten der Teams wurde schnell die Philosophie der einzelnen Rennställe klar.

BMW heißt seine Gäste mit einem modernen weiß-transparenten Motorhome willkommen. McLaren gibt sich an der Rennstrecke eher verschlossen. Alles ist verspiegelt. Der Blick von außen ist versperrt. Will man wissen, wer drin sitzt, muss man reingehen und nachschauen. Williams, Toyota und Renault zeigten sich mit vergleichsweise kleinen Teamunterkünften bescheiden. Ferrari ließ es dagegen richtig krachen. Die Italiener karrten gleich zwei riesige Motorhomes an die Strecke. Sauber getrennt - eines für das Team und eines für die Presse.

Die GP2 trug zur Unterhaltung bei
 
Auch die GP2 war in Barcelona erstmals am Start. Die Serie sollte in der Saison immer wieder zur netten Unterhaltung von Piloten und Journalisten beitragen. Aus deutscher Sicht ging der Start allerdings in die Hose. Nico Hülkenberg konnte nicht um den Sieg mitkämpfen und Romain Grosjean fuhr erstmals allen davon. Für beide sollte es noch ein aufregendes Jahr werden.
 
Uns Journalisten drohte auch in Spanien zu keinem Zeitpunkt langweilig zu werden. Auf der politischen Ebene schwelte immer noch der Streit um die Budgetgrenzen. Max Mosley hatte mit der Äußerung Öl ins Feuer gegossen, dass die Formel 1 auch ohne Ferrari überleben werde, was in Italien gar nicht gut ankam.
 
Unter den Augen von Rekordweltmeister Michael Schumacher schrieb die Scuderia auch sportlich negative Schlagzeilen. Kimi Räikkönen musste schon im Qualifying alle Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis begraben, als er nach missglücktem Pokerspiel schon in der ersten Runde ausschied. Felipe Massa ging dagegen aussichtsreich ins Rennen, verlor in den letzten Runden massiv an Boden, nachdem er vom Team angewiesen wurde, Sprit zu sparen.

Ganz oben stand wieder einmal Jenson Button

Der Sieger hieß wieder einmal Jenson Button. Die WM schien zum Selbstläufer zu werden. Für den Briten lief einfach alles perfekt: Er wollte einfach keine Fehler machen und die Konkurrenz stellte sich zumeist selbst ein Bein. Auch Rubens Barrichello konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit seinem Teamkollegen mithalten.
 
Für mich war Barcelona eines der entspanntesten Rennwochenenden des Jahres. Da die Spanier abends generell erst später essen, blieb immer noch genügend Zeit für ein ausschweifendes Dinner. Das war in dieser Saison leider nicht immer der Fall. Der katalanische Schinken mit Käse war einfach göttlich, was meine Waage allerdings nicht ganz so sehen wollte.

Oft sieht man nur Flughafen und Strecke
 
Leider habe ich es am ganzen Wochenenende nicht einmal geschafft, in die Innenstadt von Barcelona zu kommen. Aber das sollte ich nicht das einzige Mal in dieser Saison erleben. Das Tourismusprogramm beschränkt sich nur allzu oft auf Flughafen und Strecke. Unser Hotel lag zwar günstig in der Nähe des Circuit de Catalunya, bot aber nur wenig mehr Komfort als eine Jugendherberge. Aber ich wollte mich nicht beschweren. Ich war schließlich in der Formel 1.

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