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Formel 1 Showdown am Freitag

Teams und Mosley treffen sich in Monaco

Ferrari Foto: dpa 32 Bilder

Am Freitag (22.5.) treffen sich die Teams und Max Mosley zur nächsten Runde im Streit um ein Budgetlimit. Ferrari droht dabei noch immer, die Formel 1 zu verlassen, sollte die FIA auf ihren Plänen bestehen.

21.05.2009 Michael Schmidt

Die Ferrari-Drohung, im nächsten Jahr in einer anderen Rennserie zu fahren, wird im Formel 1-Fahrerlager heiß diskutiert. Tenor: "Eine Formel 1 ohne Ferrari wäre nichts mehr wert." Die meisten glauben jedoch, dass es Ferrari nicht ernst meint. Maranello widerspricht.

Ferrari hat in der 60-jährigen Geschichte der Formel 1 bei 27 Grand Prix gefehlt. Mal legten Metallerstreiks die Scuderia lahm, mal wollte sich Enzo Ferrari die Reisen zu den teuren Überseerennen sparen, mal verzog man sich beleidigt in den Schmollwinkel. So wie beim GP Österreich 1976, als Ferrari gegen den Sieg von James Hunt in Brands Hatch protestierte. Hunt war in eine Massenkollision nach dem Start verwickelt. Das Rennen wurde neu gestartet. Der McLaren-Pilot nahm am zweiten Rennen teil, obwohl er die erste Runde nicht aus eigener Kraft beenden konnte. Damals wirkten Ferraris Drohgebärden. Hunt wurde zwei Monate später der Sieg beim GP England aberkannt.

Mosley bleibt hart

Diesmal sieht Bernie Ecclestone wenig Chancen, dass FIA-Präsident Max Mosley nachgeben wird. "Max droht man nicht. Man versucht mit ihm, eine einvernehmliche Lösung zu finden." Der Formel 1-Chef hält die Konfrontationspolitik von Ferrari für wenig zielführend. Er hat auch keine Angst, dass die roten Autos nächstes Jahr in einer anderen Rennserie auftauchen. "Wenn sie auf die Formel 1 verzichten, hören sie ganz auf." Wo sollten Sie auch fahren? In Le Mans, gegen die Diesel-Armada von Audi und Peugeot? Oder in Indy, wo das Reglement Einheitschassis von Dallara und Einheitsmotoren von Honda vorschreibt?

Ecclestone gibt auch einer Piratenserie wenig Chancen. "Wer sollte sich darauf in Zeiten der Krise einlassen?" Es würde zuviel Geld Kosten, die Serie zum Laufen zu bringen." Mit zweifelhaftem Erfolg. Die anderen Hersteller müssten dafür zusätzliches Geld in die Hand nehmen. Abgesehen davon, dass eine von Teilnehmern organisierte Rennserie nicht funktionieren kann. "Gäbe es eine FOTA-Serie schon heute, wäre sie spätestens an der Diffusorfrage zerbrochen." Toyota, Brawn GP und Williams hätten ihre Idee vom doppelstöckigen Unterboden nie aufgegeben, nur weil die anderen sieben Teams sie darum gebeten haben.

FOTA unter Zeitdruck

Die nächste Runde im Formel 1-Streit steigt am Freitag, 22. Mai in zwei Etappen. Um 14.00 Uhr treffen sich die Teams der FOTA, um sich auf eine gemeinsame Linie einzuschwören. Max Mosley hatte sein Treffen mit den Teams ursprünglich auf 15.30 Uhr angesetzt. "Damit wollte er uns unter Zeitdruck setzen", vermutet Red Bull-Teamchef Christian Horner. Auf Wunsch der Teams wurde es auf 16.00 Uhr verschoben. Treffpunkt ist die Yacht von Flavio Briatore namens "Blue Force". Eigentlich hatte sich die FOTA noch mehr Bedenkzeit erhofft.

Einer im Fahrerlager spottet: "Selbst wenn du der FOTA drei Stunden Zeit gibst, können sie sich nicht auf einen vernünftigen Vorschlag einigen." Einer aus dem Reigen derer, die offiziell gegen eine Budgetdeckelung sind, wundert sich: "Unser Gegenvorschlag beinhaltet Budgetdeckelungen im Bereich der Aerodynamik, dem Motor, dem Getriebe und den Testmöglichkeiten. Wo ist das Problem, vier Budgetlimits zu einem zusammenzufassen?"

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