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Formel 1: Mercedes GP Teamchef Ross Brawn

"Michael ist von Anfang an bei der Musik"

Michael Schumacher & Ross Brawn Foto: Mercedes GP 32 Bilder

Michael Schumacher ist mit 41 Jahren der älteste Fahrer im Feld der Formel 1. Sein Teamchef Ross Brawn kann allerdings noch keinerlei Abnutzungserscheinungen feststellen. Im Gegenteil: Er glaubt, dass Michael Schumacher sofort wieder bei der Musik ist.

26.01.2010 Michael Schmidt

Michael Schumacher ist der Star des neuen Mercedes-Werksteams. 80 Prozent aller Fragen drehten sich bei der offiziellen Präsentation um den siebenfachen Weltmeister. Nico Rosberg spielt notgedrungen eine Nebenrolle. Únd im Formel 1-Jargon hat man da schnell das Etikett der Nummer zwei.

Rosberg muss auf der Strecke überzeugen

Der 24-jährige Deutsche, der in Monte Carlo lebt, kann die Hackordnung bei Mercedes GP nur mit seinem Gasfuß durchbrechen. Denn von Schumacher weiß man: Er nimmt sich, was er kriegt. Das ist den Erfolgreichen angeboren. Rosbergs Hoffnungen, dass sein neuer Teamkollege mit 41 Jahren etwas Rost angesetzt hat, werden von Teamchef Ross Brawn weggewischt. "Michael würde nicht zurückkehren, wenn er sich nicht sicher wäre, dass es klappen kann."

Brawn dreht die Fragestellung, ob der Heimkehrer noch der gleiche ist wie früher, um: "Warum sollte er nicht so gut sein wie vorher. Er ist im zweiten Teil der 2006er Saison seine besten Rennen gefahren. Vielleicht wird er zwei Rennen brauchen, bis sich alles wieder eingespielt hat, doch ich persönlich glaube: Der ist vom Saisonstart in Bahrain wieder voll bei der Musik."

Schumacher wieder frisch nach Auszeit

Brawn schätzt den Formstand seines alten Kumpels ganz pragmatisch ein: "Das Talent verschwindet nicht. Bleiben Fitness und Einsatz. Ich glaube, Michael hat die Pause gut getan. Er hat seine Batterien aufgeladen, und was das ausmachen kann, habe ich an mir selbst erlebt. Ich hatte mir 2007 ein Jahr Auszeit genommen."

Dazu kommt die Erfahrung von 249 GP-Einsätzen. Nur Rubens Barrichello kann in dieser Disziplin mithalten. Doch der gilt trotz seiner exzellenten Saison 2009 nicht als direkter Gegner. Die heißen Lewis Hamilton, Fernando Alonso und Sebastian Vettel. Die haben zusammen 234 Starts auf dem Buckel.

Mehr Schumi-Siege als die Konkurrenz zusammen

Ähnlich eindeutig fällt der Vergleich bei den GP-Siegen aus. Schumacher hat mit seiner Rekordzahl von 91 Siegen mehr auf dem Konto als seine 25 neuen Kollegen in Summe. Fernando Alonso (21), Felipe Massa (11), Lewis Hamilton (11), Rubens Barrichello (11), Jenson Button (7), Sebastian Vettel (5), Mark Webber (2), Robert Kubica (1), Jarno Trulli (1) und Heikki Kovalainen (1) kommen gerade mal auf 71 Siegerpokale.

Dass der Rekordweltmeister am Ende an seinem Alter scheitert, glaubt Brawn nicht: "Die Teile des Körpers, die sich im Alter abnutzen, spielen im Rennauto keine entscheidende Rolle." Brawn denkt an Muskeln, Knochen und Gelenke. Von der Kondition her ist Schumacher fit wie ein 31-jähriger. Als er mit Nico Rosberg auf der Bühne stand, da machte der Formel 1-Veteran nicht den Eindruck eines alten Mannes. Im Gegenteil: So schlank wie bei der Präsentation hat man Schumacher in seinen letzten aktiven Jahren nicht mehr gesehen.

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