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Formel 1 spielt verrückt: Schon wieder neues Punktesystem?

Im Dezember überraschte die FIA mit einem neuen Punktesystem. Statt zehn soll es künftig 25 Punkte für den Sieger geben. Noch vor dem ersten Rennen wird in Formel 1-Kreisen bereits wieder eine Modifikation diskutiert. Die Verteilung hinter dem Sieger soll sich ändern.

Gibt es keine anderen Probleme in der Formel 1? Im Dezember segnete der FIA-Weltrat ohne Not ein neues Punktesystem ab. Statt 10-8-6-5-4-3-2-1 für die ersten Acht sollen ab 2010 die besten Zehn WM-Punkte bekommen. Der Sieg wird mit 25 Zählern belohnt. Dann verteilen sich 20-15-10-8-6-5-3-2-1 Punkte auf den Rest. Die kleinen Teams jubelten, die Puristen liefen Sturm. Soll es jetzt Punkte zum Discountpreis geben?

Neues Punktesystem, gleiches Ergebnis

Die prozentuale Abstufung der Punkte war die gleiche wie vorher. Man konnte nicht einmal damit argumentieren, dass der Sieger belohnt würde. Das wollen die Formel 1-Verantwortlichen jetzt ändern. Im Gespräch ist eine andere Abstufung: 25-18-15-12-10-8-6-4-2-1. Damit bekäme der Sieger sieben Punkte mehr als der Zweitplatzierte. Hört sich vielversprechend an, ändert aber nichts. Wer sich die Mühe macht die Weltmeisterschaften der Jahre 2006, 2007, 2008 und 2009 mit dem alten Punktesystem, dem neuen und dem modifizierten neuen durchzuspielen, wird feststellen, dass sich so gut wie nichts am Ausgang der WM ändert.
 
2006 blieben die ersten acht Plätze bei allen drei Punktesystemen unverändert. 2007 sind es sogar die ersten neun Positionen. 2008 bleibt die Reihenfolge der Top 4, egal welcher Modus angewandt wird. Die Plätze fünf und sechs würden getauscht, wenn man den Dezember-Modus (25-20-12-10-8-6-5-3-2-1) zugrundelegt. Bei der modifizierten Varianten blieben selbst diese Plätze gleich. Lewis Hamilton hätte die Weltmeisterschaft mit vier statt mit einem Punkt Vorsprung auf Felipe Massa gewonnen.

In der abgelaufenen Saison wäre unabhängig vom Punktesystem in den Spitzenpositionen alles beim Alten geblieben. Der abgeänderte neue Modus (25-18-15-12-10-8-6-4-2-1) hätte zur Folge gehabt, dass Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen die Plätze fünf und sechs hätten tauschen müssen. Bei der Dezember-Variante hätte es erst bei Fernando Alonso und Timo Glock einen Platztausch gegeben.

Vergleichbarkeit und Rekorde auf dem Spiel

Da fragt sich der Fan, wozu alles ändern, wenn unter dem Strich alles gleich bleibt? Will der neue FIA-Präsident Jean Todt mit einem neuen Punktesystem ein Zeichen für einen Neuanfang setzen? Das wäre viel Kosmetik zu einem hohen Preis. Die Drahtzieher der Formel 1 und die meisten Teamchefs planen wieder einmal an den Fans vorbei.
 
Mit dem neuen Punkteformat, egal in welcher Abstufung, zerstört man die Vergleichbarkeit zwischen Rennfahrergenerationen. Jede Rekordliste wäre verfälscht, wenn es für die Top-Platzierungen 2,5 Mal so viele Punkte gibt. Deshalb noch einmal die Bitte an die FIA und die Teams: Lasst die Finger vom Punktesystem und kümmert euch um die Baustellen, die wichtig sind.

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Tobias Grüner
Von am 7. Januar 2010
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