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Formel 1-Streit

Kein Frieden trotz Einschreibung

GP Spanien 2009 Foto: dpa 26 Bilder

Auch nach der gemeinsamen Einschreibung der Formel 1-Teams für die kommende Saison drohen weitere Diskussionen mit der FIA. Die Teams haben ihre Nennung an Bedingungen geknüpft und kokettieren weiter mit einem Ausstieg.

02.06.2009

Von weißer Flagge nichts zu sehen: In der Formel 1 stehen die Zeichen nach der vorbehaltlichen Nennung der neun FOTA-Teams für die Saison 2010 ganz und gar nicht auf Frieden. Das Ziel einer Einigung in dem seit Wochen andauernden Streit um die neuen Regeln hängt nun von der Reaktion des Internationalen Automobilverbandes FIA ab, der am 12. Juni die Teilnehmer der WM im kommenden Jahr bekanntgeben will.

Einschreibung unter Vorbehalt

Lehnt die FIA die FOTA-Vorschläge ab, an die die neun Teams ihre Meldung ganz klar geknüpft haben, droht womöglich eine weitere Verschärfung der Fehde. "Noch einmal, die Antwort ist einfach: Dann sind die Meldungen der neun Teams ungültig", sagte Teamchef Stefano Domenicali unmissverständlich in einem auf der offiziellen Ferrari-Homepage veröffentlichten Interview.

"Ferrari und die anderen Rennställe haben lediglich eine vorläufige Nennung für die WM 2010 abgegeben, und es bleibt abzuwarten, wie die FIA auf diese Nennung und die darin enthaltenen Bedingungen reagiert", erklärte Ferrari-Pilot Felipe Massa in einem Interview mit der "Welt am Sonntag". Dass ausgerechnet die von FIA-Präsident Max Mosley mit Nachdruck geforderte und eigentlich auch schon beschlossene Budgetobergrenze offensichtlich keine Rolle mehr in den Vorschlägen der Rennställe spielen soll, denen das Williams-Team um den deutschen Piloten Nico Rosberg nach der vorzeitigen Einschreibung nicht mehr angehört, dürfte die Auseinandersetzung verschärfen.
 
Eine Reaktion vonseiten der FIA und Präsident Mosley blieb am Pfingstwochenende aus. "Ich bin sicher, es wird eine Obergrenze geben", wurde derweil Rechtemitinhaber Bernie Ecclestone in der Londoner "Times" zitiert und sprach vom Beginn von "etwas Positivem".

Ausstiegsdrohung bleibt bestehen

Dass man das Reglement von diesem Jahr als Startpunkt für 2010 nehmen wolle, "bedeutet, dass es keine Budgetobergrenze geben wird", erklärte allerdings Domenicali. Stattdessen will die FOTA auf einen selbst-regulierenden Prozess der Kostenreduzierung setzen, sich aber kein Ausgabenlimit vom Verband vorschreiben lassen, das 2010 eigentlich bei rund 45 Millionen Euro liegen soll.

Gehen FIA und Ecclestone nicht auf die FOTA-Bedingungen ein, empfinde eine Anzahl der Teams, "dass wir ernsthaft Alternativen in Betracht ziehen müssen", drohte FOTA-Vizechef und Toyota-Motorsportpräsident John Howett im britischen Magazin autosport: "Es ist Toyotas aufrichtiger Wunsch, Teil der Formel 1 in 2010 zu sein, und sollten die Bedingungen, mit der unsere Nennung verbunden ist, erfüllt werden, würde uns das befähigen, uns bis Ende 2012 an den Sport zu binden", sagte Howett der dpa, da das neu zu unterschreibende Concorde Agreement auch bis 2012 gültig sein soll.

Lösung bis 12. Juni

Die Nennung der neun Teams hat die FOTA neben dem Reglement wie in diesem Jahr an eine weitere Bedingung geknüpft: Bis spätestens zum 12. Juni muss ein neues Concorde Agreement unterzeichnet werden, das unter anderem die Verteilung der Gelder regelt. Am selben Tag wird die FIA die 13 Teilnehmer-Rennställe an der WM 2010 bekanntgeben, für die sich Medienberichten zufolge mittlerweile mehr als eine Handvoll neue Teams beworben haben sollen. Darunter laut "autosport" auch Superfund mit dem Ex-Piloten Alexander Wurz als Teamchef.

Sollte die Formel 1 nach dem Konfrontationskurs doch noch rechtzeitig die Kurve kriegen und gemeinsam auf eine gesicherte Zukunft zusteuern, wäre dem Sport, dessen eigentliche Hauptdarsteller auch vor dem Großen Preis der Türkei am kommenden Sonntag in den Hintergrund gedrängt werden, sehr geholfen. Auf die provokanterweise in dem Ferrari-Interview zum Schluss gestellte Frage, ob sich die FOTA als Gewinner fühlen dürfe, sollte die FIA auf die Vorschläge eingehen, antwortete Domenicali: "Wenn es klappt - und das hoffe ich wirklich -, würde ich es vorziehen zu sagen: Die Formel 1 ist der Gewinner."

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