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Formel 1 Reisetagebuch

Teil 1: Die Formel 1 wird Grüner

Formel 1 Tagebuch 2009 Foto: Tobias Grüner 16 Bilder

auto motor und sport Redakteur Tobias Grüner wurde in diesem Jahr erstmals auf die Formel 1 losgelassen. In seinem Grand Prix-Tagebuch erzählt der Neuling von seinen persönlichen Eindrücken aus den Fahererlagern dieser Welt.

23.11.2009 Tobias Grüner

Es war im November 2008, als mich mein werter Kollege Michael Schmidt zu einer kurzen Besprechung in sein Büro rief: "Freunde Dich schon mal mit dem Gedanken an, die kommende Formel 1-Saison vor Ort mitzuerleben. Wir müssen noch viel organisieren." Nach 443 Grand Prix wusste er, was auf mich zukommt. Ich wusste es nicht.

Sein Angebot, den einen oder anderen Grand Prix wegen privater Termine auszulassen, lehnte ich ohne länger darüber nachzudenken dankend ab. Die glamouröse Formel 1-Welt vor Augen kam für mich überhaupt nicht in Frage, auch nur einen Grand Prix zu verpassen.
 
Seit ich denken kann, bin ich Formel 1-Fan. Schon früh wurde ich mit dem Motorsport-Virus infiziert. Ich war gerade sechs Jahre alt, als mich mein Vater das erste Mal zum Hockenheimring mitnahm. Wie Alain Prost 1986 versucht hat, seinen McLaren mit leeren Tanks über die Ziellinie zu schieben, wird mir wohl ewig im Gedächtnis bleiben. Leider hatte ich es vor dieser Saison nicht geschafft, auch nur einen Grand Prix im Ausland zu sehen. Und nun gleich 16 auf einmal? Ich konnte es kaum glauben.

Das Formel-1-Wochenende beginnt nicht erst am Samstag
 
Bei den Vorbereitungen wurde mir nach und nach das Ausmaß dieser Entscheidung bewusst. Nur rund zwei Duzend Kollegen der schreibenden Zunft tun sich das Formel 1-Vollprogramm Jahr für Jahr an. Aus Deutschland sind es vielleicht eine Handvoll, die mit dem F1-Zirkus um die Welt reisen. Eine komplette Saison bedeutet für Journalisten weit mehr als 100 Tage im Ausland. Dabei beginnt ein Formel 1-Wochenende nicht erst mit dem Qualifying am Samstag, sondern schon mit zahlreichen Presseterminen am Mittwoch oder Donnerstag.  Faktoren wie Jetlag, Sightseeing oder das Kennenlernen von Land und Leuten spielten bei der Reiseplanung leider nur eine untergeordnete Rolle. Wir sind ja schließlich nicht zum Spaß hier.
 
Im Reisegepäck dabei war auch immer eine kleine Digital-Kamera, mit der ich Bilder für den privaten Gebrauch gemacht habe. Mit Daniel Reinhard (sehen Sie hier die schönsten Bilder von Daniel Reinhard der Saison 2009) und Wolfgang Wilhelm sind zwar bei jedem Grand Prix gleich zwei Fotografen für auto motor und sport im Einsatz, aber wenn man sie mal braucht, sind sie meist irgendwo anders unterwegs. Und so konnte ich den ein oder anderen Schnappschuss landen, für den mich so mancher Fotograf beneiden würde.

In den nächsten 17 Tagen berichtet Tobias Grüner von seiner ersten Formel-1-Saison
 
Es war vor einigen Wochen in Japan, als ich mit den Kollegen Schmidt bei einem Glas Sake und einer Platte Sushi noch einmal die verrücktesten Erlebnisse der ersten Saison durchging. Dabei reifte so langsam der Gedanke, dass man das alles eigentlich mal aufschreiben müsste. Nun ist es soweit. In den nächsten 17 Tagen können Sie an dieser Stelle meine Saison noch einmal Rennen für Rennen miterleben. Zu jedem Grand Prix gibt es meine persönlichen Eindrücke, einen Blick hinter die Kulissen und natürlich die schönsten Bilder.

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