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Formel 1-Technik GP Deutschland

Mercedes-Update wirkungslos verpufft

Mercedes GP Hockenheim Foto: xpb 13 Bilder

Nico Rosberg hat seine Meisterschaftshoffnungen mit dem Erfolg des Hockenheim-Updates verknüpft. Doch das Paket floppte im Qualifying. Wir zeigen Ihnen, mit welchen neuen Teilen die Teams zum GP Deutschland gereist sind.

25.07.2010 Tobias Grüner

Kurz vor der Sommerpause haben viele Formel 1-Teams noch einmal größere Umbaumaßnahmen an ihren Autos vorgenommen. Nur sieben Tage nach Hockenheim steht das Rennen in Budapest auf dem Plan. Dazwischen bleibt kaum noch Zeit für große Entwicklungen. Wir zeigen Ihnen, wie die Updates aussehen und was sie gebracht haben.

Mercedes GP:

Die meisten neuen Teile hat das Mercedes-Werksteam nach Hockenheim gebracht. Beim Heimrennen wollte das Silberpfeil-Team noch einmal einen Großangriff wagen. Teamchef Ross Brawn hoffte nach dem Blick auf die Windkanaldaten auf einen spürbaren Schritt nach vorne. Und auch Nico Rosberg wollte dank des Updates noch einmal den WM-Titel angreifen.

Dazu montierte man einen komplett neuen Heckflügel mit einem neuen Profil und einem vergrößerten Schlitz in der Mitte. In den Flügel eingearbeitet ist eine Kassette, die wie das F-Schacht-System die Strömung bei hohen Geschwindigkeiten stören soll, um den Top-Speed zu erhöhen. Gespeist wird das System durch Luftkanäle in den hohlgebohrten Endplatten. Auch am angeblasenen Diffusor wurde noch einmal Hand angelegt. Wie bei Red Bull pustet der Auspuff nun auch Luft unter den Unterboden und nicht nur darauf.

Doch die Wirkung des großen Pakets verpuffte. Nach dem Qualifying gab es lange Gesichter im Mercedes-Motorhome. Selbst Superhirn Brawn fehlte eine Erklärung. Rosberg klagte über massives Übersteuern. Michael Schumacher wünschte sich wieder mehr Testfahrten, um solche Flops in Zukunft zu verhindern.

Ferrari:

Bei Ferrari war die Stimmung nach dem Qualifying dagegen bestens. Die Italiener bringen in letzter Zeit bei jedem Grand Prix neue Teile. Das Paket von Hockenheim war dabei nicht einmal das größte. Der Frontflügel wurde noch einmal modifiziert und der dritte Entwicklungsschritt des angeblasenen Diffusors vollzogen. Im Gegensatz zu Mercedes bläst der Auspuff die Gase aber nicht in den Unterboden, sondern nur darüber. Die Version mit der Einleitung debüttiert erst in Spa.

Doch warum konnten Fernando Alonso und Felipe Massa schon in Hockenheim plötzlich mit Red Bull um die Pole Position kämpfen. "Die Updates haben schon in Silverstone ihre Wirkung gezeigt", erklärt Alonso. "Doch Hockenheim liegt uns von der Strecke besser. Deshalb sieht es so aus, als hätten wir einen großen Sprung gemacht. Ich bin aber froh, dass wir nach zehn Rennen endlich auf einem Niveau mit Red Bull sind."

McLaren-Mercedes:

Auch bei Mclaren stand die Entwicklung des angeblasenen Diffusors im Mittelpunkt. Wegen des Regens und des Crashs von Lewis Hamilton im ersten Training konnte das Testprogramm jedoch nicht wie geplant durchgezogen werden. Trotzdem erklärte Teamchef Martin Whitmarsh nach dem Qualifying zufrieden. "Das System funktioniert. Jetzt können wir uns an die Feinheiten machen."

McLaren musste die Form des Auspuffs verändern und einige Aufhängungsteile besser isolieren. In Silverstone gab es noch deutlich erkennbare Verformungen durch die heißen Gase. Gegen Ferrari war man aber zumindest im Qualifying machtlos. Das soll sich bald ändern. "Wir haben das Potenzial des angeblasenen Diffusors erst zur Hälfte ausgeschöpft."

Virgin Racing:

Auch bei Neuling Virgin gab es noch einmal wichtige Veränderungen. Ein neuer Frontflügel und ein neuer Unterboden sollten das Team von Timo Glock endlich an Konkurrent Lotus vorbeibringen. Die letzten Teile des Pakets wurden erst in der Nacht zum Samstag an die Strecke gebracht. Die Anstrengungen waren am Ende erfolglos. Probleme mit dem Getriebe überschatteten mal wieder die Aerodynamik-Entwicklung.

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