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Formel 1-Statistik

Formel 1 so zuverlässig wie nie zuvor

Rubens Barrichello Foto: Daniel Reinhard 50 Bilder

Die Ausfallquote ist so niedrig wie nie zuvor in der Geschichte der Formel 1-WM. Bei den ersten zwölf Grand Prix gab es insgesamt 49 Ausfälle, allein 27 davon durch Unfall. Heute haben die Ingenieure nicht einmal mehr Angst vor der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Monza.

09.09.2009 Tobias Grüner

Früher verbreitete Monza Angst und Schrecken. Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke gingen die Motoren reihenweise zu Bruch. Standfestigkeit ist heute fast kein Thema mehr. Noch nie in der Geschichte der Formel 1 war die Zuverlässigkeit der Autos so gut. In den ersten zwölf Grand Prix des Jahres gab es nur 22 technisch bedingte Ausfälle. Bei insgesamt 239 Starts entspricht das einer Ausfallquote von 0,9 Prozent.

Fehlerteufel bei Ferrari

Spitzenreiter ist Ferrari mit sechs Defekten. Die Ausfallgründe sind quer über das Auto verteilt. Je einmal kostete ein Radträger, das Differenzial, KERS, die Elektrik, der Hydraulikkreislauf und ein Leck im Wasserkühler eine Zielankunft. Eine weiße Weste hat keiner mehr. Brawn GP, Toyota und McLaren stehen mit jeweils einem Defekt ganz oben in der Standfestigkeits-Hitliste. Bei Brawn GP streikte in Istanbul das Getriebe. Toyota-Pilot Jarno Trulli gab in Spa mit einem Bremsproblem auf. McLaren-Mercedes verzeichnete in Barcelona einen Getriebeschaden.

Die Motoren sind trotz der geforderten längeren Laufleistung praktisch kugelsicher. Im Rennen gab es bislang nur drei Motorschäden. Der eine betraf den BMW von Robert Kubica in Malaysia, der andere den Renault von Red Bull-Pilot Sebastian Vettel. Kazuki Nakajimas Ausfall in Bahrain kann man auch dazuzählen. Toyota gab offiziell Probleme mit dem Öldruck an. Eine schöne Umschreibung für ein Motorproblem.

Motorenengpass nur bei Vettel

Obwohl die Motoren nun 2.000 statt 1.200 Kilometer halten müssen, gab es auch in den Trainingssitzungen erstaunlich wenig Schäden. Mercedes hat für McLaren, Brawn GP und Force India insgesamt 48 Triebwerke im Umlauf, und jeder dieser Motoren ist noch am Leben. Renault verlor in den Autos von Red Bull insgesamt vier Triebwerke. Bei BMW beträgt der Motorenzoll zwei Aggregate. Allerdings mussten in Silverstone zwei BMW-Achtzylinder mit dem Verdacht auf Beschädigungen vorzeitig ausgebaut werden. Dank reduzierter Fahrzeit in den Freitagstrainings ist Robert Kubica mit seinem Motorenkontingent wieder im Lot.

Die FIA gibt vor jedem Rennen eine Liste mit den bereits verwendeten Motoren der einzelnen Fahrer heraus. Demnach setzten in Spa Robert Kubica, Jarno Trulli, Timo Glock, Sebastian Vettel, Nico Rosberg, Kazuki Nakajima, Adrian Sutil, Giancarlo Fisichella und Jenson Button ihren siebten von acht Motoren ein, doch so richtig eng ist es nur bei Vettel. Die anderen haben noch genügend Motoren älteren Datums in der Hinterhand, die für die letzten vier Rennen im Kalender reserviert werden. In Spa und Monza, den beiden härtesten Prüfungen für den Motor, verwenden alle Teams frische Aggregate.

Crashs sind häufigster Ausfallgrund

Der größte Unsicherheitsfaktor ist immer noch der Mensch. Insgesamt 27 Mal führte ein Crash zum Ausfall. Spitzenreiter sind die Toro Rosso-Piloten mit insgesamt sechs Unfällen. Toro Rosso liegt auch in der Statistik der zurückgelegten Rennrunden ganz hinten. Mit 1.057 von 1.390 möglichen Rennrunden schaffte das B-Team von Red Bull nur 76 Prozent der Gesamtdistanz. Spitzenreiter ist Brawn GP mit 1.335 Runden, knapp vor Williams (1.320) und BMW (1.301).

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