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Formel 1-Saisonrückblick 2009

Skandale, Crashs und Überraschungen

Formel 1 2009 Foto: dpa 86 Bilder

Mit dieser Saison hätten auch die kühnsten Experten nicht gerechnet. Ehemalige Hinterbänkler gaben plötzlich den Ton an und machten den Titel unter sich aus. Begleitet wurde der Sport aber immer wieder von Politik und Skandalen. Wir blicken noch einmal zurück.

02.11.2009 Tobias Grüner

Vor der Saison wusste niemand so genau, was man vom Formel 1-Jahrgang 2009 erwarten konnte. Die größte Aerodynamik-Revolution veränderte das Aussehen der Autos nachhaltig. Große Frontflügel vorne und hohe aber schmale Flügel am Heck sorgten zunächst für Befremden bei den Fans. Nach 17 Rennen dürfte sich jeder daran gewöhnt haben.

Erstmals setzt die Formel 1 auf Hybridantrieb

Mit dem Hybridsystem KERS und der Rückkehr der Slicks kamen zwei weitere neue Herausforderungen auf die Ingenieure zu. Auch das strikte Motorenreglement sorgte für Probleme. Am Ende war BMW-Pilot Nick Heidfeld aber der einzige, der das Limit von acht Triebwerken überschritt.

Für die Teams kam erschwerend hinzu, dass die Testfahrten unter der Saison erstmals in der Formel 1-Geschichte verboten wurden. Das Testverbot hatte auch Auswirkungen, die vorher nicht bedacht wurden. Neue Piloten wurden plötzlich ohne praktische Erfahrung ins Rennen geschickt. Mit Jaime Alguersuari (Toro Rosso) und Romain Grosjean (Renault) kamen gleich zwei junge Piloten neu in die Königsklasse.

Schumacher-Comeback abgesagt

Nachdem es im Jahr 2008 nicht einen einzigen Fahrerwechsel gab, zwangen in dieser Saison auch Verletzungen zu personellen Änderungen. Der Horror-Crash von Felipe Massa in Ungarn brachte zunächst Michael Schumacher ins Spiel. Begleitet von einer riesigen Medien-Welle musste der Rekord-Champion den Comeback-Versuch schließlich absagen. Massa wurde dann mehr schlecht als recht von Luca Badoer und Giancarlo Fisichella ersetzt. Bei Force India kam plötzlich Tonio Liuzzi zum Zug. Und als sich in Japan auch noch Timo Glock verletzte, gab Kamui Kobayashi sein Debüt bei Toyota.

Sportlich gesehen brachte der Jahrgang 2009 einige Überraschungen. Mit Brawn GP und Red Bull standen plötzlich zwei Teams ganz vorne, die ein Jahr zuvor noch weit hinterherfuhren. Jenson Button erlebte mit dem bereits totgesagten Honda-Nachfolger eine märchenhafte Auferstehung und krönte sich in seiner zehnten Saison zum Champion. Auch für Youngster Sebastian Vettel und Routinier Rubens Barrichello war die Saison im Rückblick äußerst erfolgreich, auch wenn es auf den Plätzen zwei und drei nicht ganz zum Titel reichte.

Streitpunkt Doppeldiffusor, drohende Piratenserie und BMW-Ausstieg

Leider wurde der Sport in dieser Saison zu oft von politischen Grabenkämpfen in den Schatten gestellt. Zu Beginn des Jahres beschäftigte der Doppeldiffusor und der Lügenskandal um Lewis Hamilton die Kommissare. Später stand die komplette Formel 1 am Abgrund, als die Teams über Monate mit der Gründung einer Piratenserie drohten. Als endlich ein neues Concorde Agreement unterschrieben war, sorgten der BMW-Ausstieg und der Singapur-Skandal um Nelson Piquet dafür, dass den Journalisten das Material nicht ausging.

In unserer großen Fotoshow blicken wir noch einmal Rennen für Rennen auf die wichtigsten Ereignisse einer aufregenden Saison.

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