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Formel 1: Mercedes GP

So soll Schumacher wieder Rennen gewinnen

Formel 1 China Freies Training Foto: xpb.cc 54 Bilder

Mercedes macht ernst. Der GP China soll das letzte Rennen sein, bei dem Michael Schumacher und Nico Rosberg noch hinterherfahren. Ab Barcelona beginnt ein Wettrüsten, mit dem Mercedes die Lücke zur Spitze schließen will. Drei Ausbaustufen sind geplant.

17.04.2010 Michael Schmidt

Der Vorläufer einer Kopie des McLaren-Tricks, die Mercedes in Shanghai auspackte, ist nur ein Fingerzeig. Das Team meint es ernst mit seiner Aufholjagd. Der Heckflügel-Flap des MercedesGP W01 ist bereits mit einem Schlitz ausgerźstet, der es ermöglicht, die Strömung bei Topspeed abreißen zu lassen. Was noch fehlt, ist der Schacht vom Cockpit zum Flügel.

Schacht kommt erst in Istanbul zum Einsatz

Der wird allerdings frühestens in Istanbul folgen. Das passive System, das Mercedes im Augenblick einsetzt, bringt eine Zehntelsekunde und maximal drei km/h, aber das nur am Ende der Geraden, wenn genügend Staudruck aufgebaut ist. McLaren und Sauber können den Trick schon zu Beginn jeder Geraden nutzen.

Für Mercedes steht mehr auf dem Spiel als nur Topspeed auf der Geraden zu gewinnen. Das ganze Auto muss besser werden, damit Michael Schumacher und Nico Rosberg um Siege mitfahren können. In Barcelona soll endlich die Gewichtsverteilung mehr Richtung Heck getrimmt werden, um die Vorderreifen zu entlasten und das Untersteuern zu lindern. Statt abzuspecken um mehr Ballast zur Verfügung zu haben, greift Mercedes auf eine Lösung zurück, die das Gewicht automatisch mehr nach hinten verlagert. Man rückt die Vorderachse nach vorn und vergrößert den Radstand. Angeblich um fünf Zentimeter.

WM-Titel ist noch möglich

Das ist mit gewissen Risiken verbunden. Der Frontflügel rückt nach vorne, die Nase wird länger. Die Vorderräder sind weiter von den Seitenkästen entfernt, was das gesamte Strömungsbild auf den Kopf stellt. Viel Arbeit für die Aerodynamiker also. Für Barcelona werden auch die gesamte Aerodynamik und die Geometrie der Hinterachse revidiert. Das schafft mehr Platz für einen größeren Doppeldiffusor.

Barcelona ist jedoch nur der erste Schritt einer groß angelegten Aerodynamikoffensive. Die zweite Ausbaustufe folgt beim GP Türkei in Istanbul. "Und in Silverstone schieben wir noch einmal ein richtig großes Paket hinterher", kündigt Teamchef Ross Brawn an. Vielleicht ist das der Grund, warum Michael Schumacher trotz fehlender Resultate so optimistisch in die Zunkunft blickt. Und vielleicht lässt ihn das Wissen um die geplanten Fortschritte ernsthaft behaupten: "Der WM-Titel ist noch möglich."
 

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