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Formel 1: Renault beim China GP

Renault ist auf dem Vormarsch

GP China 2010 Foto: xp 51 Bilder

Vor der Saison witzelten viele noch über Renault. Das Team fiel mit dem außergewöhnlichen Design des R30 aus der Reihe. Doch die Franzosen festigen wie zuletzt in China ihren Status als bestes Team hinter den vier Favoriten.

19.04.2010 Bianca Leppert

Renault setzt auf Konstanz. In Bahrain blieb man zwar noch punktelos, in Australien und Malaysia konnte Robert Kubica das Punktekonto aber auffüllen. Beim Grand Prix von China schafften es nicht nur zum ersten Mal beide Autos ins Ziel zu kommen, sondern beide landeten auch in den Punkten. Momentan liegt Renault an fünfter Stelle hinter Mercedes GP in der Konstrukteurswertung. Das hätte zu Saisonbeginn kaum jemand vermutet.

Robert Kubica ist ein Kämpfer

Den Erfolg verdankt Renault vor allem Kubica. Die Speerspitze des Teams erwies sich als unerbittlicher Kämpfer, der die Mannschaft mit all seinem Ehrgeiz antreibt. Das Highlight war zweifelsohne der erste Podestplatz in Australien. Auch in China sah es zunächst wieder nach einem Platz auf dem Treppchen aus. Der Pole pokerte zu Beginn des Rennens richtig, blieb auf Slicks draußen und hatte ab der dritten Runde den dritten Platz inne. "Die Entscheidung, trotz des einsetzenden Regens auf profillosen Slick-Reifen zu bleiben, war genau richtig", resümiert der 25-Jährige.

Bis in Runde 28 konnte er den dritten Rang verteidigen, dann wurde er jedoch von Lewis Hamilton einkassiert. "Leider habe ich durch die Safety-Car-Phase meinen großen Vorsprung auf meine Verfolger eingebüßt, dies kostete mich am Ende eine Podestplatzierung", erklärt Kubica. Schließlich wurde er Fünfter. "Ich bin mit Rang fünf sehr zufrieden, auch wenn mich die verpasste Chance auf ein Ergebnis unter den ersten Drei etwas ärgert."

Vitaly Petrov überholt Michael Schumacher

Grund zum Ärgern dürfte sein Teamkollege Vitaly Petrov hingegen keinen haben. Der Russe erlebte wohl das beste Rennen seiner Karriere. Er kam zum ersten Mal in dieser Saison ins Ziel, holte mit Rang sieben sechs Punkte und düpierte zu guter Letzt auch noch den siebenmaligen Weltmeister Michael Schumacher.

"Endlich habe ich meinen ersten Formel 1-Grand Prix beendet und gleich auch noch WM-Punkte errungen!", sagte Petrov nach dem Rennen. "Das Rennen war wirklich schwierig und stellte uns vor große Herausforderungen, immer die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ich stand kontinuierlich mit meinem Renningenieur in Funkkontakt, um den richtigen Zeitpunkt für den Umstieg auf Regenpneus zu treffen - mit Erfolg."

Diese Strategie hatte so viel Erfolg, dass Petrov am Ende des Rennens noch einmal so richtig aufdrehte und zur Höchstform auflief. "Ich konnte in der Schlussphase richtig angreifen und einige Platzierungen aufholen", schilderte Petrov. "Speziell die Überholmanöver von Schumacher und Webber haben mir großen Spaß bereitet." Man glaubt es ihm aufs Wort.

Bleibt Renault weiterhin so stark, könnten die Franzosen zumindest zeitweise an der Tür von Mercedes GP anklopfen. Schumacher hatten beide Renault-Piloten in Shanghai im Griff. Letztlich bleibt abzuwarten, was die für Barcelona angekündigten Technikupdates bringen.

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