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Formel 1-Streit

Red Bull tanzt aus der Reihe

Foto: Daniel Reinhard

Das Team von Dietrich Mateschitz beendet den Boykott der Rennställe gegen die FIA. Red Bull Racing hat angekündigt, am Treffen mit FIA-Präsident am Freitag (15.4.) teilzunehmen. Auch Jordan und ein weiterer Rennstall wollen es sich mit der Sportbehörde nicht verderben.

14.04.2005

Bei der Diskussion der FIA mit den Teams über die Zukunft der Formel 1 am Freitag (15.4.) sitzen FIA-Chef Max Mosley und Ferrari-Teamchef Jean Todt doch nicht ganz allein am Tisch. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir an dem Treffen teilnehmen werden", sagte ein Teamsprecher von Red Bull Racing gegenüber der britischen Zeitschrift "Autosport".

Die Sporthoheit FIA ließ zudem durchblicken, dass insgesamt vier Teams ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet hätten. Im Verdacht stehen Jordan, Sauber und Toyota. Die Ankündigung ist ein herber Rückschlag für die "Gruppe der Neun". Eine Woche zuvor hatten fünf Hersteller und die vier freien Teams noch gemeinsam ihren Boykott angekündigt.

Die FIA hielt trotzig an der Durchführung des Treffens fest, das Minardi-Chef Paul Stoddart voreilig als "Kaffeekränzchen zwischen Mosley und Todt" abgetan hatte. Der inoffizielle Sprecher der neun Teams hat den FIA-Präsidenten offensichtlich unterschätzt.

Neben Gesprächen über die Formel 1-Zukunft nach dem Ablauf des Concorde-Abkommens Ende 2007 hievte Max Mosley kurzerhand auch dringendere Themen wie Testbeschränkungen und das aktuelle Qualifying-Format.

Mateschitz bevorzugt Ecclestone

Red Bull-Chef Mateschitz hätte beispielsweise die Regel für die Freitagstests gern geändert, um Christian Klien in einem dritten Auto einzusetzen. Der Österreicher, der ohnehin keinen Hehl daraus macht, dass ihm eine Formel 1 unter Bernie Ecclestone lieber ist als unter der Ägide der Autokonzerne, fiel plötzlich ein, dass man es sich mit der Allianz Mosley und Ecclestone besser nicht ganz verderben sollte.

Paul Stoddart zweifelt, dass tatsächlich vier Teams bei dem Treffen erscheinen. Er glaubt, dass Jordan und Sauber sich an den Boykott halten. Was Red Bull-Racing betrifft, hat der Australier wenig Verständnis: "Es wäre sehr enttäuschend, wenn Red Bull dort erscheinen würde. Es fördert die Kooperation nicht gerade, wenn alle Teams nicht gehen und eines tut es doch", sagte Stoddart gegenüber der Nachrichtenagenture "Reuters".

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