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Formel 1 oben ohne?

Schumi für geschlossenes Cockpit

Crash Start GP Belgien 2012 Hamilton Grosjean Alonso Foto: xpb 34 Bilder

Nach dem Unfall in Spa kochen die Emotionen im Fahrerlager hoch. Soll die Formel 1 in Zukunft auf ein geschlossenes Cockpit setzen, um noch mehr Sicherheit bieten zu können? Michael Schumacher spricht sich klar dafür aus, Sebastian Vettel ist hingegen kein großer Fan.

06.09.2012 Bianca Leppert

Die Bilder vom Horror-Unfall in Spa, bei dem das Auto von Romain Grosjean nur knapp am Kopf von Fernando Alonso vorbeischrammte, sind im Fahrerlager von Monza noch allgegenwärtig. Nun stellen sich alle die Frage: Muss die Formel 1 noch sicherer werden? Die Antwort liegt für viele auf der Hand. Ja, mithilfe eines geschlossenen Cockpits.

Geschlossenes Cockpit unvermeidbar?

Aber wollen das überhaupt alle? Die Meinungen dazu gehen auseinander. Nicht alle sind der Überzeugung, die Formel 1-Autos sollten in Zukunft im Dienste der Sicherheit wie Ufos aussehen. "Ich bin kein großer Fan des geschlossenen Cockpits, aber es wird in Zukunft unvermeidbar sein", sagt der Red Bull-Pilot. "Wenn man die Chance hat, es sich in dem Moment auszusuchen, wo jemand angeflogen kommt, wird wohl jeder die geschlossene Variante wählen. Deshalb wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis wir das haben."

Vettel stört sich an der Optik des geschlossenen Cockpits und ist der Meinung, dass es nicht zur Formel 1 passt. "Aber wenn man diese Einstellung generell hätte, wäre der Sicherheitsstandard heute auch nicht so hoch", gibt er zu Überlegen. Nico Hülkenberg bläst ins gleiche Horn wie Vettel und sagt: "Wir müssen sicherheitsorientiert denken, aber die Formel 1 nimmt da schon eine Vorbildfunktion ein. Eine Haube über dem Fahrerkopf würde der Formel 1 viel von ihrem Charme nehmen."

Michael Schumacher, der als Sicherheitsapostel bekannt ist, spricht sich hingegen ganz klar für ein Dach über dem Kopf aus. "Das muss die Zukunft sein", meint Schumi. "Wenn man sich anschaut, wie sich die Formel 1 in den letzten Jahren entwickelt hat, gab es große Verbesserung bei der Cockpit-Sicherheit."

FIA arbeitet Konzept aus

Die FIA arbeitet bereits seit 18 Monaten daran, Ideen für ein geschlossenes Cockpit zu sammeln. Für die Fahrer wäre das eine große Umstellung. Sie müssten sich an eine andere Sicht gewöhnen. Zudem müssten Lösungen gefunden werden, wie sich die Kuppel öffnen lässt, wenn beispielsweise ein Feuer ausbricht. Auch Scheibenwischer wären ein Thema bei Regen.

"Es wird nie  100 Prozent Zufriedenheit geben", meint Schumacher. "Du verbesserst die Sicherheit um soundsoviel Prozent, aber es gibt auch Nachteile wie die Sicht und das Herauskommen aus dem Auto. Man muss aber abwägen."

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