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Formel 1-Rookies 2013

Die Null-Punkte-Generation

Valtteri Bottas - GP Ungarn 2013 Foto: xpb 43 Bilder

Der Rookie-Jahrgang 2013 konnte bisher in dieser Saison noch nicht glänzen. In der WM-Wertung liegen Bottas, Gutierrez, Bianchi, Chilton und Van der Garde punktlos auf den hinteren Plätzen. Doch nicht bei allen ist der Gesamteindruck negativ.

08.08.2013 Tobias Grüner

5 Fahrer, 10 Rennen, 0 Punkte – die Bilanz des Rookie-Jahrgangs 2013 liest sich ernüchternd. Doch obwohl die Ausbeute bisher identisch ist, sollte man Jules Bianchi, Valtteri Bottas, Esteban Gutierrez, Max Chilton und Giedo van der Garde nicht in einen Topf werfen. Schaut man genau hin, sind die Leistungen der 5 Neulinge sehr unterschiedlich zu bewerten.

Bianchi im Schnitt 7 Zehntel schneller

Besonders deutlich wird das Leistungsgefälle bei Marussia. Chilton und Bianchi betreten hier gemeinsam Neuland. Nach 3 Saisons mit Timo Glock ist das kleinste Team der Formel 1 mittlerweile auf 2 Paydriver als Stammpiloten angewiesen. Sonst hätte schon in der Winterpause die Pleite gedroht. Bislang liest sich die Bilanz von Chilton und Bianchi allerdings sehr unterschiedlich.

Nur ein einziges Mal stand der Brite vor dem Franzosen in der Startaufstellung – als Bianchi wegen eines technischen Defekts keine Zeit im Monaco-Qualifying setzen konnte. Im den anderen 9 Rennen lag Chilton in seiner schnellsten Quali-Runde im Schnitt 0,762 Sekunden hinter dem Teamkollegen.

Lustige Randnotiz: Als Marussias Ex-Technikchef Pat Symonds zuletzt im auto motor und sport-Interview erklärte, dass man mit einem Fernando Alonso eine halbe Sekunde schneller wäre, protestierte Chilton lautstark. So viel stecke in dem Auto nicht drin, erklärte er voller Überzeugung. Ohne Referenz ist es momentan schwer einzuschätzen, ob Bianchi so stark oder Chilton so schwach ist. WM-Punkte würde wohl auch ein Alonso nicht mit dem Marussia-Renner holen.

Van der Garde fällt zu selten positiv auf

Das gleiche gilt auch für das grüne Caterham-Auto. Hier kämpft Giedo van der Garde in seinem ersten Formel 1-Jahr verzweifelt gegen sein Image als Paydriver. Mit Charles Pic hat der Holländer immerhin einen Teamkollegen, der sein zweites Jahr fährt und sich 2012 gegen Timo Glock bei Marussia achtbar geschlagen hatte. Im Qualifying-Duell liegt der Franzose gegen Van der Garde mit 7:3 in Führung.

Bisher konnte der Neuling noch nicht viele positive Akzente setzen. Der Einzug in die zweite Quali-Runde und Startplatz 15 in Monaco war bisher der größte Erfolg. Mit Rang 14 zuletzt in Ungarn konnte Van der Garde erneut sein Talent andeuten. Doch der Gesamteindruck bleibt eher negativ. Tiefpunkt der Saison war dabei der Crash mit Mark Webber beim Überrunden in Kanada. In der zweiten Saisonhälfte muss eine Steigerung kommen.

Gutierrez bezahlt Lehrgeld

Das gilt auch für Esteban Gutierrez. Der Sauber-Rookie steht aktuell komplett im Schatten vom Teamkollege Nico Hülkenberg. 10 Rennen – 10 Quali-Niederlagen. In der Punktewertung steht es 7:0. Gutierrez erlebte seinen negativen Höhepunkt schon in China, als er in der Startphase den Force India von Adrian Sutil abräumte.

"Esteban hat in den ersten Rennen seine Erfahrung machen müssen, sich die Hörner abgestoßen und Lehrgeld bezahlt", nimmt Hülkenberg seinen mexikanischen Teamkollegen in Schutz. "Das haben wir aber im ersten Jahr alle gemacht - ich auch. Ich glaube aber, er zeigt eine sehr ordentliche Entwicklung. Es sieht auf dem Papier schlechter aus, als es ist. Er lernt schnell." Mit der Ankündigung Saubers, den Russen Sergey Sirotkin 2014 ins Auto zu stecken, bleibt Gutierrez nun aber nur noch wenig Zeit, das Gelernte auch in Ergebnisse umzuwandeln.

Bottas mit positiver Quali-Bilanz

Der aktuell bestplatzierte Neuling heißt Valtteri Bottas. Wie seine 4 Rookie-Kollegen muss der Finne auch mit einem nicht immer konkurrenzfähigen Auto kämpfen. Obwohl auch Bottas Punkteausbeute noch bei null steht, hinterlässt er einen deutlich besseren Eindruck. Seine Qualifying-Bilanz kann sich mit 6:4 gegen Quali-Spezialist Pastor Maldonado wirklich sehen lassen.

Mit dem dritten Startplatz in Kanada konnte Bottas ein echtes Highlight für seinen Williams-Rennstall setzen. Mit Mercedes-Sportchef Toto Wolff und Ex-Weltmeister Mika Häkkinen als persönliche Berater scheint die Zukunft des Finnen sicher zu sein. Es fehlt nur noch ein besseres Auto und einige konstante Punkteankünfte zum Durchbruch.

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