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Formel 1-Technik-Pläne

Nasen-Crashtests verschoben

Lotus  - Formel 1 - GP Monaco - Donnerstag - 21. Mai 2015 Foto: xpb 35 Bilder

4 Teams haben ihre Nasen-Crashtests verschoben. Zwei auf unbestimmte Zeit, einer notgedrungen. Lotus und Williams werden ihre neuen Nasen möglicherweise erst 2016 bringen. Force India ist durch den ersten Crashtest mit der kurzen Nase gerasselt.

21.05.2015 Michael Schmidt

Die große Nasen-Euphorie hat sich gelegt. Red Bull war womöglich das letzte Team für eine geraume Zeit, dass seine Nase gekürzt hat. Die Vize-Weltmeister haben 4 offizielle FIA-Crashtests gebraucht, bis die Nase endlich homologiert war.

Viel Aufwand für ein vermeintlich kleines Detail. Für Red Bull hat es sich gelohnt. Es erlaubt den Ingenieuren, den Rest der Aerodynamik so zu gestalten, wie er ursprünglich geplant war. In Monte Carlo folgten ein neuer Diffusor und ein modifizierter Monkey Seat. Daniel Ricciardo fuhr im ersten Training auf Platz 3. Nur 0,336 Sekunden hinter den Mercedes.

Lotus baut lieber neue Flügel als Nase

Auch Lotus, Williams, Toro Rosso und Force India hatten in den kommenden Wochen Nasenkorrekturen geplant. Im Fall von Lotus, Williams und Toro Rosso ist es nicht kriegsentscheidend. Die Autos haben schon kurze Nasen. Lotus will sie verbreitern, Williams und Toro Rosso um 3 bis 4 Zentimeter kürzen.

Toro Rosso hat seinen für Mai geplanten Crashtest neu terminiert. Williams traf bereits die Entscheidung, das Projekt auf 2016 zu verschieben. "Das Bestehen des Crashtests bindet viele Kapazitäten. Der Zeitgewinn auf der Strecke ist relativ gering. Deshalb setzen wir unsere Prioritäten anderswo. Wenn mir meine Ingenieure einen großen Sprung versprochen hätten, hätten wir es gemacht", verrät Pat Symonds.

Bei Lotus steht man vor einer ähnlichen Entscheidung. Der erste Crashtest wurde nicht bestanden. Die Finanzlage ist angespannt. Das Saisonziel Platz 5 kann auch mit der aktuellen Nase erreicht werden. Da ist die Entwicklung neuer Flügel wichtiger. In Monte Carlo tauchte Lotus mit modifizierten Front- und Heckflügel auf. Die Testfahrten in Barcelona hatten einen Fortschritt von 4 Zehnteln versprochen.

Force India scheiterte beim Crashtest

Bei Force India ist eine neue Nase Pflicht. Sie ist Teil der B-Version des VJM08, die beim GP England debütieren soll. Nach Aussage der Ingenieure wird sie der Nase von Williams sehr ähnlich sehen. Doch der erste Crashtest-Versuch ging in die Hose. "Nur ganz knapp, aber das ist leider auch vorbei", bedauert Technikchef Andy Green.

Die Karbonspezialisten von Force India müssen jetzt nachlegen. Und der nächste Schuss muss sitzen. Force India ist finanziell auch nicht auf Rosen gebettet. Ein weiterer Fehlschlag könnte das Debüt der B-Version verzögern.

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